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Nach Maturitätsabschluss fällt Jahreseinkommen noch tief aus

Das Jahreseinkommen von Inhaberinnen und Inhabern einer gymnasialen Maturität oder einer Fachmaturität liegt in den beiden ersten Jahren nach dem Abschluss unter 10'000 Franken. In dieser Zeit setzen viele von ihnen ihr Studium an einer Hochschule fort. Sobald die ersten Studierenden ihre Tertiärausbildung abgeschlossen haben, erhöht sich das Medianeinkommen. Neun Jahre nach der Maturität liegt es bei 65'000 Franken. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse aus einer neuen Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Symbolbild von Kenny Eliason / unsplash.com


Im Anschluss an eine gymnasiale Maturität oder Fachmaturität nehmen die meisten Absolventinnen und Absolventen eine Ausbildung auf Tertiärstufe in Angriff. Das Studium kann unter Umständen mit einer schwierigen sozioökonomischen Situation einhergehen. Eine Studie des BFS untersucht erstmals die Entwicklung der Erwerbseinkommen in den Jahren nach Abschluss einer Maturität.


Die Fortsetzung des Studiums ist die Regel

Nach der gymnasialen Maturität oder der Fachmaturität wird die Ausbildung meistens mit einem Studium auf Tertiärstufe fortgesetzt (98% bzw. 94% der Absolvent/innen). Inhaberinnen und Inhaber einer gymnasialen Maturität entscheiden sich mehrheitlich für eine universitäre Hochschule (80%), jene mit einer Fachmaturität für eine Fachhochschule oder eine pädagogische Hochschule (90%).


Neun Jahre nach der Maturität haben 88% bzw. 83% von ihnen einen Tertiärabschluss erlangt. Personen mit einer gymnasialen Maturität befinden sich durchschnittlich zwei Jahre länger in der Ausbildung als Personen mit einer Fachmaturität.


Grosse Einkommensunterschiede vier Jahre nach der Maturität

In den beiden ersten Jahren nach der Maturität erzielen die Absolventinnen und Absolventen ein jährliches Medianeinkommen von unter 10 000 Franken und ein Viertel von ihnen ist nicht erwerbstätig.


Vier Jahre nach der Maturität sind bei den jährlichen Medianeinkommen grosse Diskrepanzen festzustellen: Personen mit einer gymnasialen Maturität erzielen 7700 Franken, jene mit einer Fachmaturität 31 400 Franken. Dieser Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass Erstere ihr Studium in der Regel später abschliessen als Letztere. Erst im siebten Jahr nach der Maturität, wenn die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen ihr Tertiärstudium abgeschlossen haben und ins Erwerbsleben eintreten, steigt auch das jährliche Medianeinkommen der Personen mit einer gymnasialen Maturität auf über 30 000 Franken an.


Neun Jahre nach der Maturität erreicht das Medianeinkommen dann sowohl für Personen mit einer gymnasialen Maturität als auch für jene mit einer Fachmaturität rund 65 000 Franken.

Tiefste Einkommen in den MINT-Bereichen

Über die Hälfte der Personen, die ihre gymnasiale Maturität in den exakten und Naturwissenschaften abgeschlossen haben, setzt ihre Ausbildung an einer universitären Hochschule in einer der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologien (MINT) fort. Fünf Jahre nach der gymnasialen Maturität befinden sie sich häufiger noch in Ausbildung als die Personen mit einer gymnasialen Maturität insgesamt und erzielen die tiefsten Medianeinkommen (7800 Franken gegenüber 12 000). Sie leben auch häufiger noch im Elternhaus (14% sind ausgezogen, gegenüber 20% aller Personen mit einer gymnasialen Maturität). Neun Jahre nach der Maturität kehrt sich die Situation um. Dann erzielen Absolventinnen und Absolventen von MINT-Fächern eines der höchsten Einkommen (68 000 Fr. gegenüber 65 000 Fr.).

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