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Bernhard Burgener erklärt die Bedeutung der SWOT-Analyse

Bernhard Burgener ist der Meinung, dass fundierte Entscheidungen für den Unternehmenserfolg unerlässlich sind. Zu viele Unternehmen scheitern, weil bei folgenschweren Entscheidungen nicht alle wichtigen Faktoren berücksichtigt wurden.

Symbolbild von Gerd Altmann / pixabay.com


Laut B. Burgener trägt die SWOT-Analyse zum Unternehmenserfolg bei

Aus seiner über 40-jährigen Erfahrung als Unternehmer weiß der Medienmogul, dass eine auf einer umfassenden Analyse basierende Unternehmensstrategie unerlässlich ist.


Die SWOT-Analyse ist daher eines der wichtigsten Instrumente, die Unternehmern zur Verfügung stehen. In diesem Artikel erklärt Burgener, wie eine SWOT-Analyse erstellt wird und wie sie für den Unternehmenserfolg eingesetzt werden kann.


Was ist eine SWOT-Analyse?

Die SWOT-Analyse ist eine systematische Methode zur Bewertung eines Unternehmens und seines Umfelds. Das Akronym SWOT steht für "Strengths" (Stärken), "Weaknesses" (Schwächen), "Opportunities" (Chancen) und "Threats" (Risiken).


Stärken und Schwächen sind interne Faktoren, die auf den Ressourcen, Mitteln und Fähigkeiten beruhen, mit denen Sie arbeiten können. Chancen und Risiken hingegen sind unternehmensexterne Faktoren, die nicht kontrolliert werden können, für die man aber planen kann.


Die Ursprünge der SWOT-Analyse liegen in der Arbeit von Stewart und Humphrey am Stanford Research Institute in den 1960er Jahren. Seither wird sie von Unternehmen wirksam eingesetzt, um Herausforderungen zu bewältigen und Wachstumspotenziale zu analysieren.

Symbolbild von Adrian / pixabay.com


Wann sollte eine SWOT-Analyse erstellt werden?

Laut Business News Daily ist eine SWOT-Analyse empfohlen, bevor man sich zu jeglichen Unternehmensmaßnahmen entschließt. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Einführung eines neuen Produkts oder die Expansion in ein neues Gebiet handeln. Auf diese Weise können die Entscheidungsträger sicher sein, dass sie alle wichtigen Faktoren im Blick haben.


Burgener ist der Meinung, dass Sie Ihre Geschäftsprozesse regelmäßig analysieren sollten, auch wenn alle Geschäftsaktivitäten wie gewohnt ablaufen. Dadurch wird das Unternehmen auf Entwicklungen aufmerksam, die dem Betrieb schaden oder für das Wachstum ausgenutzt werden könnten.


Wie man eine SWOT-Analyse richtig erstellt

Bernhard Burgener empfiehlt, bei der Erstellung einer SWOT-Analyse mehrere Teammitglieder hinzuzuziehen, die Experten in verschiedenen Bereichen des Unternehmens sind. Ihre Einsichten werden dazu beitragen, ein vollständiges Bild der Situation des Unternehmens zu erstellen.


Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man sie bittet, zu jeder SWOT-Komponente Feedback zu geben. Dies kann dann offen diskutiert werden. Die so gewonnenen Informationen werden dann in die SWOT-Matrix eingetragen.


Stärken in der SWOT-Analyse

Was sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wodurch zeichnet es sich aus und was macht es besser als die Konkurrenz? Das Wirtschaftsmagazin Inc. schreibt: "Zu verstehen, was man am besten macht, ist von zentraler Bedeutung." Beispiele wären eine starke Marke, ein treuer Kundenstamm oder einzigartige Ressourcen oder Technologien.


Schwächen in der SWOT-Analyse

Welche Aspekte Ihres Unternehmens behindern oder beeinträchtigen seine Leistung? Schwächen sind Bereiche, die das Unternehmen verbessern muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu könnten eine schwache Marke, eine hohe Personalfluktuation, hohe Kosten, Mängel in der Lieferkette oder unzureichende Finanzierung gehören.


Chancen in der SWOT-Analyse

Welche Entwicklungen könnten zu günstigen Chancen für das Unternehmen werden? Dazu gehören steuerliche Anreize, Tarifänderungen, staatliche Subventionen oder neue Technologien, die zum Vorteil des Unternehmens genutzt werden könnten. Neue Technologien können auch die Produktivität steigern und Kosten einsparen.


Risiken in der SWOT-Analyse

Worin bestehen die Risiken, die Hindernisse oder Herausforderungen für Ihr Unternehmen darstellen? Dazu könnten staatliche Beschränkungen, steigende Energie- und Materialkosten oder potenzielle Engpässe gehören. Auch das Auftauchen neuer Konkurrenten und ein schwindender Arbeitsmarkt sind potenzielle Risiken für Unternehmen.


Durchführung der SWOT-Analyse

Wenn Sie Ihren Input gesammelt haben, sollten Sie ihn in der SWOT-Matrix anordnen. Diese besteht aus einem 2x2-Quadranten: Die obere Reihe zeigt die Stärken und Schwächen, während die untere Reihe die Chancen und Risiken darstellt. Diese visuelle Anordnung bietet einen effizienten Überblick über die Position des Unternehmens im Verhältnis zu seinem Umfeld. Durch die Kombination interner und externer Faktoren können Sie dann Ihre optimale Unternehmensstrategie wie folgt erstellen.


Die Ausbaustrategie

Die positiven Elemente der SWOT-Matrix kombinieren sich zu einer starken Ausbaustrategie. Bei dieser Strategie werden die Stärken eines Unternehmens genutzt, um bestehende Chancen auszuschöpfen. Wenn man diese Elemente der SWOT-Analyse aufeinander abstimmt, können wichtige Wettbewerbsvorteile für das eigene Unternehmen ermittelt werden. Dies wird auch als Matching-Strategie bezeichnet.


Die Aufholstrategie

Die Aufholstrategie ist dort angezeigt, wo Schwächen ein Unternehmen an der Nutzung von Chancen hindern. Sie legt fest, wie ein Unternehmen "aufholen" kann, indem es bestimmte Schwächen, die den Zugang zu Chancen verhindern, verbessert. Unternehmen, die einen Schritt weitergehen und diese Schwächen in Stärken umwandeln, haben einen großen Vorteil gegenüber ihrer Konkurrenz.


Die Absicherungsstrategie

Die Absicherungsstrategie kombiniert Stärken und Risiken: Eine wertvolle Strategie, wenn Sie sich Sorgen um die Sicherheit Ihres Unternehmens auf dem derzeitigen volatilen Markt machen. Stärken werden genutzt, um gefährliche Risiken zu neutralisieren. Auf diese Weise werden das Unternehmen und seine Position geschützt. Burgener empfiehlt, auf potenziell entstehende Gefahren zu achten, um zukünftige Probleme zu vermeiden.


Die Vermeidungsstrategie

Wenn die Schwächen eines Unternehmens mit den Risiken zusammentreffen, handelt es sich um die ungünstigsten Fallkombinationen. Daher ist es wichtig, wachsam zu sein und eine Vermeidungsstrategie zu entwickeln, um diese schädlichen Szenarien abzuwehren. Bleibt die Gefahr für Ihr Unternehmen bestehen, müssen Sie sich auf die Verbesserung und Beseitigung dieser Schwächen konzentrieren.


Häufige Fehler und Irrtümer bei der SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ist ein leistungsfähiges Instrument für die Entwicklung von Strategien und die Planung des Unternehmenswachstums. Burgener warnt jedoch, dass es einige Irrtümer und Fehler gibt, die Unternehmer daran hindern, von der SWOT-Analyse zu profitieren.


Die SWOT-Analyse dient nur zu "Werbezwecken"

Die SWOT-Analyse ist ein wichtiger Bestandteil des Businessplans und Finanzierungsgesprächen mit Investoren. Sie darf jedoch nicht nur der "Werbung" dienen. Die in der Analyse enthaltenen Informationen sollten niemals nur ausgewählt werden, um das Unternehmen besser aussehen zu lassen. Viel Schaden kann angerichtet werden, wenn man sich nur auf die Stärken und Chancen konzentriert.


Die SWOT-Analyse wurde nur aus einer Perspektive erstellt

Die SWOT-Analyse sollte niemals von nur einer Person erstellt werden. Ganz gleich, wie einfach dies für den Unternehmer erscheinen mag. Um ein möglichst umfassendes Bild von der Situation des Unternehmens zu erhalten, sollten mehrere Expertenmeinungen eingeholt werden. Schließlich kann es wichtige Faktoren geben, die einer einzelnen Person nicht bekannt sind.


Die Recherche fällt zu kurz aus

Um den größtmöglichen