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Schweizer Exporte im Mai regelrecht explodiert

Die Schweizer Exporte legten im Mai 2026 saisonbereinigt - nach der Stagnation im Vormonat - um 13,4 Prozent zu(real: +5,0 Prozent) und erreichten 25,4 Milliarden Franken, dem höchsten Ergebnis seit März 2025. Seit einem Jahr bewegen sie sich insgesamt seitwärts. Auch die Importe verzeichneten gegenüber dem Vormonat ein Wachstum. Sie stiegen um 3,4 Prozent (real: +0,2 Prozent) auf 19,8 Milliarden Franken. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 5,6 Milliarden Franken, dem höchsten Wert der letzten zwölf Monate.


Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit / soaktuell.ch


Symbolbild von Gerd Altmann / pixelio.de
Symbolbild von Gerd Altmann / pixelio.de

Chemie-Pharma legt im Mai um 2,8 Milliarden Franken zu. Im Mai 2026 war die eine Hälfte der Sparten im Plus, die andere im Minus. Das Exportwachstum ist jedoch hauptsächlich auf die chemisch-pharmazeutischen Erzeugnisse zurückzuführen, die binnen Monatsfrist um 25,7 Prozent oder 2,8 Milliarden Franken zunahmen. Zum positiven Ergebnis trugen die Subgruppen Antisera und Vaccine, pharmazeutische Grundstoffe sowie chemische Erzeugnisse bei.


Auch die Bijouterie und Juwelierwaren, der elektrische Strom sowie die Maschinen, Elektronik und Apparate erbrachten zusammen einen Mehrumsatz von 255 Millionen Franken. Demgegenüber gingen die Ausfuhren von Uhren um 4,0 Prozent zurück; die Sparte bewegt sich seit Dezember 2025 insgesamt seitwärts.


Exporte nach Europa legen stark zu


Zwei der wichtigsten Absatzmärkte entwickelten sich positiv. Am stärksten legten die Exporte nach Europa (+18,5 Prozent bzw. 2,3 Milliarden Franken) zu. Besonders die Ausfuhren nach Slowenien haben sich mit einem Plus von 1,5 Milliarden Franken mehr als verdoppelt. Ferner nahmen unter anderem die Lieferungen nach Frankreich, Belgien und Österreich kumuliert um 672 Millionen Franken zu.


Die Ausfuhren nach Nordamerika stiegen um einen Zehntel bzw. 406 Millionen Franken (USA: +11,5 Prozent).


Die Exporte nach Asien stagnierten zwar insgesamt, wobei die Vereinigten Arabischen Emirate (+23,3 Prozent), Japan (+9,6 Prozent) sowie Südkorea (+7,8 Prozent) Ausnahmen sind und beachtlich stiegen.


Kurz: Man kann anhand der Zahlen sehr gut feststellen, dass eine Verlagerung der Schweizer Exportwirtschaft in "neue Märkte" ausserhalb der USA stattfindet und man im Handel mit den USA nur noch das tut, was sinnvoll und machbar ist.

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