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Solothurner Behindertensession mit Forderungen an die Politik

Zum Abschluss der Aktionstage Behindertenrechte im Kanton Solothurn fand die erste Behindertensession statt. Menschen mit Behinderungen debattierten im Kantonsratssaal und legten ihre Forderungen in einem Manifest schriftlich nieder. Der Kanton wird bis Mitte 2025 einen Aktionsplan mit konkreten Massnahmen ausarbeiten.

Kantonsratssaal Solothurn (Bild: Kanton Solothurn)


In der ganzen Schweiz fanden in den letzten Wochen Aktionstage unter dem Motto «Zukunft Inklusion» statt. Mit insgesamt 13 Aktionen machte auch der Kanton Solothurn während eines Monats auf die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen aufmerksam. Das Programm umfasste Mobilitätsparcours, Kochabende, diverse Ausstellungen und die erste Behindertensession im Kanton. Die Veranstaltungen stiessen durchwegs auf positive Resonanz und viele der rund 700 Besuchenden äusserten den Wunsch nach einer Weiterführung der Angebote. «Wir konnten die Bevölkerung und die Verwaltung sensibilisieren und den Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen fördern», bilanziert Regierungsrätin Susanne Schaffner. Damit seien die Ziele der Aktionstage erreicht worden. «Wichtig ist nun, bestehende Hindernisse abzubauen, damit gesellschaftliche Teilhabe und die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung für alle selbstverständlich wird», so die Vorsteherin des Departements des Innern weiter.


Solothurner Behindertensession und Aktionsplan 2025

Zum Abschluss der Aktionstage fand die erste Behindertensession im Kanton Solothurn statt, eröffnet von Kantonsratspräsident Marco Lupi. Rund 50 Menschen mit Behinderungen diskutierten im Kantonsratssaal über den Stand der Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention und des Leitbilds Behinderung des Kantons. Am Ende der Session übergaben sie ihre Forderungen Landammann Peter Hodel. In einem Manifest hielten die Sessionsteilnehmenden unter anderem folgende Forderungen fest: existenzsicherndes Einkommen, inklusive Schule für alle, hindernisfreier Zugang zu öffentlichen Gebäuden und öffentlichem Verkehr, Vorbildfunktion des Kantons als inklusiver Arbeitgeber.


Der Kanton nimmt die Aktionstage zum Anlass, um einen weiteren Schritt in Richtung eines gleichberechtigten und selbstbestimmten Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderungen zu unternehmen. Hierzu erarbeiten die zuständigen Stellen bis Mitte 2025 einen Aktionsplan mit konkreten Massnahmen. Die Forderungen aus der Behindertensession – und damit Stimmen von Menschen mit Behinderungen – fliessen in den Aktionsplan ein.


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