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Grundlagen und Ansätze der professionellen Vermögensverwaltung

Mit einem grossen Vermögen geht automatisch die Frage einher, wie man dieses fortan verwalten lassen soll. Was bei kleineren Beträgen noch gut selbständig in die Hand genommen werden konnte, ist bei grösseren Vermögen zwar noch möglich, aber nicht mehr so einfach und mit viel Verantwortung verbunden. Professionelle Vermögensverwaltungen können eine Lösung sein.


Symbolbild von Md Ishak Rahman / unsplash.com
Symbolbild von Md Ishak Rahman / unsplash.com

Die Verwaltung des eigenen Geldes abgeben


Vermögende Menschen im DACH-Raum sind zuletzt noch reicher geworden, insbesondere bedingt durch steigende Aktienkurse, die dabei helfen das Vermögen zu vermehren. Demgegenüber steht beispielsweise der Durchschnitts-Schweizer, der laut demselben Bericht der Investmentbank UBS jüngst ärmer geworden ist. Inflationsbereinigt sogar ärmer als noch zur Jahrtausendwende. Die Zielgruppe für professionelle Vermögensverwaltungen ist über die Jahrzehnte also weitgehend identisch geblieben: Reiche Menschen, die gewillt sind, die Verwaltung und Verantwortung über zumindest einen Teil ihres Reichtums abzugeben.


Die Vorgehensweise solcher Vermögensverwaltungen unterscheidet sich dabei grundlegend von der Arbeitsweise von Anlageberatern. Letztere beraten nur, die finale Entscheidung obliegt jedoch dem Eigentümer des Vermögens. Professionelle Vermögensverwaltungen erhalten hingegen ein "Discretionary Mandate", sie dürfen also eigenständig innerhalb der zuvor festgelegten Rahmenbedingungen handeln. Damit geht eine treuhänderische Pflicht einher. Diese soll sicherstellen, dass der Vermögensverwalter ausschließlich im besten Interesse seines jeweiligen Kunden handelt. Sofern es beispielsweise durch Investments der Vermögensverwaltung selbst Interessenkonflikte gibt, müssen diese qua Gesetz offengelegt werden.


Der strategische Ansatz von professionellen Vermögensverwaltungen


Der individuelle Ansatz und die Portfoliostrategie können sich von Vermögensverwaltung zu Vermögensverwaltung unterscheiden. Grundlegend investieren diese Profis aber nicht nach Bauchgefühl, sondern nach festen Strategien, die wiederum auf transparenten mathematischen Modellen aufbauen. Eine erfahrene Schweizer Vermögensverwaltung wird das Geld außerdem im Regelfall diversifizieren, einerseits über unterschiedliche geografische Märkte, andererseits über verschiedene Anlageklassen und einzelne Investments.


Zu den typischen Anlageklassen, mit denen eine Vermögensverwaltung in Kontakt kommt, gehören zum Beispiel:


  • Aktien und ETFs

  • Anleihen

  • Immobilien

  • Alternative Anlagevehikel, wie beispielsweise Kryptowährungen

  • Cash und Cash-Äquivalente


Parallel dazu versuchen Vermögensverwalter häufig, Ineffizienzen des Marktes für sich zu nutzen, um im Gegenzug ein Alpha für ihre Kunden und die eigene Performance zu generieren. Natürlich kann es darauf keine absolute Erfolgsgarantie geben. Folglich unterliegt das Geld bei einer professionellen Vermögensverwaltung ebenso einem Risiko. Selbiges lässt sich aber steuern: Ein Portfolio aus vorwiegend Aktien wäre im Regelfall ohne entsprechende Absicherung relativ risikoreich. Besteht das Portfolio hingegen hauptsächlich aus Investment-Grade-Unternehmensanleihen und -Staatsanleihen, sollte das Risiko niedriger sein.


Professionelles Risikomanagement ist das Herzstück der Vermögensverwaltung


Vermögende Menschen möchten zwar oft das eigene Vermögen ausbauen, aber sie müssen dabei weniger aggressiv vorgehen als Menschen, die aktuell noch ihr Vermögen aufbauen. Speziell für sehr vermögende Menschen steht der generationenübergreifende Vermögenserhalt daher oftmals im Fokus. Da kommt das Risikomanagement als Herzstück der professionellen Vermögensverwaltung ins Spiel. Die Vermögensverwalter bedienen sich dafür unterschiedlicher Werkzeuge und Metriken, zum Beispiel indem sie Zielwerte für die Volatilität festlegen und den maximal zu erwartenden Verlust transparent benennen. Außerdem findet auf Seiten der Vermögensverwalter ein kontinuierliches Rebalancing statt, auch um auf sich verändernde Parameter oder neu hinzugekommene Risiken frühzeitig und absichernd zu reagieren.

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