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So viel Lebensmittel werden bei uns weggeworfen

Ein Grossteil der Lebensmittelverluste in der Schweiz fällt in Haushalten an – schätzungsweise 90 Kilogramm jährlich pro Person. Aber: Welche Mengen an Food Waste fallen im Kanton Aargau an? Weshalb werfen wir unser Essen weg? Diesen Fragen gingen Einwohnerinnen und Einwohner aus Rheinfelden und Wallbach im Pilotprojekt "Aufgabeln!" nach und massen im Sommer während sieben Tagen den Food Waste in ihren Haushalten.


Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Kanton AG

Food waste. Foto von Melissa Walker Horn / unsplash.com


Die Resultate wurden den Teilnehmenden an einer Schlussveranstaltung in Rheinfelden erstmals präsentiert und diskutiert. Insgesamt wurden während der siebentägigen Messphase rund 32 Kilogramm Food Waste gemessen. Hochgerechnet auf ein Jahr beträgt das 26,6 Kilogramm pro Person.


Wir werfen einen Drittel unserer Lebensmittel weg – zum grossen Teil direkt bei uns zu Hause. Privathaushalte verursachen 38 Prozent der Umweltbelastung durch Food Waste. Solche Lebensmittelverluste sind einerseits ein enormer Ressourcenverschleiss, wie auch eine Belastung für die Umwelt und das Klima. Andererseits leidet auch das Haushalts-Kässeli, da wir viel Geld für nicht gegessenes Essen ausgeben. Umgerechnet gehen so pro Person und Jahr in der Schweiz 620 Franken verloren für Lebensmittel, die wir zwar gekauft, aber nicht gegessen haben.


Ein Pilotprojekt in Rheinfelden und Wallbach

Wie die Food Waste-Situation in zwei Aargauer Gemeinden aussieht, untersuchten im Projekt Aufgabeln! 35 Haushalte aus Rheinfelden und Wallbach. Das Projekt führte die kantonale Fachstelle Nachhaltigkeit des Departements Bau, Verkehr und Umwelt gemeinsam mit dem Aarauer StartUp catta erstmals durch. Die 35 teilnehmenden Haushalte (insgesamt 76 Personen) massen zwischen dem 28. August und 10. September 2023 an sieben Tagen per Küchenwaage und Web-Applikation ihren eigenen Food Waste und ergänzten diese Eingaben mit einer Begründung.


Weniger Food Waste als Schweizer Durchschnitt

Am vergangenen Donnerstagabend präsentierte das Projektteam in Rheinfelden die Resultate der Messung und diskutierte diese mit den rund 60 Anwesenden.


Insgesamt wurden während der siebentägigen Messphase rund 32 Kilogramm Food Waste gemessen. Hochgerechnet auf ein Jahr beträgt das 26,6 Kilogramm pro Person – also rund ein Drittel dessen, was eine Person in der Schweiz im Durchschnitt jährlich an Essen wegwirft (90 Kilogramm). Am meisten Food Waste fiel beim Gemüse an. Passend zum Rüebliland Aargau war die Karotte Spitzenreiter der weggeworfenen Gemüse. Dies ist zu einem grossen Anteil auf die Rüstabfälle zurückzuführen, da gemäss gängiger Definition von Food Waste Karottenschalen sowie auch weitere essbare Rüstabfälle zur Kategorie der vermeidbaren Lebensmittelabfälle gehören.

Wie kann Food Waste vermieden werden?

In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden im Anschluss an die Präsentation der Resultate, wie Food Waste künftig vermieden werden kann. Die Anwesenden identifizierten verschiedene Lösungsansätze und tauschten Rezepte aus, wie beispielsweise gerade unappetitlich erscheinende Rüstabfälle schmackhaft verarbeitet werden können. Abschliessend fand ein gemeinsames Abendessen aus geretteten Lebensmitteln statt.


Wie geht es weiter?

Die diskutierten Ansätze zur Vermeidung von Food Waste fliessen in einen Leitfaden, der den Teilnehmenden zugestellt wird. Die Resultate und Ergebnisse des Projekts werden in Form eines Schlussberichts öffentlich zugänglich gemacht. Die Publikation des Schlussberichts und des Leitfadens erfolgt voraussichtlich Anfang 2024.

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