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Wie Spannungen mit den USA auch die Schweizer Social-Media-Landschaft 2025 umpflügen

  • Autorenbild: Redaktion soaktuell.ch
    Redaktion soaktuell.ch
  • 27. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Schweizer Social-Media-Nutzung erreicht 2025 einen Wendepunkt. Während etablierte US-Giganten wie Facebook und Instagram mit Sättigung und politischem Misstrauen kämpfen, profitieren Nischenplayer und dezentrale Alternativen von einer neuen Sehnsucht nach digitaler Souveränität.


Mit KI generierte Illustration.
Mit KI generierte Illustration.

Das Jahr 2025 markiert in der Schweiz das Ende der blinden Loyalität gegenüber den grossen Plattformen aus dem Silicon Valley. Geopolitische Reibereien und eine zunehmend aggressive US-Tech-Politik haben Spuren hinterlassen. Schweizer Nutzerinnen und Nutzer reagieren sensibler denn je auf die Frage, wo ihre Daten liegen und wer die Algorithmen kontrolliert.


Die Rangliste der Plattformen:

Wer gewinnt, wer verliert 2025? Basierend auf den aktuellsten Daten für das Jahr 2025 zeigt sich ein differenziertes Bild der Nutzerzahlen (monatlich aktive Nutzer in der Schweiz):


  1. LinkedIn 5,3 Mio. Nutzer, stark steigend

  2. Instagram 4,2 Mio. Nutzer, stabil/leicht steigend

  3. TikTok 2,8 Mio. Nutzer, steigend

  4. Facebook 2,6 Mio. Nutzer, stark sinkend

  5. Pinterest 2,6 Mio. Nutzer, stabil

  6. Telegram 2,2 Mio. Nutzer, steigend

  7. Bluesky 0,4 Mio. Nutzer, massives Wachstum

Die grossen Player unter Druck


  • LinkedIn hat sich überraschend an die Spitze gesetzt. In einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit und transatlantischer Spannungen nutzen Schweizer die Plattform nicht mehr nur zur Jobsuche, sondern als seriöse Informationsquelle.

  • Instagram bleibt zwar massentauglich, kämpft aber mit einer "Alterung" der Nutzerschaft; junge User wandern zunehmend ab.

  • TikTok ist politisch umstritten, dennoch dominant. Trotz der anhaltenden Debatten über die chinesische Muttergesellschaft ByteDance und mögliche US-Verbote bleibt TikTok in der Schweiz die Unterhaltungsplattform Nummer eins für die unter 25-Jährigen. Die Schweizer reagieren hier pragmatisch: Solange der Content stimmt, wird die politische Dimension oft ausgeblendet.

  • Facebook verliert weiter an Boden. Die Plattform wird zunehmend als "digitales Altersheim" wahrgenommen. Vor allem die Verstimmungen mit den USA – etwa durch abgeschaffte Faktenchecks oder intransparente Datenweitergabe – haben viele Schweizer dazu bewogen, ihre Konten stillzulegen oder nur noch für lokale Gruppen zu nutzen.


Der "USA-Effekt": Flucht in die Dezentralität


Besonders spannend ist die Reaktion auf die politische Grosswetterlage. Die Schweizer Nutzer zeigen eine wachsende Abneigung gegen die "algorithmische Bevormundung" durch US-Konzerne.


  • Bluesky ist der dezentrale Newcomer und verzeichnet 2025 das prozentual stärkste Wachstum. Viele Schweizer Journalisten, Politiker und Kulturschaffende sind von Elon Musks "X" (ehemals Twitter) zu Bluesky abgewandert. Man schätzt hier die Schweizer Tugend der Mitbestimmung durch offene Protokolle.

  • Telegram hat ihre Rolle als "Gegenöffentlichkeit" gefestigt. In der Schweiz wird sie massiv genutzt, um Informationen jenseits der grossen US-Mainstream-Feeds zu konsumieren – oft getrieben durch das Misstrauen gegenüber US-Regulierungen.


Fazit: Qualität vor Quantität


Die Schweizer User im Jahr 2025 sind "mündiger" geworden. Man ist nicht mehr einfach "überall", sondern wählt Kanäle gezielter aus. Während die USA-basierten Plattformen Meta (Facebook/Instagram) weiterhin die schiere Masse halten, findet die echte Debatte und Innovation aber zunehmend auf spezialisierten oder dezentralen Kanälen statt.


Auch die Internet-Zeitung soaktuell.ch ist nicht mehr auf "X", Facebook und Instagram zu lesen, sondern über Bluesky und Pinterest.

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