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Festhypotheken: Starke Zinserhöhung seit Anfang Juli 2026

Die Zinssätze für Schweizer Festhypotheken sind seit dem 1. Juli 2026 markant gestiegen. Rund um den 25. Juli haben zweijährige und fünfjährige Festhypotheken Jahreshöchststände erreicht. Ein Blick auf den Hypotheken-Index von moneyland.ch zeigt: Seither sind die Zinsen wieder leicht gesunken, liegen aber immer noch deutlich höher als Anfang Juli.



Symbolbild von Ярослав Алексеенко / unsplash.com
Symbolbild von Ярослав Алексеенко / unsplash.com

Der Hypotheken-Index von moneyland.ch zeigt die aktuellen Richtzinssätze für Schweizer Festhypotheken. Derzeit liegen diese bei 1.42 Prozent für zweijährige, 1.65 Prozent für fünfjährige und 1.89 Prozent für zehnjährige Festhypotheken.


Im Juli sind die Zinssätze für Festhypotheken markant gestiegen: Vom 1. Juli bis zum 25. Juli legten zweijährige Festhypotheken um 0.21 Prozentpunkte auf 1.51 Prozent, fünfjährige um 0.24 Prozentpunkte auf 1.73 Prozent und zehnjährige um 0.21 Prozentpunkte auf 1.97 Prozent zu.


Der Anstieg fiel mit einer erneuten Zuspitzung des Iran-Kriegs, steigenden Ölpreisen und höheren Schweizer Kapitalmarktzinsen zusammen.


Zweijährige und fünfjährige Festhypotheken erreichten um den 25. Juli Jahreshöchststände, während zehnjährige Festhypotheken knapp darunter blieben. Seither sind die Durchschnittszinsen wieder etwas gesunken, liegen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang Juli. Die leichte Entspannung im Nahen Osten und rückläufige Ölpreise dürften die Gegenbewegung begünstigt haben.


Grosse Zinsunterschiede zwischen den Angeboten


Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern sind weiterhin gross: Bei Festhypotheken mit einer Laufzeit von zwei, fünf oder zehn Jahren liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter jeweils rund ein halber Prozentpunkt. «Dieser Zinsunterschied entspricht bei einer Hypothek von 500'000 Franken jährlich rund 2500 Franken. Ein Vergleich mehrerer Angebote kann sich deshalb lohnen», sagt Felix Oeschger, Experte bei moneyland.ch.


Auch zwischen den Vertriebskanälen bestehen deutliche Unterschiede: Online-Hypotheken weisen je nach Laufzeit im Durchschnitt um 0.18 bis 0.27 Prozentpunkte tiefere Zinssätze auf als die übrigen im Index erfassten Hypotheken. Bei zehnjährigen Festhypotheken beträgt der Durchschnittszins für Online-Hypotheken 1.75 Prozent, bei den übrigen Angeboten 1.93 Prozent. Der Vergleich ist jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig, da die publizierten Zinssätze von Online-Hypotheken in der Regel nicht verhandelbar sind, während bei den übrigen Hypotheken meist Verhandlungsspielraum besteht.


Ausblick


Die Jahresteuerung bleibt in der Schweiz niedrig. Im Juli betrug diese 0.4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik am Montag kommuniziert hat. Zumindest von der Inflation geht derzeit kein unmittelbarer Druck auf die Schweizerische Nationalbank (SNB) aus, den Leitzins anzuheben. Die tiefe Teuerung ist auch eine Folge des immer noch relativ starken Frankens.


Gleichzeitig deuten die Terminmärkte auf eine mögliche Erhöhung des SNB-Leitzinses im ersten Halbjahr 2027 hin. Ein Zinsschritt bereits im März 2027 ist teilweise eingepreist.


Sich ablösende Phasen der Eskalation und Deeskalation im Nahen Osten erhöhen die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Zinssätze für Schweizer Festhypotheken.


«Wichtige Einflussfaktoren wie Frankenkurs, Kapitalmarktzinsen, Ölpreis und die geopolitische Lage sind gegenwärtig ausserordentlich schwierig einzuschätzen. Gesamthaft rechne ich bei den Zinssätzen für Festhypotheken in den kommenden Monaten am ehesten mit einer schwankungsreichen Seitwärtsbewegung. Selbst grössere Ausschläge in beide Richtungen bleiben aber möglich», sagt Felix Oeschger.


Hypotheken-Index von moneyland.ch


Der Hypotheken-Index von moneyland.ch basiert auf den online publizierten Richtzinssätzen, die moneyland.ch jeden Tag automatisiert erhebt. Für zehnjährige Festhypotheken entspricht der Index dem täglichen Durchschnittswert der Zinssätze von rund 30 Banken und Versicherungen. Zusätzlich werden Richtzinssätze für Festhypotheken mit weiteren Laufzeiten, variable Hypotheken, Baukredite und Saron-Hypotheken indexiert. Neben den Richtzinsen pro Anbieter und Hypothek werden jeden Tag auch unterschiedliche Kenngrössen wie Median, arithmetisches Mittel, Minimum und Maximum für verschiedene Produktgruppen wie Online-Hypotheken, Hypotheken von Banken und Hypotheken von Versicherungen erhoben.

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