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Strengelbach: Viele Verletzte und Chemiewehr-Einsatz wegen Blausäure

  • Autorenbild: KAPO AG
    KAPO AG
  • vor 42 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Am Freitagmorgen fanden Einsatzkräfte in einer Wohnung in Strengelbach einen verstorbenen Mann vor. Dabei stiessen sie auf Blausäure. Zehn Personen zeigten in der Folge Vergiftungssymptome und wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht. Für die Bevölkerung bestand keine unmittelbare Gefahr. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung; nach ersten Erkenntnissen steht ein Suizid im Vordergrund.


Kapo AG / Kathrin Wettstein


Foto von CDC auf unsplash.com
Foto von CDC auf unsplash.com

Am Freitag, 29. Mai 2026, ging kurz nach 08.00 Uhr die Meldung über einen Todesfall in Strengelbach ein. Die ausgerückten Einsatzkräfte fanden in einer Wohnung am Meisenweg einen leblosen Mann vor. Bei den weiteren Abklärungen stiessen sie auf eine zunächst unbekannte chemische Substanz.


Wenig später äusserten zwei Angehörige des Verstorbenen, zwei Mitarbeitende des Rettungsdienstes sowie drei Angehörige der Polizei Atembeschwerden, Übelkeit und weitere Vergiftungssymptome. Ambulanzen brachten die Betroffenen zur Kontrolle ins Spital. Im weiteren Verlauf zeigten auch drei Anwohnerinnen – zwei Frauen und ein Kind – entsprechende Symptome. Auch sie wurden zur medizinischen Kontrolle ins Spital gebracht.


Die Feuerwehr Strengelbach sperrte das Gebiet rasch grossräumig ab und leitete den Verkehr um. Für die Bevölkerung bestand keine unmittelbare Gefahr.


Abklärungen ergaben später, dass es sich bei der chemischen Substanz um Blausäure handelte. Die Umstände vor Ort und die bisherigen Erkenntnisse deuten auf einen Suizid hin.


Nebst der Kantonspolizei, der Regionalpolizei Zofingen und der Feuerwehr Strengelbach standen die Chemiewehr, das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement (KKE), das Institut für Rechtsmedizin sowie mehrere Ambulanzen während mehrerer Stunden im Einsatz.


Kurz nach 16.00 Uhr konnten die betroffenen Wohnungen im Mehrfamilienhaus wieder freigegeben und die Verkehrsumleitung aufgehoben werden. Bis auf eine Person konnten inzwischen sämtliche Betroffenen das Spital wieder verlassen.


Ebenfalls vor Ort eröffnete die zuständige Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eine Untersuchung. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an.

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