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E-Autos zu teuer? Automobilunternehmen beklagen schlechte Auftragslage

Die Manager in der deutsche Autoindustrie schätzen ihre aktuelle Geschäftslage schlechter ein als im Vormonat. Das geht aus den neuen Konjunkturumfragen des ifo Instituts hervor. Demnach ist der Indikator im August auf 12,7 Punkte gefallen, nach 22,1 Punkten im Juli.


pte/red

Symbolbild von Thommy Weiss / pixelio.de


Geschäftslage auf Nullpunkt

"Die Stimmung hat sich vor allem bei den Autoherstellern verschlechtert; die Zulieferer sind mit ihrer aktuellen Lage immer noch einigermaßen zufrieden", sagt Anita Wölfl, Fachreferentin am ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien.


Bei den Herstellern ist die Geschäftslage im August auf die Nullmarke gefallen, von plus 34,6 Punkten im Juli. Die Erwartungen sanken von minus 48 Punkten im Juli sogar auf minus 75 Punkte im August. Fast die Hälfte der Autohersteller klagt über mangelnde Bestellungen als Hindernis für die Produktion. Warum sollte man etwas produzieren, das niemand will? Entweder ist der E-Auto-Markt schon gesättigt, Preis-Leistung bei den E-Autos stimmt nicht oder ehemalige Autokunden wechseln massenhaft auf andere Transportmittel des öffentlichen Verkehrs. Die ÖV-Betriebe in Deutschland und der Schweiz (auch die SBB) melden, parallel zum Gejammer der Autohersteller, jedenfalls Rekordzahlen an Kundinnen und Kunden. Verstopfte Strassen, teure Treibstoffpreise, stark steigende Prämien für Autoversicherungen und E-Autos, die viele gar nicht wollen, verändern das Mobilitätsverhalten der Menschen in Mitteleuropa rapide.

Spezialisiertes Fachwissen

Bei den Zulieferfirmen der Autobranche dagegen hat sich die Stimmung im Schnitt nur leicht eingetrübt; die Erwartungen gehen für manche Sparten sogar etwas nach oben. "Zulieferfirmen besitzen teils spezialisiertes technisches Know-how, das die Elektromobilität und autonomes Fahren genauso vorantreiben kann wie alternative Mobilitätslösungen - und zwar weltweit, nicht nur in Deutschland", so Wölfl.

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