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Sonnenrekord 2026: Glücklich ist, wer in Aargau-Solothurn schon eine PV-Anlage hat

vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit

Das Jahr 2026 geht als ein aussergewöhnlich sonnenreiches in die Geschichte ein. Bereits Mitte September haben weite Teile des Schweizer Mittellandes – und damit auch unsere Region Aargau-Solothurn – die durchschnittlichen Sonnenstunden eines ganzen Jahres erreicht. Das lässt bei den Besitzerinnen und Besitzern von Photovoltaik-Anlagen (PV) die Herzen höher schlagen. Ein Blick auf ein Wetterjahr der Superlative und die erfreulichen Folgen für die lokale Stromproduktion.



Gemäss aktuellen Auswertungen von MeteoNews und Meteorologen wie Quirin Beck zeichnet sich für 2026 ein absolutes Rekordjahr ab. Die Schweiz, einst stolz als «Wasserschloss Europas» betitelt, verwandelt sich zunehmend in eine «Sonnenstube».


Bemerkenswert ist in diesem Jahr vor allem die regionale Verteilung: Während einige Messstationen in den Alpen und auf der Alpensüdseite wie Chur, Sion oder Lugano erstaunlicherweise noch leicht unter ihrem langjährigen Jahresmittel liegen, präsentiert sich das Mittelland als der wahre Sonnengewinner. An Stationen in unserer erweiterten Nachbarschaft wie Basel, Bern, Luzern oder Zürich wurden bereits jetzt mehr Sonnenstunden registriert, als im langjährigen Durchschnitt während eines gesamten Jahres zusammenkommen.


Jagd auf den Allzeitrekord von 2022


Obwohl das Jahr noch dreieinhalb Monate andauert und die Tage nun laufend kürzer werden, schielen Experten bereits auf die Allzeitrekorde, die vielerorts im Hitzesommer 2022 aufgestellt wurden. Vergleicht man die bisher gemessenen Sonnenstunden mit den historischen Höchstwerten, fehlen über den Daumen gepeilt nur noch rund 200 bis 400 Sonnenstunden, um neue Superlative zu erreichen. Angesichts eines oft schönen und sonnigen Herbstbeginns in unserer Region ist dieses Szenario mehr als realistisch. Das Jahr 2026 dürfte nicht nur das wärmste, sondern auch das sonnigste Jahr seit Messbeginn werden.


Boomende Solarstromproduktion im Aargau und in Solothurn


Für die Kantone Aargau und Solothurn, die beide eine zentrale Rolle in der Schweizer Energieversorgung spielen und deren Bevölkerung stark auf den Ausbau von Sonnenenergie setzt, ist diese meteorologische Entwicklung ein wahrer Segen. Der Zubau von PV-Anlagen auf privaten Einfamilienhäusern, grossen landwirtschaftlichen Scheunen oder auf den weitläufigen Industriedächern zwischen Grenchen, Olten, Aarau bis Baden, hat in den letzten Jahren rasant zugenommen.


Dieses Jahr zahlt sich das Engagement für erneuerbare Energien doppelt aus. Man konnte ernten. PV-Anlagen laufen seit März 2026 im Hochbetrieb und verzeichnen absolute Maximalerträge. Da die gefürchtete herbstliche Hochnebeldecke über dem Mittelland bislang oft ausblieb oder sich schnell auflöste, produzierten die Panels fast ununterbrochen sauberen Strom.


Ein positiver Nebeneffekt: Gerade bei den etwas kühleren Temperaturen im Frühling und jetzt im September ist der technische Wirkungsgrad der Solarmodule besonders hoch. Wer seinen Strom selbst produziert, kann den grössten Teil des Eigenbedarfs mühelos decken und speist dieses Jahr enorme Mengen an überschüssigem Strom ins lokale Netz ein. Und wer clever war, konnte sich diesen Sommer eine riesige Strommenge auf seinem virtuellen Stromkonto bei www.stromkonto.ch ansparen. Strom, der jetzt dann, wenn die Nächte länger und die Tage düsterer werden, kostenlos bezogen werden kann. Das lässt die örtlichen Stromversorger buchstäblich alt aussehen.


Während die Sonnenscheindauer im Spätherbst unweigerlich abnimmt, blicken die Betreiber von Solaranlagen entspannt auf den kommenden Winter. Die Jahresbilanz 2026 ist bereits Mitte September übererfüllt. Alles, was jetzt bis Ende Jahr an Sonne noch kommt, ist quasi Bonus. 2026 wird als das ultimative PV-Jahr in die regionale Geschichte eingehen. In diesem Jahr hat die Sonne kräftig mitgeholfen, die PV-Anlagen in der Region Aargau-Solothurn so richtig zu amortisieren.



Symbolbild von Rajiv Bajaj / unsplash.com

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