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Hochwasser-Situation im Aargau: Angespannte, stabile Lage durch die getroffenen Massnahmen

Die Lage um die Aargauer Flüsse bleibt angespannt: Am Rhein, der Reuss, der Limmat und an der Aare liegen stark erhöhte Abflüsse im Bereich bis zur Gefahrenstufe 4 (grosse Hochwassergefahr) vor, für den Oberlauf der Reuss und der Suhre gilt die Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr). Für sämtliche Gewässer im Kanton Aargau gilt eine Hochwasserwarnung.


KFS Aargau

Hochwasser bei Brugg (AG). Foto: KFS Aargau


Zurzeit zeigt sich die Lage auch an Orten, an denen Massnahmen ergriffen wurden, stabil, wobei in Mellingen aktuell die Schutzmassnahmen ausgebaut werden. Infolge der erwarteten Niederschläge wird in den nächsten Tagen mit weiteren Hochwasserspitzen gerechnet.


Teile des Kantonalen Katastrophen-Einsatzelements (KKE) haben in enger Zusammenarbeit mit den Regionalen Führungsorganen (RFO), den örtlichen Zivilschutzorganisationen (ZSO) und den Feuerwehren am Dienstag, 13. Juli 2021, in Wallbach, Brugg, Mellingen und Wohlen und gestern, Mittwoch, 14. Juli 2021, in Zofingen mobile Hochwassersperren eingebaut. Aktuell werden in Mellingen die Hochwassersperren verlängert und die Schutzmassnahmen ausgebaut.


Die starken Regenfälle in der Nacht auf heute führen zu einem erneuten Anstieg der Pegelstände. Für den Rhein, die Reuss als auch für die Limmat sind stark erhöhte Abflüsse im Bereich der Gefahrenstufen 4 (grosse Gefahr) erwartet oder bereits erreicht worden, für die Aare wird die Gefahrenstufe 3 erwartet. Im Oberlauf der Suhre und beim Austritt der Reuss aus dem Vierwaldstättersee ist die Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr) zu verzeichnen. Es muss damit gerechnet werden, dass weitere Hochwasserspitzen bis morgen Freitag-Nacht, 16. Juli 2021, eintreten können.


Uferzonen und gefährdete Gebiete meiden

Die Bevölkerung wird gebeten, die Uferzonen von Flüssen und Bächen zu meiden, da überraschend Flutwellen auftreten und Ufer einbrechen könnten. Bei Aussenaktivitäten gilt es, das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. Zudem sollen in gefährdeten Gebieten und bei starken Niederschlägen Keller und Tiefgaragen nicht aufgesucht und nicht mit dem Auto oder Fahrrad durch überflutete Strassen gefahren werden. Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Behörden ist Folge zu leisten.


Die aktuelle Hochwassersituation im Kanton Aargau wird vom Kantonalen Führungsstab (KFS) in enger Zusammenarbeit mit dem Pikettdienst der Abteilung Landschaft und Gewässer (ALG), den RFOs und den Feuerwehren weiterhin überwacht. Das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) hat in dieser Woche bereits zirka 4800 Sandsäcke an die RFOs und Feuerwehren abgeben (Stand 15. Juli 2021, 10:00 Uhr). Die Öffentlichkeit wird bei Bedarf über die weitere Entwicklung der Hochwassersituation im Kanton informiert.

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