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Gegen Gewalt an Frauen: Kanton Solothurn startet Sensibilisierungskampagne

Der Kanton Solothurn intensiviert seine Aufklärungsarbeit rund um das Thema Häusliche Gewalt. Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, startet er eine kantonsweite Sensibilisierungskampagne. Zudem zeigt er in Olten ein interaktives Theater, in dem das Publikum mitmachen kann. So sollen die kantonalen Unterstützungs- und Beratungsangebote für Menschen, die Opfer von Gewalt werden, bekannter gemacht werden.

Häusliche Gewalt. Archivbild der Polizei.


Seit 1981 wird jedes Jahr am 25. November der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. Gewalt meint dabei nicht nur den physischen Missbrauch, sondern auch Formen der psychischen Gewalt wie Isolation, Kontrolle, Demütigung, Erniedrigung oder Einschüchterung. Opfer von Gewalt, insbesondere auch von häuslicher Gewalt, finden im Kanton Solothurn Beratung und Unterstützung. Mit einer kantonsweiten Kampagne und einem Theateranlass in Olten, initiiert von der Koordinationsstelle Häusliche Gewalt im Departement des Innern, stehen diese Angebote in den nächsten Tagen im Zentrum.


Häusliche Gewalt frühzeitig erkennen

Die interkantonale Kampagne «toxic love», die am 25. November lanciert wird, thematisiert Formen von psychischer Gewalt in Paarbeziehungen. Sie zeigt, welche Auswirkungen Drohungen oder Kontrolle für Betroffene haben.


Denn: Auch wenn Worte keine sichtbaren Narben hinterlassen, haben auch Opfer von psychischer Gewalt Anrecht auf Unterstützung. Ziel dieser Kampagne ist die Früherkennung Häuslicher Gewalt. Betroffene, Angehörige aber auch unbeteiligte Dritte sollen unterstützt werden, Warnsignale Häuslicher Gewalt zu erkennen und frühzeitig Hilfe zu holen.

Theater zum Mitmachen und Mitlernen

Von Beziehungskonflikten handelt auch das interaktive Theaterstück «gwaltig gärn» (Theaterstudio Olten, 25. November, 15.00 Uhr). Es wurde im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Frauenhauses Aargau-Solothurn produziert. Das Stück erzählt die Geschichte eines jungen Paares und zeigt, wie Gewalt in der Beziehung Wirklichkeit werden kann. Die interaktive Spielart erlaubt es den Zuschauerinnen und Zuschauern, alternative Lösungswege für die dargestellten Konflikte vorzuschlagen. Das Frauenhaus Aargau-Solothurn, die Beratungsstelle Opferhilfe und die Beratungsstelle Gewalt des Kantons Solothurn laden dazu ein, das Stück gemeinsam mit ihnen anzuschauen und in einen aktiven Dialog zu treten. Integriert in die Aufführung sind eine Podiumsdiskussion sowie Beiträge von Fachpersonen der Beratungsstellen. Das Stück kann von Schulen, Betrieben und interessierten Institutionen als Instrument für Präventionsarbeit genutzt werden.


Unterstützungs- und Beratungsangebote im Kanton Solothurn:

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