Stein: Mörder war mutmasslich ein Asylbewerber aus Bangladesch
Am Sonntag, 25. Oktober 2026 wurde der Kantonspolizei Aargau das Auffinden von Leichenteilen am Rheinufer in Stein gemeldet (>> soaktuell.ch hat berichtet). Nach Bergung der Überreste hat die zuständige Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren wegen eines Tötungsdeliktes eröffnet. Im Verlauf des 27. Oktobers 2026 konnte bestätigt werden, dass es sich bei den menschlichen Überresten um jene des seit wenigen Tagen Vermissten aus Burundi handelt. Im Zuge einer grossangelegten Durchsuchungsaktion der nahegelegenen Asylunterkunft wurde ein tatverdächtiger Mann verhaftet.
Staatsanwaltschaft Aargau

Der 33-jährige Mann aus Burundi ist am 24. Oktober 2026 von Bekannten als vermisst gemeldet worden. Bereits am nächsten Morgen fand derselbe Personenkreis menschliche Überreste am Rheinufer, unweit des gemeinsam bewohnten Asylheims in Stein. Sie meldeten den Fund umgehend der Polizei. Die Leiche war in Stücke zertrennt und in Abfallsäcken im Rhein und in der Nähe des Ufers deponiert worden.
Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg eröffnete eine Strafuntersuchung für die Aufklärung des offensichtlich vorliegenden Tötungsdeliktes und die Suche der verantwortlichen Täterschaft. Mit Hilfe des Instituts für Rechtsmedizin konnte der Mann nicht nur als der Vermisste aus dem Asylheim identifiziert werden, sondern konnten auch erste wichtige Hinweise zu der aussergewöhnlichen Tat erhoben werden. Auch das Verhalten mehrerer Personen aus der nahen Asylunterkunft warf für die Staatsanwaltschaft und die polizeilichen Ermittler diverse Fragen und Verdachtsmomente auf, denen in den letzten Tagen intensiv nachgegangen wurde.
Im Rahmen einer umfangreichen Aktion durchsuchte die Kantonspolizei Aargau unter Beizug verschiedener Spezialisten die Asylunterkunft sowie die Umgebung des Fundorts. Die Massnahmen erforderten eine enge Abstimmung mit dem kantonalen Sozialdienst. Dabei galt es, sowohl die Interessen der laufenden Strafuntersuchung als auch die Sicherheit und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft zu berücksichtigen.
Die dabei sichergestellten Beweismittel erhärteten den Tatverdacht gegen einen 43-jährigen Mann aus Bangladesch, der sich mit dem Opfer ein Zimmer in der Asylunterkunft teilte. Er wurde am Abend des 27. Oktober 2026 festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte beim zuständigen Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft.
Der genaue Tathergang sowie die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchung. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen keine Hinweise auf ein politisch oder religiös motiviertes Tötungsdelikt. Im Verlauf der Ermittlungen zeigte der Tatverdächtige psychische Auffälligkeiten. Ob und inwiefern diese im Zusammenhang mit der Tat stehen, ist Gegenstand weiterer Abklärungen. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Foto: Mord am Rhein. 43-jähriger Asylbewerber aus Bangladesch im Visier der Fahnder und der Staatsanwaltschaft Aargau. Symbolbild von Marcus Stark / pixelio.de













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