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Bei Hagenbuch's in Oberlunkhofen ist gut Kirschen essen

Dem Wettbewerb der Aargauer Kirschenproduzenten stellten sich 16 Teilnehmer, die allesamt in der vergangenen Woche, kurz vor Erntebeginn, von zwei Experten des Verbands Aargauer Obstproduzenten besucht wurden. Bei der Bewertung wurden der Fruchtbehang, die Fruchtgrösse, die Fruchtqualität und der Gesamteindruck der Kirschenkultur am höchsten gewichtet. Die beiden Fachexperten Jörg Bircher, Wölflinswil und der ausserkantonale André Ziegler aus Brunnenthal haben diese Kirschenkulturen bewertet.


Bauernverband Aargau

Peter und Janine Hagenbuch mit Luca & Elisa, Nusshof, Oberlunkhofen, Sieger des

Qualitätswettbewerbs Kirschen 2022. (Bild zVg.)


Sieger stammt aus Oberlunkhofen

Gut Kirschenessen ist dieses Jahr bei Peter und Janine Hagenbuch auf dem Nusshof in Oberlunkhofen. Sie erreichten das Spitzenresultat. Somit geht der Spitzenplatz für Aargauer Kirschen ins Freiamt


Die Preisübergabe erfolgte am vergangenen Donnerstagabend in der Siegeranlage in Oberlunkhofen. Es scheint, dass auch das Freiämterklima dem Gedeihen der Königin der Sommerfrüchte sehr zuträglich ist, nicht nur bekannterweise jenes im Fricktal und am Hallwilersee. Dies ist aber nicht immer selbstverständlich, so mussten auch in diesem Jahr die Kirschenproduzenten in den 2 kalten Frostnächten Anfangs April (3. und 4. April) um ihre Ernte bangen. Dank aufwändigen Vorbeugemassnahmen wie das Anzünden von Frostkerzen wurde die Ernte gerettet, was aber einen finanziellen Aufwand von bis zu Fr. 4‘000.- pro Hektare und Nacht ausmachen kann.


Ziel des Qualitätwettbewerbs

Die Kulturen der 16 teilnehmenden Betriebe präsentierten sich am diesjährigen Qualitätswettbewerb in einem sehr schönen Zustand. Alle 15 Teilnehmer schafften es in die Medaillenränge. Ziel des wiederkehrenden Wettbewerbs ist es, die Produzenten zu Höchstleistungen bezüglich Kirschenqualität anzuspornen. Die moderne Kirschenanlage von Peter und Janine Hagenbuch ist witterungsgeschützt gegen Hagel und Regen sowie mit Netzen gegen Vögel und gegen den neuen aggressiven Schädling Kirschessigfliege und zeigt sich zu Beginn der Ernte in einem hervorragenden Zustand. Das wüchsig, warme Wetter der letzten Wochen hatte einen positiven Einfluss auf das Wachstum und die Gesundheit der Früchte, dementsprechend darf man sich nun auf schöne, grosse und aromatische Kirschen aus der Region freuen.


Herausfordernd war die Witterung im Mai mit gewittrigen Regenfällen und örtlichen Hagelschlägen. Speziell in diesem Jahr zeigt der Witterungsschutz mit Regendachfolie und Hagelschutznetzen seine Notwendigkeit die Kulturen und die Ernte zu schützen. Dementsprechend darf man sich nun auf schöne, grosse und aromatische Kirschen freuen, knapp 2 Wochen früher als im Vorjahr.


Kirschenproduzenten erwarten ein sehr gutes Erntejahr 2022

Die Kirschenproduzenten erwarten in diesem Jahr in allen Anbaugebieten der Schweiz mit über 2'500 Tonnen Tafelkirschen eine gute Ernte. Diese liegt um 20 Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahr. Knapp jede zweite Tafelkirsche wird in den Nordwestschweizerkantone Aargau, Baselland und Solothurn geerntet.


Im Aargau erwarten die rund 100 Kirschenproduzenten 0.6 Millionen Kilogramm Tafelkirschen, 200 Tonnen Konservenkirschen, die mehrheitlich mechanisch geerntet werden, sowie 300 bis 400 Tonnen Brennkirschen.


Die bereits begonnene, noch rund drei bis vier Wochen dauernde, gute Kirschenernte sei der Lohn für die Investition in den kapitalintensiven, witterungsgeschützten modernen Kirschenanbau, meint der Betriebsleiter Peter Hagenbuch, der auf über einem Fussballfeld grossen Fläche Tafelkirschen nach den Richtlinien des biologischen Landbaus produziert.


Obwohl dieses Jahr die schönsten und Besten Kirschen nicht aus dem Chriesiland Fricktal kommen, hat der Aargauer Kirschenanbau eine starke Verbreitung noch im Zurzibiet und dann in Einzelbetrieben im Aargauer Seetal, Freiamt, Bözberg und Wiliberg.

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