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Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg in Gränichen soll saniert und ausgebaut werden

Der Kanton Aargau hat bei der Standortgemeinde Gränichen das Baugesuch für FutureLIEBEGG am 30. Juni 2026 eingereicht. Mit dem Projekt soll das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg (LZL) umfassend erneuert und gezielt erweitert werden. Vorgesehen sind ein neues Schulgebäude, die Erneuerung des bestehenden Hauptgebäudes sowie ein neuer Milchviehstall für den Ausbildungs- und Versuchsbetrieb.


Visualisierung Ausbildungs- und Versuchsbetrieb des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg aus der Vogelperspektive.  Illustration: OVI Images GmbH, Baden (zVg. vom Kanton Aargau)
Visualisierung Ausbildungs- und Versuchsbetrieb des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg aus der Vogelperspektive. Illustration: OVI Images GmbH, Baden (zVg. vom Kanton Aargau)

Der Kanton Aargau zählt zu den fünf grössten Agrarkantonen der Schweiz, wobei das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg (LZL) als einziges Kompetenzzentrum für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung im Kanton weiter gestärkt und an zukünftige Entwicklungen angepasst werden soll. Die bestehenden Gebäude stammen mehrheitlich aus den Jahren 1956/57 und genügen den heutigen räumlichen, betrieblichen und baulichen Anforderungen nicht mehr. Gleichzeitig ist die Zahl der Lernenden in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Im Schuljahr 2025/26 besuchten 421 Lernende das LZL. Die Anlage wurde für maximal 250 Lernende konzipiert und genügt heute nicht mehr.


Umfassende Erneuerung des Standorts


Mit dem Projekt FutureLIEBEGG reagiert der Kanton Aargau auf diesen Handlungsbedarf mit einer geplanten Ertüchtigung des Standorts. Auf dem Campus ist ein neues Schulgebäude vorgesehen. Das bestehende Hauptgebäude soll erneuert und weiterhin für Unterricht, Verwaltung, Verpflegung und Unterkunft genutzt werden. Für den alten Milchviehstall am Ausbildungs- und Versuchsbetrieb ist ein Ersatzneubau geplant. Das alte Melkerhaus "Liebegg 7" soll saniert und als künftiges Betriebsleiterhaus in die Gesamtentwicklung einbezogen werden. Die Baubewilligung für das alte Melkerhaus liegt bereits vor.


"Mit dem nun geplanten Bauprojekt wollen wir die Voraussetzungen schaffen, dass das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg auch in Zukunft ein starker Bildungs-, Kompetenz- und Innovationsstandort für die Land- und Ernährungswirtschaft im Kanton Aargau bleibt", sagt Regierungsrat und Landwirtschaftsdirektor Dr. Markus Dieth.


Meilensteine im Projekt


2022 erstellte das Departement Finanzen und Ressourcen (DFR) eine Machbarkeitsstudie, wonach der Regierungsrat 2023 einen Planungskredit von 1,97 Millionen Franken für die Gesamtsanierung des LZL bewilligte. Das Generalplanerteam ARGE Schneider & Schneider / Kollektiv Marudo gewann das Auswahlverfahren und entwickelte ein Vorprojekt. Der Grosse Rat beschloss dazu am 26. August 2025 einen Projektierungskredit von 9,17 Millionen Franken. Mit der Einreichung des Baugesuchs bei der Gemeinde Gränichen wird nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Das Baugesuch wird bereits zum jetzigen Zeitpunkt eingereicht, damit der vorgesehene Zeitplan eingehalten werden kann. Parallel zu diesem Baubewilligungsverfahren erfolgt auf kantonaler Ebene die Kreditgenehmigung durch den Grossen Rat. Der Entscheid für den Ausführungskredit ist für Winter 2026 geplant.


Vorhaben Infrastruktur Areal Liebegg


Parallel zur Sanierung des LZL plant der Kanton mit dem Projekt "Infrastruktur Areal Liebegg" eine zukunftsgerichtete Erneuerung der Wärme- und Stromversorgung des gesamten Areals einschliesslich Schloss Liebegg, um vorhandene Synergien optimal zu nutzen. Dieses Vorhaben wird dem Grossen Rat zeitgleich mit dem Verpflichtungskredit zur Sanierung der Gebäude zum Beschluss vorgelegt.

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