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Home-Office ist Erfolgsmodell, wenn man es richtig macht

  • Autorenbild: pressetext.ch
    pressetext.ch
  • vor 1 Stunde
  • 2 Min. Lesezeit

Home-Office-Modelle bieten Unternehmen erhebliche Vorteile, insbesondere in Bezug auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter und die Personalbeschaffung. Das zeigt eine Umfrage der University of Birmingham und der London School of Economics unter mehr als 800 britischen Unternehmen. Probleme dabei seien in erster Linie auf Fehler bei der Führung und Koordination von Remote-Teams zurückzuführen und nicht auf das Home-Office an sich. Das schließen die Autoren aus Erfahrungen von Firmen, die frühzeitig auf Remote-Arbeit umgestellt, in Schulungen investiert und maßgeschneiderte Management-Praktiken eingeführt haben. Diese Gesellschaften berichteten häufiger von Vorteilen und Produktivitätssteigerungen.


pte.


Symbolbild von Collov Home Design / Unsplash.com
Symbolbild von Collov Home Design / Unsplash.com

Nur 16 Prozent verzichten


88 Prozent der befragten Unternehmen haben in der COVID-19-Pandemie erfolgreich auf Remote-Arbeit umgestellt. Die meisten davon behielten seither ihre Remote- und Hybrid-Arbeitsmodelle bei oder weiteten diese sogar noch aus. Nur 16 Prozent haben die Remote-Arbeit vollständig eingestellt. "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass flexibles Arbeiten nicht mehr nur eine vorübergehende Krisenreaktion ist, sondern einen langfristigen strukturellen Wandel in der Arbeitsweise britischer Unternehmen darstellt", so der Birminghamer Forscher Davide Rigo.


Er und seine Kollegen haben festgestellt, dass sich hybrides Arbeiten zum vorherrschenden Modell entwickelt hat. Insgesamt hat sich der Anteil der britischen Arbeitnehmer, die regelmäßig im Home-Office arbeiten, seit 2019 verdoppelt, wodurch Großbritannien in Europa eine Vorreiterrolle bei flexiblen Arbeitsmodellen einnimmt. Die Hälfte der Unternehmen, die Remote-Arbeit zulassen, gestehen ihren Mitarbeitern ein bis zwei Tage Home-Office pro Woche zu. In jedem vierten Unternehmen sind es sogar drei bis vier Tage in der Woche.


Produktivität steigt sichtbar


Starke Management-Praktiken, eine frühzeitige Einführung und gezielte Schulungen erweisen sich laut den Wissenschaftlern als entscheidend dafür, dass Unternehmen Produktivitätssteigerungen durch Remote- und hybrides Arbeiten erzielen. So meldeten Unternehmen, die in systematische Schulungen investierten, mehr als doppelt so häufig Produktivitätssteigerungen (42 gegenüber 20 Prozent). Frühe Anwender von Remote-Arbeit (vor 2020) berichteten von den höchsten positiven Effekten auf die Produktivität (42 Prozent) und den geringsten negativen Folgen (21 Prozent). Zudem erfuhren 32 Prozent der Firmen mit etablierten Management-Praktiken Produktivitätssteigerungen, verglichen mit 20 Prozent derjenigen ohne.

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