Bürgenstock-Debakel: Schweizer Steuerzahler bluten für Trumps PR-Show
- Redaktion soaktuell.ch

- vor 3 Stunden
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Der Bürgenstock war bereit, die Armee im Einsatz, die Wege gesperrt, die Sonderstäbe von vielen Kantonen im Einsatz. Doch am Freitagmorgen folgte der Paukenschlag: Das Treffen ist abgesagt. Die Schweiz bleibt auf einem riesigen Kostenberg sitzen – für nichts. Schluss mit dieser naiven Luxus-Diplomatie. Wie oft will der Bundesrat noch auf Trump reinfallen? Nach der WEF-Peinlichkeit in Davos, Parmelins Bückling auf dem Flughafen Genf beim G7-Gipfel und dem Bürgenstock-Desaster muss das Parlament den Bundesrat stoppen. Solange uns Trump mit Strafzöllen schikaniert, sollen die Amerikaner ihre Show gefälligst selber bezahlen.
Ein Kommentar von soaktuell.ch
Es hätte der grosse Tag für die Schweizer Diplomatie werden sollen. Am heutigen Freitag sollte auf dem Bürgenstock das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran feierlich unterzeichnet werden. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren:
Armee und Polizei patrouillierten im Dauereinsatz.
Flugverbotszonen wurden über der Region errichtet.
Wanderwege und Bahnen wurden mitten im Sommer gesperrt.
Sonderstäbe waren im Einsatz.
Und das Ende vom Lied? Das EDA bestätigt: Die Gespräche für heute wurden abgesagt. Donald Trump und Massud Peseschkian signierten das Dokument bereits in der Nacht auf Donnerstag elektronisch. Der Bürgenstock stand stramm – für ein Phantom.
Wirr und konzeptlos: Trumps Ankündigungspolitik auf unsere Kosten
Es ist ein diplomatisches Schmierentheater, das die Konzeptlosigkeit der US-Regierung und die Arschkriecherei der Schweiz offenbart. Trumps sprunghafte, unausgereifte Ankündigungspolitik feiert Triumphe, während Partnerländer das Chaos ausbaden. Man inszeniert das Mega-Event und unterschreibt dann mitten in der Nacht per Mausklick, ohne den Gastgebern rechtzeitig Bescheid zu geben.
Wie dumm sind wir eigentlich?
Es kann nicht sein, dass die Schweizer Steuerzahlenden für die unausgereifte Ankündigungspolitik von Trump bezahlen müssen. Die Zeche für diesen Riesenaufwand ist immens. Die Kosten für Sicherheit, Logistik und den Einsatz von Hunderten Kräften gehen in die Millionen. Wer bezahlt das? Nicht Washington, nicht Teheran. Es ist der Schweizer Steuerzahler.
Schluss mit der naiven Kulissen-Diplomatie
Die Schweiz schmückt sich gerne als neutrale Vermittlerin. Doch wenn diese Rolle darin ausartet, dass wir als naive Kulisse für PR-Inszenierungen herhalten müssen, ist eine rote Linie überschritten.
Zwar hält der Kanton Nidwalden die Checkpoints peinlich berührt noch aufrecht, doch das Signal ist fatal: Wir lassen uns vorführen. Es muss Schluss damit sein, dass für jede diplomatische Luftnummer und jeden Social Media Post aus dem Oval Office ein gigantischer Sicherheitsapparat auf Staatskosten hochgefahren wird.
Jetzt muss das Parlament eingreifen und diesen Bundesrat stoppen.
Der Auftrag: Solange uns Trump mit Strafzöllen überzieht, sollen die Amis ihren Scheiss selber bezahlen.
Vielleicht kann es ein National- oder Ständerat nächste Woche in der letzten Sessionswoche ja ein bisschen schöner formulieren. Aber wir haben keine Lust darauf.













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