Zuchwil: KARGO68 verbindet Gastronomie, Events, besondere Architektur, Rooftop-Aussicht und Begegnungen
Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, öffnet KARGO68 in Zuchwil offiziell seine Türen. KARGO68 ist mehr als ein Gastronomiebetrieb: Es verbindet Gastronomie, Events, besondere Architektur, Rooftop-Aussicht und Begegnungen zu einem Gesamterlebnis. Erfahren Sie im Interview mit Markus Balsiger, Geschäftsführer der Emmenpark AG, alles über die Idee hinter KARGO68, die Gastronomie, Events und den neuen Begegnungsort im Riverside Zuchwil.
Interview mit Markus Balsiger

Mit KARGO68 entsteht im Riverside Zuchwil ein Ort, der Gastronomie, Events und Begegnung miteinander verbindet. Das Gebäude aus 68 Seecontainern vereint verschiedene Konzepte unter einem Dach – vom RiverYard über Restaurants und Eventhalle bis hin zum Rooftop und zur Urban Fire Kitchen ATIKA.
Markus Balsiger, was ist KARGO68 eigentlich – Restaurant, Eventlocation oder Begegnungsort?
Balsiger: KARGO68 ist bewusst mehr als nur eines davon. Gastronomie spielt eine zentrale Rolle, aber genauso wichtig sind Events, Begegnungen und das Erlebnis des Ortes selbst. Wir möchten, dass ganz unterschiedliche Menschen zu uns kommen können: für einen Lunch, ein Abendessen, einen Drink, einen Firmenanlass, eine Feier oder einfach, um Zeit miteinander zu verbringen. KARGO68 soll ein lebendiger Treffpunkt für Zuchwil, Solothurn und die ganze Region werden.
Wie muss man sich KARGO68 räumlich vorstellen?
Das Erlebnis beginnt eigentlich schon vor dem Gebäude. Mit dem RiverYard schaffen wir einen grosszügigen Aussenbereich und einen Treffpunkt, an dem man ankommen, verweilen und das Riverside-Areal erleben kann. Im Erdgeschoss befinden sich zwei unterschiedliche Bereiche. Auf der linken Seite liegt unser gastronomisches Lokal, auf der rechten Seite die grosse Eventhalle.
Weiter oben folgen zusätzliche Erlebniswelten. Ganz oben befinden sich das RISE Rooftop sowie ATIKA – Urban Fire Kitchen. Jeder Bereich hat seinen eigenen Charakter, aber alles gehört zusammen. Genau das ist für uns das Besondere an KARGO68.
Warum habt ihr euch bewusst für mehrere unterschiedliche Gastronomiekonzepte entschieden?
Weil Menschen nicht immer das Gleiche suchen. Ein schnelles Mittagessen ist etwas anderes als ein Abend mit Freunden. Ein Business-Lunch funktioniert anders als ein Dinner, ein Event oder ein Drink auf dem Rooftop. Deshalb wollten wir kein grosses Restaurant schaffen, das versucht, alles gleichzeitig zu sein. Die einzelnen Bereiche dürfen ihre eigene Identität haben. So kann man KARGO68 immer wieder neu erleben – vielleicht heute zum Lunch, später zu einem Firmenanlass und im Sommer nochmals für einen Abend auf dem Rooftop.
Wie lässt sich das kulinarische Angebot von KARGO68 beschreiben?
Kulinarisch soll KARGO68 eine bewusste Ergänzung zum Fleur de Soleure sein. Während wir dort stärker auf Frühstück, Brunch und vegetarische Angebote setzen, stehen bei KARGO68 Fleisch und Bier im Mittelpunkt. Wichtig ist uns dabei, Fleisch nicht nur über die klassischen Edelstücke zu definieren, sondern achtsam und möglichst vollständig zu verwenden – nach dem Nose-to-Tail-Prinzip. Deshalb wird es Gerichte mit Gehacktem und Geschmortem geben, aber auch immer wieder Stücke wie Zunge oder Kalbskopf, die heute nicht mehr überall selbstverständlich auf der Karte stehen.
Auch innerhalb von KARGO68 unterscheiden wir bewusst: Im Lokal im Erdgeschoss darf es bodenständiger und vertrauter sein – etwa mit Hacktätschli oder Schmorbraten. Oben im ATIKA wird die Fleischküche feiner und stärker über das Feuer inszeniert, beispielsweise mit Filet oder Entrecôte. So zieht sich eine gemeinsame kulinarische Haltung durchs Haus, ohne dass überall dasselbe angeboten wird.
ATIKA trägt den Zusatz «Urban Fire Kitchen». Was steckt dahinter?
Bei ATIKA steht das Feuer im Zentrum. Es geht um eine moderne, urbane Küche, bei der das Produkt und die Zubereitung unmittelbar erlebbar werden. Feuer steht für Ursprünglichkeit, Handwerk, Geschmack und Emotion.
Gleichzeitig ist ATIKA stark mit seiner Umgebung verbunden. Von hier oben öffnet sich eine wunderschöne Weitsicht über die Aare Richtung Solothurn mit der St. Ursen-Kathedrale, weiter zum Jura und in die umliegende Natur. Gerade dieser Kontrast macht für uns einen grossen Teil des Erlebnisses aus: Auf der einen Seite die urbane Architektur von KARGO68 und das offene Feuer, auf der anderen Seite Weite, Fluss und Landschaft. ATIKA soll deshalb nicht einfach ein Restaurant sein. Hier sollen Küche, Architektur, Aussicht und Atmosphäre zusammenspielen – hochwertig, aber gleichzeitig unkompliziert und lebendig.
Und was erwartet die Gäste im RISE?
Das RISE ist unser Rooftop und bringt nochmals eine ganz andere Stimmung ins KARGO68. Hier geht es um Begegnung, Drinks, Genuss und Atmosphäre.
Spannend ist für uns, dass sich ein Abend innerhalb des Hauses entwickeln kann. Man beginnt vielleicht draussen im RiverYard, geht anschliessend essen und lässt den Abend später auf dem Rooftop ausklingen. Man bewegt sich durch unterschiedliche Welten, ohne den Ort wechseln zu müssen.
Welche Rolle spielt die Eventhalle?
Die Eventhalle ist bewusst sehr flexibel konzipiert. Sie soll für Unternehmen genauso funktionieren wie für Präsentationen, Feiern, grössere Veranstaltungen oder private Anlässe.
Das Entscheidende ist aber die Verbindung mit dem restlichen KARGO68. Wer bei uns einen Event durchführt, mietet nicht einfach vier Wände. Gastronomie, RiverYard, Rooftop und die weiteren Möglichkeiten des Hauses können Teil des Erlebnisses werden. Dadurch können wir Veranstaltungen sehr individuell gestalten und den Gästen deutlich mehr bieten als eine klassische Eventlocation.
Warum gerade ein Gebäude aus 68 Seecontainern?
Die Container geben KARGO68 natürlich eine sehr starke Identität. Aber uns ging es nie darum, einfach etwas Spektakuläres hinzustellen. Die Architektur passt zum Riverside-Areal und zu unserer Idee, Bestehendes weiterzudenken und daraus etwas Neues entstehen zu lassen.
Gleichzeitig wollten wir keinen kühlen Containerbau. KARGO68 soll warm, lebendig und gastfreundlich wirken. Am Ende sollen die Menschen nicht nur sagen: «Ich war in einem Gebäude aus Containern.» Viel schöner wäre: «Ich war an einem Ort, an den ich gerne wiederkomme.»
Was bedeutet Nachhaltigkeit für KARGO68?
Nachhaltigkeit beginnt für uns beim Umgang mit Produkten. Gerade beim Fleisch heisst das: respektvoll einkaufen, möglichst viel vom Tier verwenden und aus unterschiedlichen Teilen gute Gerichte machen. Nose to Tail ist für uns deshalb nicht nur ein kulinarischer Trend, sondern ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln.
Diese Haltung zeigt sich aber auch im Gebäude und in der Einrichtung. Die Seecontainer waren über Jahre an unterschiedlichsten Orten im Einsatz und erhalten bei KARGO68 ein zweites Leben. Ähnlich ist es beim Mobiliar: Vieles wurde gezielt zusammengesucht, wiederentdeckt und neu kombiniert, statt alles neu zu produzieren. Das verstehen wir als Kreislaufdenken – vorhandenen Dingen Wert geben und sie sinnvoll weiterverwenden.
Was soll KARGO68 für Zuchwil und die Region Solothurn werden?
Mein Wunsch ist, dass KARGO68 zu einem echten Treffpunkt wird – für Menschen aus Zuchwil und der Region Solothurn, für Mitarbeitende auf dem Riverside-Areal, für Unternehmen und auch für Gäste, die bewusst von weiter weg zu uns kommen.
Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Gastronomie, Veranstaltungen und Begegnungen ganz selbstverständlich nebeneinander stattfinden. Einen Ort, den man nicht nur einmal besucht, weil er neu ist, sondern bei dem man immer wieder einen Grund findet zurückzukommen.
Was wäre für dich in einigen Jahren der schönste Satz, den jemand über KARGO68 sagen könnte?
Wenn jemand sagt: «Bei KARGO68 findet man eigentlich immer einen Grund, hinzugehen.» Dann hätten wir vieles richtig gemacht. Denn genau darum geht es: nicht um ein einzelnes Restaurant und nicht um eine einzelne Eventlocation, sondern um einen lebendigen Ort mit unterschiedlichen Erlebnissen, Begegnungen und Geschichten.
Foto zVg. von Kargo68.ch














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