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Temporäre Asylunterkunft in Birmenstorf geht Anfang März 2023 in Betrieb

  • Autorenbild: Kanton Aargau
    Kanton Aargau
  • 9. Feb. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Der anhaltend hohe Zustrom von Geflüchteten macht die Eröffnung einer weiteren unterirdischen Unterkunft notwendig. Nach der Geschützten Operationsstelle Muri (GOPS Muri) im Dezember 2022 nimmt der Kantonale Sozialdienst am 6. März 2023 eine Unterkunft in Birmenstorf im ehemaligen Sanitätsposten in Betrieb. Für die interessierte Öffentlichkeit besteht am 4. März 2023 von 10 bis 12 Uhr eine Besichtigungsmöglichkeit.

Symbolbild von Matthias Koranzki / pixelio.de


Aufgrund hoher Zuweisungszahlen des Staatssekretariats für Migration (SEM) sind die Kapazitäten in kommunalen und kantonalen Unterkünften nahezu erschöpft. Deshalb hatte der Regierungsrat des Kantons Aargau Mitte Januar die Notlage im Asylwesen ausgerufen und eine Notverordnung erlassen, mit der Gemeinden verpflichtet werden können, Anlagen für die Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung zu stellen. Mit der Notunterkunft in Birmenstorf (im ehemaligen Sanitätsposten) wird am 6. März 2023 die erste Anlage seit Bestehen der Notlage in Betrieb genommen. Darin können bis zu 200 Personen untergebracht werden. Da die unterirdische Unterbringung für geflüchtete Personen über eine längere Dauer nicht geeignet ist, sollen solche Unterkünfte nur so lange wie nötig betrieben werden. Kanton und Gemeinden suchen deshalb weiterhin neue Unterkünfte, um zusätzliche Plätze zu schaffen.


Betrieb durch ORS Service AG

Die Betreuung der Geflüchteten übernimmt die ORS Service AG. In einer ersten Phase unterstützt die Zivilschutzorganisation Baden (ZSO Baden) mit rund zehn Zivilschützern den Betrieb. Diese können beispielsweise Hilfe leisten bei der Abdeckung von Nacht- und Brandwachen, beim Catering oder bei Transportdiensten.

Informationsanlass für die Bevölkerung

Am 4. März 2023 von 10 bis 12 Uhr findet ein Informations- und Begehungsanlass für die Bevölkerung statt. Vertreterinnen und Vertreter des Kantonalen Sozialdienstes (KSD), der Abteilung für Militär und Bevölkerungsschutz, der ORS Service AG sowie der Gemeinde Birmenstorf werden vor Ort sein und Auskunft über den Betrieb der Unterkunft geben.


Weitere Notunterkünfte

Neben Birmenstorf werden in den nächsten Wochen auch in Lenzburg und Aarau Schutzbauten für den Betrieb vorbereitet. Zusammen bieten diese drei Anlagen 560 Unterkunftsplätze.


Sollten die hohen Zuweisungen anhalten und diese drei Unterkünfte nicht ausreichen, so stehen in den Gemeinden Obersiggenthal, Gränichen, Leuggern und Oftringen weitere Schutzbauten zur Verfügung, die gemäss Notverordnung als Unterkünfte infrage kommen. Diese Unterkünfte sind Teil der Planung des KSD. Die Behörden der vier neuen Standortgemeinden sind vom KSD über die mögliche Entwicklung informiert worden.

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