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Gretzenbach: Oltner Unternehmen fördert Kreislaufwirtschaft

Die STA Strassen- und Tiefbau AG Olten projektiert im Industriegebiet von Gretzenbach einen Materialaufbereitungs- und Verwertungsplatz für verschiedenste Baustoffe. Mit dem „MAP Tüberten“ will das Unternehmen ein Zeichen setzen in der ökologischen Materialwirtschaft. Es schliesst damit den Werkstoffkreislauf seiner regionalen Bautätigkeit und optimiert die Transportwege. Die kantonalen und kommunalen Behörden haben dem Gestaltungsplan zugestimmt, der zurzeit zur Mitwirkung durch die Bevölkerung aufliegt.


andreas stettler kommunikation

Mit dem geplanten Materialaufbereitung- und Verwertungsplatz (MAP) Tüberten im Gretzenbacher Industriequartier will die STA Strassen- und Tiefbau AG Bauabfälle, LKW-Fahrten, Lärm und Schmutz nachhaltig reduzieren. Visualisierung zVg. von STA AG


Die STA AG hat das Grundstück an der Gütertrasse mit dem Ziel erworben, sämtliche Baustoffe aus ihren eigenen Baustellen und von Dritten zu rezyklieren und für die Wiederverwendung aufzubereiten respektive zu veredeln. Dazu gehören Aushub- und Abbruchmaterial, Felsabbruch, Kies, Schotter, Beton-, Asphalt- und Mischabbruch. Dadurch werden Ressourcen und Deponievolumen geschont.


Der MAP liegt in der Industriezone (Arbeitszone A1) von Gretzenbach, südlich des AKW Gösgen, an der Grenze zum Däniker Gemeindegebiet. Zurzeit wird das Grundstück als Zwischenlager für nicht verschmutzte Baumaterialien genutzt. Bis Ende Februar läuft noch das öffentliche Mitwirkungsverfahren, danach geht das Projekt in die öffentliche Auflage durch die Gemeinde Gretzenbach. Im besten Fall kann die Bauherrin Ende März mit der Projektierung und im Herbst 2021 mit den rund einjährigen Bauarbeiten beginnen.


Umweltverträglichkeit erfüllt

Die STA AG kann zusammen mit ihrem Mutterunternehmen, der Marti Solothurn AG, viel Erfahrung in der Aufbereitung und Verwertung von Rohstoffen vorweisen. Im Recycling von Baustoffen hat die Firma bereits umfassende Kenntnisse, möchte diese jedoch mit der Erstellung des MAP Tüberten weiterentwickeln und damit einen Beitrag zur regionalen, nachhaltigen Nutzung solcher Ressourcen leisten. Dies, und die allgemeine Umweltverträglichkeit des Projekts attestiert der vom Kanton Solothurn bereits genehmigte Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) eines spezialisierten Ingenieurbüros.


«Die Bauherrschaft hat uns als Gemeindebehörde sehr offen und sachlich über das Projekt informiert. Wir haben auch zwei solche Anlagen im Raum Solothurn besichtigt, um uns ein Bild machen zu können.»

Daniel Cartier, Gemeindepräsident Gretzenbach


Material sortieren, lagern und aufbereiten

Der geplante Arealausbau beinhaltet in einer ersten Phase primär die Trockenaufbereitung (Brechen und Sieben) von Auf- und Abbruchmaterial sowie die dazu notwendigen Umschlags- und Lagerungsmöglichkeiten. Ebenfalls neu gebaut werden Büro- und Aufenthaltsräume, ein Containerlager, eine Dosier- und Verladestation und eine Radwaschanlage. Mittelfristig sollen auch Verwertungs- und Veredelungsanlagen wie ein Mischwerk und eine Nassaufbereitung dazukommen. Ziel der STA ist es, mit dem Material aus dem MAP Tüberten eines Tages sämtliche Arbeitsschritte im Strassenbau abzudecken. Dadurch wird das Unternehmen seinen gesamten Materialfluss optimieren und auf zahlreiche bisherige Transportfahrten verzichten können.


Erschliessung durch Strasse und Bahn

Die Logistik ist ein zentraler Treiber für das Projekt in Gretzenbach. Die Anlage generiert zu und vom Aufbereitungsplatz Fahrten; im lokalen und regionalen Marktgebiet der STA werden es jedoch deutlich weniger sein, weil der Materialfluss effizienter wird. Däniken und Gretzenbach werden dabei kaum tangiert, weil sich der MAP im bestehenden Industrie- und Gewerbegebiet befindet und die beiden Dörfer via Güterstrasse weitgehend umfahren werden.


Eine grosse Chance für eine weitere Reduktion der LKW-Fahrten bietet der Gleisanschluss des Grundstücks. Je nach Materialtyp, Marktentwicklung und der Bereitschaft von Kunden, per Bahn beliefert zu werden, könnte künftig ein markanter Teil der Transporte auf der Schiene abgewickelt werden.


«Der Standort des MAP im Tüberten ist für die Entwicklung der STA AG ein grosse Chance. Nachhaltiges Handeln bezüglich Verkehr, Schmutz und Lärm hat für uns oberste Priorität.»

Michael Schüpbach, Geschäftsführer STA AG

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