Cannabis in der Schweiz – sozial akzeptiert und doch verboten

Die gesetzliche Lage von Cannabis ist in der Schweiz besser als in vielen anderen Ländern und doch sind wir noch weit von einer Legalisierung entfernt. Seit Jahren geht es diesbezüglich nur schleichend voran. Cannabis mit niedrigem THC-Gehalt kann zwar angebaut und verkauft werden, abgesehen davon ist die rechtliche Situation aber immer noch relativ streng. Trotzdem sollten wir uns die aktuelle Lage näher anschauen, denn es handelt sich mit Sicherheit um ein Thema, das einige interessieren dürfte. Schliesslich gibt es in der Schweiz viele Menschen, die offen mit ihrem Konsum umgehen.


Obwohl es in der Schweiz immer noch Gegner der Legalisierung gibt und diese vor allem in der Politik vertreten sind, hat die Mehrheit der Bevölkerung mit Cannabis kein Problem. Die Einstellung ist weitgehend liberal und einige Schweizer gaben in Umfragen sogar an, dass sie regelmässig Cannabis konsumieren. Des Weiteren gibt es viele Orte, an denen ganz legal Cannabis verkauft und sogar Zigaretten mit Hanf vertrieben werden. Solange der gesetzlich vorgeschriebene THC-Gehalt nicht überschritten wird, gibt es diesbezüglich keine Probleme.

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Nichtsdestotrotz ist der illegale Anbau von Cannabis weiterhin verbreitet. Das liegt vor allem daran, dass Marihuana zwar sozial akzeptiert, aber dennoch nicht legal ist. Wer es anbaut oder verkauft, muss – sofern der gesetzliche THC-Gehalt überschritten wurde – immer noch mit empfindlichen Strafen rechnen. Fakt ist, dass eine hohe Nachfrage nach solchem Cannabis besteht und es sich daher für Kriminelle lohnt, die Pflanze illegal anzubauen.


Legalisierungswelle könnte ein politisches Umdenken begünstigen

Seit Jahren ist Cannabis politisch kaum ein Thema. Die Regierung setzt sich wenig damit auseinander und eine Legalisierung ist aus diesem Grund in weiter Ferne. Allerdings könnte die weltweite Legalisierungswelle langfristig zu einem politischen Umdenken führen. Da mit Illinois ein weiterer Bundesstaat Cannabis legalisiert hat, ist nicht auszuschliessen, dass die Legalisierungswelle bald nach Europa überschwappt. Sollte das passieren, hat die Regierung eigentlich keine Wahl und muss sich näher mit dem Thema befassen. In der Schweiz gibt es viele Menschen und sogar Organisationen, die für eine Legalisierung sind. Zudem ist die Anzahl der Konsumenten keineswegs gering, wenngleich es einige Länder gibt, wo Marihuana um einiges populärer ist.


Legalisierung von Cannabis birgt viele Chancen

Zwar ist die medizinische Nutzung von Cannabis erlaubt, aber nur wenige Patienten bekommen es verschrieben. Doch nicht nur der medizinische Aspekt ist ein Faktor, den wir bezüglich Marihuanas nicht ausser Acht lassen sollten. Eine Legalisierung birgt einige Chancen und könnte die Wirtschaft stark vorantreiben. Vor allem aufgrund der Krise ist die aktuelle wirtschaftliche Situation nicht optimal und einige Schweizer fürchten sogar um ihre Zukunft. Eine Legalisierung könnte das Problem zumindest zu einem gewissen Grad lösen, da Cannabis ein grosser Markt ist und bereits jetzt viele Produkte im Umlauf sind. Sobald ein höherer THC-Gehalt erlaubt ist, könnte der Markt regelrecht explodieren. Zumal auch Exporte ins Ausland möglich wären (beispielsweise medizinischer Cannabis) und durch die Legalisierung Steuern erhoben werden könnten.


Ist Cannabis weniger gefährlich als Alkohol? Da etwa 20 % der Schweizer ein Problem mit Alkohol haben, sollte dieser Faktor nicht ausser Acht gelassen werden. Aus gesundheitlichen Gründen Marihuana abzulehnen, ist angesichts des potenziellen medizinischen Nutzens und der Gefahr anderer legaler Drogen nicht plausibel. Hier braucht es sicher noch weiteres politisches Engagement in der Schweiz, oder gar eine Volksabstimmung, um die nötigen Gesetzesänderungen zu ermöglichen. 

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