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Stopp Littering: Grenchen sucht Raumpaten

Die Stadt Grenchen führt eine neue Massnahme gegen Littering ein: Ab dem 19. Februar 2021

werden Raumpatinnen und Raumpaten für saubere Parks, Strassen, Spielplätze und

Wanderwege sorgen. Dafür sucht die Stadt Grenchen unter anderem Vereine, Schulklassen

und Einzelpersonen, die sich freiwillig für eine saubere Umwelt engagieren möchten.


Energiestadt Grenchen und Clean-Up Day Initiantinnen

Foto zVg.


Littering stört und schadet der Umwelt. Grenchen setzt deshalb auf eine neue Massnahme gegen

herumliegenden Abfall: Sogenannte Raumpatinnen und Raumpaten übernehmen jeweils die Verantwortung für ein festgelegtes Gebiet und räumen dieses regelmässig auf.


Raumpatenschafts-Projekte werden bereits von mehreren Schweizer Städten und Gemeinden durchgeführt. So sammeln Schulklassen auf dem Schulweg Abfall ein, Fussballvereine übernehmen die Pflege der Sportanlage oder Einwohnerinnen und Einwohner räumen Strassenabschnitte oder rund um öffentliche Grillplätze auf. Die Massnahme ist kostengünstig, entlastet den Reinigungsdienst und reduziert nachweislich das Littering.


„Die Raumpatenschaften sind eine Fortsetzung unseres Engagements gegen Littering, welches wir mit dem jährlichen Clean-Up Day im September lanciert haben“, meinen die Initiantinnen Xenia Hediger (Co-Präsidentin Grüne Grenchen) und Angela Kummer (Präsidentin SP Grenchen).


Raumpaten gesucht

Damit möglichst viele Gebiete abgedeckt werden können, sucht Grenchen nach Personen, Gruppen und Organisationen, die eine Raumpatenschaft übernehmen möchten. Alle können sich als Raumpaten engagieren, zum Beispiel Detailhändler, Politikerinnen und Politiker, Vereine, Schulklassen, Asylsuchende, Familien und Einzelpersonen. Mit regelmässigen Aufräum-Touren sorgen sie dafür, dass ihr Gebiet frei von Littering ist. «Eine Raumpatenschaft ist eine Win-Win-Situation», weiss Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IG saubere Umwelt (IGSU), die Raumpatenschafts-Projekte fördert. «Nicht nur die Stadt Grenchen und ihre Einwohnerinnen und Einwohner profitieren von einer sauberen Umwelt. Schüler lernen so beispielsweise den korrekten Umgang mit Abfall, Vereine können eine Raumpatenschaft fürs Teambuilding nutzen und umweltbewusste Personen können sich mit Gleichgesinnten vernetzen.» meint auch Sandra Marek, Sachbearbeiterin Stadtplanung und Energiestadt-Koordinatorin.


Eine wirksame Anti-Littering-Massnahme

Dass Raumpatenschafts-Projekte gegen Littering wirken, wurde in einer zweiteiligen Studie der IGSU

und der ETH Zürich nachgewiesen, die 2015 und 2016 im Auftrag des Bundesamts für Umwelt

(BAFU) zum Thema Raumpatenschaften durchgeführt wurde. Durch die regelmässige Pflege sind die

Orte aufgeräumter und sauberer, wodurch die Hemmschwelle steigt, Abfälle liegen zu lassen. Deshalb

unterstützt die IGSU Städte und Gemeinden dabei, eigene Raumpatenschafts-Projekte

durchzuführen. Weitere Informationen finden Sie unter www.raumpatenschaft.ch und www.igsu.ch.

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