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Grüne sorgen sich, weil im Thal nichts mehr geht

Seit dem Tod der Umfahrungsstrasse Klus-Balsthal ist die Verkehrserschliessung des Thals zurück auf Feld 1. Solange der Widerstand im Thal so gross ist, läuft dort nichts mehr. Andere Verkehrsprojekte im Kanton Solothurn haben jetzt Vorrang. Das war absehbar und ist auch richtig so. Den Grünen des Kantons Solothurn scheint es dabei nicht wohl zu sein, weshalb sie auf allen Kanälen versuchen, konstruktive Lösungsvorschläge einzureichen. Doch, ob diese das Verkehrsproblem in der Klus langfristig lösen können, ist eher fraglich.

Symbolbild von oeBB (der Rote Pfeil)


Mit einer Verbesserung der ÖV-Erschliessung, einer durchgehenden Veloroute und Massnahmen für den kombinierten Verkehr, will die Fraktion der GRÜNEN im Kantonsrat mit einem Auftrag eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation in der Klus ohne neue Strasse anstossen.


Mit dem am 22.03.2022 eingereichten Auftrag soll insbesondere Folgendes erreicht werden:

  • Eine modernere Bahnverbindung mit einem Viertelstundentakt zu den Hauptzeiten, allenfalls nur bis Thalbrücke,

  • eine Drehscheibe für den kombinierten Verkehr im Bereich Thalbrücke und

  • eine durchgehende, sichere Veloverbindung sowie

  • eine Tempo 30 Zone im Städtchen Klus.

Diese Massnahmen sollen ausreichen, um den zeitweise auftretenden stockenden Kolonnenverkehr durch die Klus zu vermeiden.


Mit dem bestehenden Bahntrassee zwischen Oensingen und Balsthal besteht eine einmalige Chance für eine superschnelle und effiziente ÖV-Anbindung des Thals. Mit modernem Rollmaterial, modernen Sicherungsanlagen und allenfalls dem Einbau einer neuen Kreuzungsstelle könne die Kapazität der OeBB fast beliebig gesteigert werden. Ob eine solche Bahn auf den paar wenigen Kilometern dereinst überhaupt eigenwirtschaftlich betrieben werden kann, bzw. ob die Investitionen dafür getätigt werden können, bleibt unbeantwortet.

Richtig ist, dass eine durchgehende sichere Veloroute priorisiert und kurzfristig realisiert werden könnte, da sie nicht mehr abhängig von der Realisierung eines Grossprojektes ist.


Mit diesen Massnahmen könne der motorisierte Individualverkehr um 10 - 15 Prozent reduziert werden, sind die Grünen überzeugt. Natürlich nur dann, wenn 10 - 15 Prozent der Pendler aus dem Thal auch wirklich vom Auto auf das Velo oder den ÖV umsteigen, was sie bisher nicht getan haben, aus was für Gründen auch immer.


Dass der Strassenverkehr (Güter und Personen) aber bis 2040 aufgrund der Zuwanderung und wachsenden Mobilität auch im Thal um über 20-30 Prozent wachsen dürfte, verschweigen die Grünen.

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