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Immer weniger Occasionsautos auf dem Markt: Preise um 28 Prozent gestiegen

Die Preise für Occasionen sind seit Vorpandemiezeiten um 28 Prozent gestiegen. Die Durchschnittspreise für reine E-Autos sind um die Hälfte gestiegen, Hybridfahrzeuge kosten 26 Prozent mehr. Gleichzeitig ist das Angebot an Gebrauchtwagen um 29 Prozent gesunken. Das zeigt eine Analyse von comparis.ch. Die Ursache liegt gemäss Comparis-Expertin Andrea Auer bei den Lieferengpässen für Neuwagen: «Einerseits ist die Occasionsnachfrage aufgrund langer Wartezeiten für Neuwagen gestiegen. Andererseits gibt es weniger Eintauschgeschäfte.»


Symbolbild von F. Muhammad / pixabay.com


Die Preise für Gebrauchtwagen sind seit Beginn der Corona-Pandemie um 28 Prozent gestiegen. Im 1. Quartal 2020 hatten Herr und Frau Schweizer im Schnitt 23’161 Franken gezahlt. Im 3. Quartal 2022 kostete ein Occasionsauto durchschnittlich 29'550 Franken. Das zeigt eine Analyse von comparis.ch mit dem grössten Online-Marktplatz für Neu- und Gebrauchtwagen in der Schweiz.


«Corona- und kriegsbedingte Lieferengpässe für Neuwagen haben die Preise auf dem Occasionsmarkt klettern lassen», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer. «Das wirkt sich gleich doppelt aus. Erstens stieg aufgrund der pandemiebedingt unterbrochenen Lieferketten die Wartezeit für Neuwagen und somit die Nachfrage nach Occasionen. Zweitens kamen weniger neue Gebrauchtwagen auf den Markt, da weniger schnell fabrikneue Autos gekauft werden konnten.»


So sank denn auch das Angebot der auf comparis.ch inserierten Fahrzeuge im gleichen Zeitraum um satte 29 Prozent (1. Quartal 2020: 243’048 Fahrzeuge; 3. Quartal 2022: 172’764 Fahrzeuge).


Elektroautos mit grösstem Preisanstieg

Relativ betrachtet verzeichnen reine Elektroautos mit 50 Prozent den grössten Preisanstieg gegenüber der Vorpandemiezeit (1. Quartal 2020: CHF 34'681; 3. Quartal 2022: 51’878 Franken). Gemäss der Comparis-Expertin ist diese Steigerung jedoch mit Vorsicht zu geniessen: «Der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos ist noch jung und somit sehr dynamisch.» Die Preissteigerung sei vor allem auch auf die rasant wachsende Modellvielfalt im E-Auto-Markt zurückzuführen. Während 2019 E-Autos von 25 Herstellern auf comparis.ch inseriert waren, verzeichnete die Plattform im laufenden Jahr bereits 54 Hersteller mit E-Autos.


Seit Vorpandemiezeiten hat sich das E-Auto-Angebot auf dem Occasionsmarkt fast verdoppelt (plus 89 Prozent). Im Vergleich zum Gesamtmarkt befindet sich das Angebot aber noch immer auf tiefem Niveau: Im 3. Quartal 2022 waren auf comparis.ch durchschnittlich 3’621 reine E-Autos inseriert. Das sind knapp 2 Prozent vom gesamten Gebrauchtwagenmarkt auf der Plattform.


Der Trend geht gemäss Auer klar Richtung Elektroauto: «Mittlerweile haben die meisten Hersteller mindestens ein E-Modell im Angebot. Der E-Auto-Occasionsmarkt wird in den nächsten Jahren markant wachsen.»


Hybride mit einem Preisplus von 26 Prozent

Ähnlich verhält sich die Entwicklung auf dem Occasionsmarkt für Hybride (alle Arten von auf comparis.ch inserierten Hybridfahrzeugen wie etwa Plug-in-, Voll- oder Mildhybrid): Das Angebot hat sich hier innert mehr als zwei Jahren mehr als verdoppelt (plus 118 Prozent). Und zwar von 5’701 Fahrzeugen auf 12’420 Fahrzeuge. Der Durchschnittspreis für Hybridfahrzeuge aller Arten ist von 38’612 Franken auf 48’828 Franken geklettert. Das ist eine Steigerung von 26 Prozent.

Deutlicher Angebotsrückgang bei Dieselfahrzeugen

Die Preise von etablierten Technologien wie Benzin- und Dieselfahrzeugen liegen unter jenen aller Antriebsklassen. Benzinfahrzeuge sind rund 18 Prozent teurer als noch vor der Corona-Pandemie (1. Quartal 2020: 23’903 Franken; 3. Quartal 2022: 28’254 Franken). Das Angebot ist um 8 Prozent kleiner (1. Quartal 2020: 116’000 Fahrzeuge; 3. Quartal 2022: 107’000 Fahrzeuge).


Einen signifikant grösseren Angebotsrückgang verzeichnen Dieselfahrzeuge mit 39 Prozent (1. Quartal: 88’189 Fahrzeuge; 3. Quartal 2022: 53’648 Fahrzeuge). Die Preise kletterten hier 22 Prozent in die Höhe.


«Zahlreiche Hersteller setzen künftig auf Fahrzeuge mit E-Motor. Deshalb überrascht es nicht, dass das Angebot von Verbrennern stetig abnimmt», erklärt Auer.

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