Briefpost wird 2027 massiv teurer
- Redaktion soaktuell.ch
- vor 3 Stunden
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Post und Preisüberwacher vereinbaren Preisanpassungen ab 2027. A- und B-Post Briefe werden teurer - für das halbe Gewicht. Sinkende Briefmengen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf die Post: Wichtige Einnahmen gehen zurück, während die Kosten für die flächendeckende Infrastruktur weitgehend gleichbleiben. Die Post trägt einen grossen Teil der finanziellen Belastung selbst, indem sie ihre Prozesse vereinfacht und ihre Effizienz laufend steigert. Weil dies den Mengenrückgang nicht vollständig ausgleichen kann, haben die Post und der Preisüberwacher moderate Preisanpassungen für drei Jahre vereinbart. Ab 2027 kostet ein A-Post-Brief 1.40 Franken, ein B-Post-Brief 1.10 Franken. Die Paketpreise für Privatkunden und KMU bleiben unverändert.
Post AG / Redaktion

Wer ab 2027 noch einen Brief verschicken will, überlegt es sich zweimal. Denn die Post wird unter dem Strich massiv teurer. Die Post und der Preisüberwacher haben sich im gemeinsamen Dialog auf Anpassungen der Briefpreise per 1. Januar 2027 für eine Gültigkeit von drei Jahren geeinigt.
Ab dem 1. Januar 2027 kostet ein A-Post-Brief im Standardformat neu 1.40 Franken (bisher 1.20 Franken), ein B-Post-Brief kostet neu 1.10 Franken (bisher 1 Franken). Auch A-Post-Plus-Briefe und Einschreiben kosten künftig 20 Rappen mehr. Und das ist noch nicht genug. Das Gewicht wird halbiert.
Für nationale Briefe gilt neu ein Standardgewicht von 1-50 g (bisher 1-100 g). Durch die neue Gewichtskategorie kann die Post auf die Entrichtung der Mehrwertsteuer verzichten, die im Monopolbereich bis 50g gesetzlich auch nicht gefordert ist. Privatkundinnen und -kunden können ihre online frankierten Pakete bis und mit 2029 weiterhin mit der Dienstleistung pick@home kostenlos zuhause abholen lassen und profitieren von einem Online-Rabatt von 1.50 Franken. Die Einigung zwischen der Post und dem Preisüberwacher beinhaltet weitere Massnahmen für Privat- und Geschäftskunden und Anpassungen bei einzelnen Produktkategorien. Die einvernehmliche Lösung mit dem Preisüberwacher gilt bis Ende 2029.
Die Anpassungen sind für die Post zwingend nötig, unterstreicht Konzernleiter Pascal Grieder: «Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden verändern sich rasant: Seit 2010 sind zwei von fünf Briefen weggefallen. Gleichzeitig bleiben die Kosten für die Grundversorgung weitgehend konstant. Wir haben Handlungsdruck. Deshalb senken wir laufend unsere Kosten und werden effizienter. Einen Teil der Auswirkungen des Mengenrückgangs können wir so auffangen. Eine moderate Preisanpassung ist jedoch unumgänglich, um weiterhin einen starken und eigenfinanzierten Service public sicherzustellen». Pascal Grieder betont: «Kaufkraftbereinigt profitieren unsere Kundinnen und Kunden weiterhin von Brieftarifen, die zu den günstigsten Europas gehören.» Bei den Paketen passt die Post die Preise für Privatkunden und KMU trotz des arbeits- und kostenintensiven Schweizer Markts nicht an.
Weniger Gewicht zu höheren Kosten: Das wird Kundinnen und Kunden erst recht dazu animieren, möglichst keine Briefe mehr zu verschicken.








