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Spürnasen im Dauereinsatz: Der Aargau ist die Schweizer Hochburg der Polizeihunde

Einbrecher, Autodiebe und Einschleichdiebe haben im Kanton Aargau einen schweren Stand. Wer nach einer Tat zu Fuss flüchtet, hat die Rechnung meist ohne vierbeinige Ermittler wie Malouk, Enox, Konan oder Naruk gemacht. Wer die Polizeimeldungen der Region verfolgt, gewinnt rasch den Eindruck: Nirgendwo in der Schweiz werden so viele Straftäter von Diensthunden aufgespürt wie im Aargau. Ein Blick auf die Fakten zeigt, dass dieser Eindruck keineswegs täuscht. Fast täglich schnappen sich die Aargauer Polizeihunde flüchtende Einbrecher - und diese scheuen die Hunde "wie der Teufel das Weihwasser".



Der Rüeblikanton hat sich in den letzten Jahren zu einer unangefochtenen Vorzeigeregion für den erfolgreichen Einsatz von Polizeihunden entwickelt. Die Diensthunde füllen die Aargauer Gefängnisse.


Dass der Aargau bei der Jagd nach Straftätern mit dem besten Freund des Menschen schweizweit Massstäbe setzt, ist das Ergebnis einer Kombination aus strategischer Polizeiarbeit, optimalen geografischen Voraussetzungen und professioneller Kommunikation.


Perfektes Zusammenspiel von Kantons- und Regionalpolizeien


Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das dichte und bestens koordinierte Sicherheitsnetz im Kanton. Neben der schlagkräftigen Diensthundestaffel der Kantonspolizei Aargau verfügen auch zahlreiche Regionalpolizeien – etwa in Baden oder Aarau – über eigene, hochqualifizierte Diensthundeführer und Diensthundeführerinnen.


Dieses zweistufige System garantiert extrem kurze Anfahrtszeiten. Bei der Verfolgung auf frischer Tat entscheiden oft die ersten 10 bis 15 Minuten über Erfolg oder Niederlage: Je schneller das Hundeteam am Tatort eintrifft, desto frischer und deutlicher ist die Geruchsspur. Durch die flächendeckende Präsenz im Aargau gelingt es den Einsatzkräften immer wieder, flüchtende Täter noch im Nahbereich zu stellen, bevor sich deren Spur verliert. Flüchtende Einbrecher, Einschleichdiebe oder Auto-Fälleler verstecken sich oft in fremden Gärten, Gebüschen oder Wäldern. Werden Hunde eingesetzt, haben sie keine Chance.


Topografie wird zur Falle für flüchtende Täter


Auch die Geografie des Kantons spielt den Aargauer Spürnasen in die Hände. Als stark frequentierter Transitkanton an den Hauptachsen A1, A2 und A3 sowie in Nähe zur Landesgrenze sieht sich der Aargau regelmässig mit Kriminalitätstourismus und Dämmerungseinbrüchen konfrontiert. Aber auch die Asyl-Delinquenz ist im Aargau nach wie vor hoch.


Sobald Täter jedoch von Zeugen oder der Polizei überrascht werden und die Flucht zu Fuss ergreifen, wird die Siedlungsstruktur des Aargaus zu ihrer Falle. Anders als in dicht bebauten Metropolen wie Zürich oder Genf, wo Asphalt, Beton und dichte Passantenströme Geruchsspuren schnell zerstören, rennen Flüchtende im Aargau meist durch Wohnquartiere mit Einfamilienhäusern, über Wiesen, durch Gärten oder in angrenzende Waldränder. Auf Naturböden bleiben Bodenverletzungen und Individualgerüche hervorragend haften – ein ideales Terrain für die feinen Nasen der Aargauer Polizeihunde.


Vorbildliche Wertschätzung und transparente Kommunikation


Dass die Erfolge der Diensthunde im Aargau so wahrgenommen werden, liegt nicht zuletzt an der vorbildlichen Öffentlichkeitsarbeit der Kantonspolizei Aargau. Während andere Kantone in ihren Mitteilungen meist nur nüchtern von einer «Anhaltung nach Fahndung» berichten, nennt die Aargauer Polizei die vierbeinigen Helden beim Namen und würdigt deren Arbeit im Detail. Entsprechend mutieren die Aargauer Polizeihunde zu Stars bei der Bevölkerung und verbreiten unter Tätern Angst und Schrecken. Diese Transparenz schafft nicht nur Vertrauen in der Bevölkerung, sondern zeigt auch die hohe Wertschätzung, die den Hundeteams entgegengebracht wird. Der Aargau beweist täglich, dass moderne Polizeiarbeit und das traditionelle Handwerk der Fährtenarbeit hand in hand gehen – zum Schutz und zur Sicherheit der gesamten Region.


Anhaltung ist für die Bevölkerung ein "No Go"


Medienmitteilungen, die von einer "Anhaltung" berichten, oder die Nationalität der Täterschaft weglassen, publizieren wir auf soaktuell.ch gar nicht mehr. Die Leserinnen und Leser reagieren darauf äusserst negativ. Denn um einen Täter "anzuhalten" brauchen wir keine Polizei. Das kann jeder. Täter sollen festgenommen, verhaftet oder aus dem Verkehr gezogen werden. Das juristische Wort "Anhaltung" suggeriert vielmehr eine im Ansatz verweichlichte, beschönigende Grundhaltung der Strafverfolgung gegenüber den Tätern und gilt in der Medienarbeit als "No Go".


Wir ziehen den Hut vor den Aargauer Polizeihunden. Weiter so. Die hohe Erfolgsquote spricht sich nicht nur in der Bevölkerung herum, sondern auch unter den Kriminellen. Nur die ganz dummen und unwissenden Kriminellen lassen sich noch auf Delikte im Aargau ein.


Bild: Diensthunde wie Malouk machen flüchtenden Einbrechern im Aargau das Leben schwer. Foto: Kapo AG.

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