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Starrkirch-Wil: Im Säli-Schlössli beginnt eine neue Ära

Frischer Wind im Säli-Schlössli ob Olten: Am 6. April lancieren Hülya und Hüseyin Gök eine neue Ära auf dem Berg. Die erfahrene Gastrofachfrau und ihr Team setzen auf regionale und saisonale Produkte und streichen die bisher geltende Selbstbedienung. «Unsere Gäste sollen hier geniessen und sich verwöhnen lassen dürfen», sagt die neue Geschäftsführerin.


Jürg Mosimann / chilimedia GmbH

Hüseyin und Hülya Gök übernehmen. Foto zVg.


Hülya Gök nutzt den März, um sich im Säli-Schlössli einzuarbeiten, um zu «schnuppern» und sich vom bisherigen Pächter Jürg Mosimann in die eine oder andere Besonderheit einweihen zu lassen, die beim Wirten hier oben zu berücksichtigen ist. Ab dem 28. März bleibt das Restaurant für einige Tage zu, bevor die neue Chefin und ihr Team am 6. April, einem Mittwoch, ihre eigene Geschichte schreiben werden. Ein Kapitel hat sie schon mal verfasst, als sie hier vor Jahren während acht Monaten als Serviceangestellte gearbeitet hat. «Den Wunsch, selber mal einen Gastrobetrieb zu führen, hatte ich schon immer», erzählt die 49-jährige Wangnerin. Als Hülya Gök vor einem Jahr das Inserat der Bürgergemeinde Olten las, die einen Nachfolger für Mosimann suchte, liess sie der Gedanke ans Säli-Schlössli nicht mehr los. Entsprechend gross ist nun bei ihr und ihrem Mann Hüseyin die Vorfreude.


Künftig mit Bedienung

Beim Start stellt das neue Wirtepaar nicht gleich alles auf den Kopf, sondern übernimmt viel Bewährtes, auch drei Angestellte, von seinem Vorgänger. Auch die Öffnungszeiten bleiben unverändert, jeweils mittwochs bis sonntags, ab 10 Uhr. Ausflügler, Biker, Wandernde und Familien sollen im Säli-Schlössli willkommen sein, einfach alle, die sich hoch oben über Olten, aber bekanntlich auf Starrkirch-Wiler Boden, verwöhnen lassen möchten. Natürlich soll das Schlössli auch künftig die richtige Location sein für Geburtstags- oder Familienfeste, Firmenfeiern oder Hochzeiten.


Mit dem Pächterwechsel wegfallen wird die Selbstbedienung. «Unsere Gäste sollen einfach zurücklehnen und geniessen können», erklärt die neue Chefin. Sie hat die Gastronomie quasi im Blut, führt ihre Familie doch seit Jahrzehnten das Restaurant Bahnhof in Wangen. Dort machte sie ihre ersten Schritte im Service, erlangte später das Wirtepatent und sammelte reichlich Erfahrung als Servicefachfrau an besten Adressen in der Region: Zuletzt während fünf Jahren im «Kreuz» in Kappel, vorher in der «Schmiedstube» in Niedergösgen oder im Trimbacher «Isebähnli».


Hülya Gök wird denn auch an der Front stehen, unterstützt von ihrem Mann. Wenn die Besucherinnen und Besucher rege auf den Berg pilgern, kann das Gastgeberpaar auf Aushilfspersonal zählen, an den Wochenenden auch auf seine beiden Töchter.


Viel Köstliches aus der Region

Die Schlossküche prägen sollen regionale und saisonale Produkte, zubereitet von einem erfahrenen Koch. Die bisherige Karte wollen die beiden ein wenig erweitern, von der Bratwurst über den Wurst-Käse-Salat und den Fitnessteller bis hin zum Cordon-Bleu soll frische, währschafte Kost serviert werden, damit auch Wandersleute ihren Hunger stillen können. «Wir sind flexibel, möchten aber auch erst einmal testen, welches die Bedürfnisse unserer Gäste sind», sagen die beiden. Wert legt Hülya Gök auch auf die Feststellung, dass fast ausnahmslos regionale Lieferanten berücksichtigt werden, vom Dreitannenbier über die «Kalte Lust», den Kaffeelieferanten aus Gretzenbach oder das Fleisch, welches sie vom Biohof Scheibler in Oftringen beziehen. Auch wer vegetarische Kost bevorzugt, soll auf seine Kosten kommen. Zur Eröffnung hat das neue Wirtepaar nichts Spezielles geplant. «Wir möchten erst hier oben ankommen und tagtäglich einen guten Job machen, damit sich unsere Gäste wohl fühlen», erklärt Hülya Gök.


Mosimann: Mission erfüllt

Seine sich selber auferlegte Mission als «erfüllt» betrachtet der scheidende Pächter, Jürg Mosimann. Nach insgesamt sechs Jahren auf dem Berg, wovon seit September 2018 als selbstständiger Gastgeber, begibt er sich nach dem 27. März in den endgültigen Ruhestand. Es sei ihm gelungen, dem Säli-Schlössli wieder jenen Hauch einzuflüstern, wie er selber es in seiner Kindheit, als Ausflugs- und Familienrestaurant bei der legendären Familie Kälin von 1953 bis 1973, habe erleben dürfen. «Das Säli-Schlössli erfreut sich heute wieder einer grossen Beliebtheit und wirtschaftet sehr erfolgreich», bilanziert der 68-Jährige sein Schaffen. Dies sei auch dank dem Motto «frisch, saisonal und regional» der Fall gewesen. Nun sei es ihm eine Freude, diesen wunderbaren Ort in jüngere Hände zu übergeben.

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