Staatssekretärin Helene Budliger Artieda hat gekündigt
Bundespräsident Guy Parmelin hat am 16. September 2026 den Bundesrat informiert, dass sich Staatssekretärin Helene Budliger Artieda entschieden hat, auf Ende März 2027 zurückzutreten. Für die Nachfolge wird eine Findungskommission eingesetzt.
WBF

Nach knapp fünf Jahren an der Spitze des SECO möchte Helene Budliger Artieda für die letzten Jahre ihrer beruflichen Laufbahn nochmals eine neue Herausforderung annehmen. Sie hat sich deshalb entschieden, auf den 31. März 2027 als Staatssekretärin zurückzutreten.
Helene Budliger Artieda übernahm ihre Funktion am 1. August 2022. In ihrer Amtszeit hat sie zahlreiche Freihandelsabkommen abgeschlossen. Mit dem Freihandelsabkommen mit Indien konnte 2025 eine bedeutende Lücke geschlossen werden. Gleichzeitig wurden neue Abkommen mit Thailand, Malaysia, dem Kosovo und den Mercosur-Staaten unterzeichnet. Im Sommer 2026 konnten zudem die Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen mit Vietnam sowie über modernisierte Abkommen mit dem Vereinigten Königreich und der Volksrepublik China erfolgreich abgeschlossen werden.
Bei den Verhandlungen mit den USA hat sie mit der Ausarbeitung der unverbindlichen Absichtserklärung und einem Zolldeckel von 15% seitens USA massgeblich zur Lösungsfindung beigetragen.
Zu ihren Erfolgen zählt ebenso die einvernehmliche Lösung zwischen den Sozialpartnern in den Verhandlungen zum Paket Schweiz – EU (Bilaterale III) wie auch die Lösung zu den staatlichen Beihilfen.
Helene Budliger Artieda begann ihre Laufbahn im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten 1985 und stieg von ersten Auslandseinsätzen in Nigeria, Kuba und den USA bis zur Ernennung zur ersten weiblichen Amtsdirektorin des EDA im Jahr 2008 auf. Von 2008 bis 2015 leitete sie die Direktion für Ressourcen, bevor sie als Schweizer Botschafterin in Südafrika sowie später in Thailand tätig war. Ihre Karriere im EDA prägte sie durch konsequente Modernisierung der Ressourcensteuerung und -verwaltung und durch den Aufbau starker bilateraler Beziehungen in mehreren Weltregionen.
Bundespräsident Parmelin bedauert den Entscheid sehr. Er bedankt sich schon jetzt für die wertvollen geleisteten Dienste. Er wird in den nächsten Wochen eine Findungskommission einsetzen. Zudem wird die Stelle ausgeschrieben.
Foto: Von Cancillería del Perú / wikimedia.org














Kommentare