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Mietwohnungen werden knapper und sind weniger lang ausgeschrieben

Die Ergebnisse des aktuellen Online-Wohnungsindex OWI liegen vor. Die Studie wird durch das Swiss Real Estate Institute im Auftrag des HEV Schweiz und des SVIT Schweiz durchgeführt. Die Zahl der auf den wichtigsten Schweizer Immobilienportalen ausgeschriebenen Mietwohnungen nimmt im Jahresvergleich um 19% ab. Das sind 82'000 weniger als in der Vorjahresperiode. Umzugswillige finden oft nicht die gewünschte Wohnung und bleiben darum am bisherigen Wohnort. Ein Rückgang der Umzüge ist die Folge.


HEV Schweiz

Symbolbild von Rainer Sturm / pixelio.de


Die Zahl der auf den führenden Schweizer Internetportalen inserierten Mietwohnungen nimmt in der Analyseperiode vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 um knapp 82'000 Objekte auf 360'000 Wohnungen ab (-19%). Aufgrund dieser Angebotsverknappung müssen die Vermieter ihre Wohnungen im Durchschnitt 28 Tage inserieren. Das sind 2 Tage weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Der nur geringfügige Rückgang der Insertionszeit im Vergleich zum Insertionsvolumen lässt sich als Abschwächung der Nachfrage nach Mietwohnungen interpretieren.


Teilweise müssen Wohnungen angesichts der Knappheit gar nicht mehr ausgeschrieben werden. Ausziehende Mieter schlagen Nachmieter aus dem Bekanntenkreis vor, die bereit sind, die Wohnung auch zum neuen (höheren) Preis zu mieten. Diese Entwicklungen verstärken den "Lock-in-Effekt" am Mietwohnungsmarkt. In der gesuchten Preisklasse, am definierten Standort und mit dem gewünschten Ausbaustandard finden Umzugswillige keine Wohnung und bleiben darum am bisherigen Wohnort.


Für HEV-Direktor Markus Meier zeigt sich: "Das Wohnraumangebot in der Schweiz wird zusehends knapper." Die Konsequenz ist logisch: Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen, muss entweder mehr gebaut oder das Bevölkerungswachstum gestoppt werden. Letzteres ist unrealistisch. Markus Meier: "Unter dem Motto Anreize statt Verbote, muss die Baubranche anhand ökonomischer und marktpolitischer Kriterien stimuliert werden, um die Wohnraumproduktion auf das nötige Niveau zu steigern."


Das Insertionsvolumen sank in allen Kantonen, wobei der Nachfrageüberhang in einigen Kantonen besonders deutlich wird. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich in den meisten Städten zu, während eher ländliche Kantone eine entspanntere Marktlage aufweisen.


Die Studie verdeutlicht eine anhaltende Verknappung des Wohnraums. Um diesem Trend entgegenzuwirken, muss der Wohnraumproduktion gesteigert werden. Zentral ist hierfür der Abbau übertriebener Bauvorschriften und die Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren. Denn Bauen ist teuer. Stehen dem noch lange Einsprache- oder Baubewilligungsverfahren im Weg, wird oftmals nicht gebaut oder zugewartet. Damit verschärft sich die Situation weiter.

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