top of page
  • Bluesky
  • Pinterest
soaktuell-logo-quer.png

PLAY Radio soaktuell.ch

NEU! Radio soaktuell.ch
Hören Sie das Begleitradio von soaktuell.ch für Aargau, Solothurn und die Schweiz. Mit Happy-Music, aktuellen Hit-Mixes und Oldies der 80er und 90er. Die Region im Ohr, die News im Auge. Zum Starten oben auf den Player klicken.

14-06-37-183_512.gif
Elite 8-Sponsoren:

Rémy Wyssmann will Bundesrat werden

vor 1 Stunde
3 Min. Lesezeit

In den letzten Tagen hagelte es Absagen, jetzt meldet sich ein zweiter Interessent für die Nachfolge von Guy Parmelin. Der Solothurner SVP-Kantonalpräsident Rémy Wyssmann ist erst seit 2023 im Nationalrat und gilt als umtriebiger Parlamentarier. An einer Medienkonferenz der SVP Kanton Solothurn stellte sich der Jurist und leidenschaftliche Bergler gleich selber vor. Da man nicht jeden Tag über eine Bundesratskandidatur aus dem Kanton Solothurn berichten kann, bringen wir hier sein Referat im vollen Wortlaut


SVP Kanton Solothurn



Rémy Wyssmann: "Ich verlange seit Jahren Transparenz vom Staat: dass die Finma dem Öffentlichkeitsprinzip untersteht, dass Steuerpflichtige ihre eigenen Akten erhalten, dass das Bundesverwaltungsgericht Rechenschaft ablegt, dass der Bund seine Beschaffungsverträge offenlegt — auch die für Impfstoffe. Wer Transparenz und Unabhängigkeit verlangt, schuldet das selber. Ich halte kein einziges Verwaltungsrats-, Stiftungsrats- oder vergleichbares Mandat und übe kein entgeltliches Mandat für ein Unternehmen, einen Verband oder eine Interessenorganisation aus. Mein Eintrag im Register der Interessenbindungen führt meine Kanzlei, zwei Berufsverbände, zwei Vereine und meine politischen Ämter. Ich müsste nichts abgeben, bevor ich anfangen kann, und es gibt kein Geschäft, bei dem ich in den Ausstand treten müsste.


Dasselbe gilt für meinen Beruf. Ich lege, falls gewünscht, rechtzeitig offen, wie ich meine Kanzlei übergebe, welche Beteiligung ich daran behalte und für welche Art von Klientschaft ich als Haftpflichtanwalt gearbeitet habe. Wer vom Staat offene Bücher verlangt, legt zuerst die eigenen auf den Tisch.


Departement und Sprachen


Ich erhebe keinen Anspruch auf ein bestimmtes Departement. Man übernimmt, was das Kollegium einem zuteilt, und arbeitet sich ein. Ich bin imstande, jedes Departement zu übernehmen. Am meisten beitragen könnte ich zweifellos im Justiz- und Polizeidepartement. Das ist mein Handwerk seit dreissig Jahren, dazu kommen sechs Jahre in der Justizkommission des Solothurner Kantonsrats.


Für das Verteidigungsdepartement stünde ich ebenso zur Verfügung. Ich war Unteroffizier und bin wegen eines Militär-Unfalls vorzeitig entlassen worden. Dass ich nicht mehr einrücken durfte, ärgert mich bis heute; es ist einer der Gründe für meine überwiesene Motion. Wer das VBS führt, muss die Armee nicht kommandiert haben. Aber er muss die Armee kennen und in der Lage sein, sie mit aller Effizienz wieder instand zu bringen, damit die Schweiz ihre bewaffnete Neutralität aufrechterhalten kann. Das kann sie heute nicht.


Der Bundesratssitz von Guy Parmelin war ein Westschweizer Sitz.


Meine Rekrutenschule habe ich im waadtländischen Bière absolviert, ebenso die Unteroffiziersschule. Abverdient habe ich auch im Kanton Waadt. Zuletzt war ich in einer Neuenburger Einheit eingeteilt, der Groupe obusier blindé 5. Meine Frau ist Bürgerin von Romainmôtier-Envy. Die Romandie beginnt im Kanton Solothurn. In Grenchen oder eben in Granges, wo das Rathaus bereits mit Hôtel de Ville angeschrieben ist. Das macht mich nicht zum Romand. Es verpflichtet mich aber, in dieser Sprache zu arbeiten und nicht bloss zu grüssen. Dazu bin ich in der Lage.


Sollte die SVP-Fraktion zum Schluss kommen, dass dieser Sitz in die Westschweiz gehört, trage ich das mit. Ich stelle mich zur Verfügung, damit sie ein Ticket aufstellen kann, das in jedem Fall wählbar ist. Diesen Entscheid fällen nicht die Kandidaten.


Ich stelle mich der SVP-Fraktion zur Verfügung und, wenn sie es will, der Vereinigten Bundesversammlung. Die Entscheidung liegt bei der Fraktion und bei der Vereinigten Bundesversammlung, und ich habe Respekt vor jeder Mitbewerberin und jedem Mitbewerber. Wer immer gewählt wird, übernimmt das Amt für das ganze Land. Fällt die Wahl auf mich, trete ich es in dem Wissen an, dass ich es eines Tages wieder abgebe. Es gehört mir nicht. Es gehört diesem Land.


Ich will nicht in die Geschichte eingehen. Ich will die Geschichte zugunsten der Schweiz, ihres Volkes und ihres Erfolgs fortschreiben. Ich will das Vertrauen in die Institutionen, die mir unterstehen würden, wiederherstellen. Ich würde mich über dieses Vertrauen sehr freuen und sichere der Schweizerischen Volkspartei zu, sie mit Leidenschaft und mit höchstem Einsatz in der Landesregierung zu vertreten.


Ich habe es zu Beginn gesagt: Ich will den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes das Vertrauen in die Institutionen zurückgeben. Das ist der Sinn meiner Kandidatur.


Ve l’ho detto all’inizio: voglio ridare alle cittadine e ai cittadini la fiducia nelle nostre istituzioni. È il senso della mia candidatura.


Je l'ai dit au début : je veux redonner aux citoyennes et aux citoyens confiance en nos institutions. C'est le sens de ma candidature. Je vous remercie de votre attention.


Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit."



Foto: Nationalrat Rémy Wyssmann (Bild zVg.)

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page