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Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse steigen

Die massiven Preissteigerungen aufgrund der zweistelligen Inflationsrate haben landwirtschaftliche Produkte in Deutschland im September binnen Jahresfrist um 39,4 Prozent teurer gemacht. Im August hatte die Veränderungsrate bei plus 34,5 Prozent gelegen, im Juli bei plus 33,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das ist einer der Gründe, weshalb Einkaufstourismus für Schweizerinnen und Schweizer in Deutschland unattraktiver wird.

Symbolbild von Marion Streiff / pixabay.com


Gurken 48 Prozent teurer

Die Preise sind im September gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent gestiegen. Jene für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit plus 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als für tierische Erzeugnisse (plus 49,1 Prozent). Im August 2022 hatte die Veränderungsrate für pflanzliche Erzeugnisse bei plus 21,3 Prozent und für tierische Erzeugnisse bei plus 44,1 Prozent gelegen.


Der Preisanstieg bei pflanzlichen Produkten ist laut den Wiesbadener Statistikern unter anderem auf die Getreidepreise zurückzuführen. Im September lag der Preisanstieg bei Getreide um 41 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im August hatte die Preissteigerung 39,7 Prozent betragen. Die Erzeugerpreise für Obst waren im September um 4,7 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr.


Beim Gemüse (plus 22,8 Prozent gegenüber September 2021) stiegen insbesondere die Preise für Gurken (plus 48 Prozent), Blumenkohl (plus 29,2 Prozent) und Kohlgemüse (plus 24,5 Prozent). Der Preisanstieg für Speisekartoffeln betrug im September im Vergleich zum Vorjahresmonat plus 73 Prozent.

Schweine kosten 63 Prozent mehr

Tierische Erzeugnisse kosteten binnen Jahresfrist im September um 49,1 Prozent mehr. Der Milchpreis lag im September um 57,5 Prozent über dem Vorjahresmonat; im August 2022 waren es plus 55,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Juli hatte der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erstmals bei über 50 Prozent gelegen.


Bei den Preisen für Tiere gab es im September einen Preisanstieg von 43 Prozent im Vergleich zum September 2021. Im August hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 35,5 Prozent betragen. Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine im September 2022 um 63,1 Prozent.


Die Preissteigerung bei Rindern betrug 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Geflügel lagen im September um 35,5 Prozent höher als im September 2021. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere höhere Preise für Hähnchen (plus 37,8 Prozent).

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