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Sensation: Grippe-Impfung reduziert Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken

Menschen über 65 Jahren sollten sich impfen lassen, um ihr Risiko zu reduzieren, an Demenz zu erkranken, speziell an Alzheimer. Ob gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Herpes oder Gürtelrose: All diese Impfungen wirken sich positiv auf das Gedächtnis aus, sagen Forscher der University of Texas Health. Zunächst haben sie festgestellt, dass Menschen, die einmal oder mehrere Male gegen Grippe geimpft worden waren, im Vergleich zu ihren ungeimpften Altersgenossen ein um 40 Prozent geringeres Risiko hatten, an Alzheimer zu erkranken.


pte.

Älteres Paar: Impfen hilft, die geistige Gesundheit langfristig zu erhalten. Werner Wind / pixelio.de


"Wir fragten uns daraufhin, ob genau dieser Impfstoff die Ursache ist", sagt der Neurologe Paul Schulz. Er hat daraufhin eine groß angelegte rückblickende Studie mit Probanden initiiert, die zu Beginn der achtjährigen Nachbeobachtungszeit keine Demenz hatten und mindestens 65 Jahre alt waren. Die Forscher haben dann in der Folge zwei ähnliche Gruppen analysiert. Eine davon hatte in dieser Zeit Impfungen gegen Keuchhusten, Herpes oder Pneumokokken erhalten, die andere nicht.


Am effektivsten erwies sich, nach dem Grippeschutz, die Keuchhusten-Impfung, sie reduzierte das Erkrankungsrisiko für Alzheimer um 30 Prozent. Die beiden anderen Impfungen reduzierten das Risiko um 25 bis 27 Prozent. "Diese Daten zeigen, dass mehrere Impfstoffe für Erwachsene besonders wirksam sind", unterstreicht Schulz.

Aktiviertes Immunsystem mit Folgen

Obwohl die Studie keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Alzheimer nahelegt, haben die Forscher eine Hypothese, warum Impfungen zum Schutz vor der Krankheit beitragen könnten. "Wir vermuten, dass das verringerte Alzheimer-Risiko, das mit Impfstoffen einhergeht, wahrscheinlich auf eine Kombination von Mechanismen zurückzuführen ist", sagt Avram Bukhbinder, einer der Co-Autoren der Studie.


"Impfstoffe können die Art und Weise verändern, wie das Immunsystem auf die Anhäufung toxischer Proteine reagiert, die zur Alzheimer-Krankheit beitragen, indem sie beispielsweise die Effizienz der Immunzellen bei der Beseitigung der toxischen Proteine verbessern oder die Immunantwort auf diese Proteine verfeinern, so dass Kollateralschäden an nahegelegenen gesunden Gehirnzellen verringert werden." Das lässt sich allerdings nicht so einfach belegen. Man müsste Menschen Impfungen vorenthalten, um die Zusammenhänge genauer zu erforschen. Doch das sei aus ethischen Gründen nicht möglich.

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