Aargau: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit während der Pandemie

Eine Delegation des Kantons Aargau hat sich heute Freitag, 20. November 2020, zusammen mit den anderen Grenzkantonen zu Baden-Württemberg online mit Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Regierungsrat Urs Hofmann betonte als Delegationsleiter der Schweizer Grenzkantone, wie wertvoll bestehende grenzüberschreitende Kontakte und eine bewährte Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg gerade in anspruchsvollen und schwierigen Zeiten sind.

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"Die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Schweizer Grenzkantonen und dem Land Baden-Württemberg wurde uns im Zuge der Coronavirus-Pandemie einmal mehr schlagartig bewusst. Stete Pflege der Beziehungen und fortlaufender Dialog sind wichtige Voraussetzungen für diese Zusammenarbeit", betonte Regierungsrat Urs Hofmann, Delegationsleiter der Schweizer Grenzkantone. "Wir freuen uns, dass dieser Austausch bei Gelegenheiten wie heute und auch in Zukunft immer wieder gepflegt und vertieft werden kann – im Interesse der Bevölkerung, der Gesellschaft und der Wirtschaft in unserem gemeinsamen Grenzraum."


Nach anfänglichen Schwierigkeiten sei es im Direktkontakt, aber auch über die nationalen Regierungen, gelungen, erklärte Regierungsrat Hofmann, die Grenze während der gegenwärtigen zweiten Welle offen zu halten – vor allem auch zum Vorteil für unsere Grenzregion: "Für die Bevölkerung ist das eine grosse Erleichterung, insbesondere für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, für Berufsleute oder Paare. Ich bin überzeugt, dass unsere gemeinsame Koordination, die verschiedenen Briefe und Aufforderungen unserer gemeinsamen Institutionen und Gremien massgeblich zu dieser guten Lösung beigetragen haben. Dafür danke ich Ihnen, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, im Namen der gesamten Schweizer Delegation bestens."


Winfried Kretschmann: "Wir haben dazugelernt"

"Am Anfang der ersten Corona-Welle haben wir in Europa kein besonders gutes Bild abgegeben: Es gab unkoordinierte Grenzschliessungen, zu wenig Abstimmung bei der Krisenbewältigung, zu wenig Hilfe für die, die stark in Bedrängnis geraten sind. Doch im zweiten Schritt waren wir besser und haben dazugelernt. Innerhalb der EU und auch in der Partnerschaft zwischen den Schweizer Grenzkantonen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am virtuellen Regierungsaustausch mit den sieben Schweizer Grenzkantonen.


"Je besser wir auch in Zukunft zusammenarbeiten, desto besser werden wir auch die weiteren, anstehenden Herausforderungen meistern. Deshalb freue ich mich, dass wir als gute Nachbarn in den vergangenen Monaten bereits einen sehr engen Austausch zu den Pandemiemassnahmen aufgebaut haben. Und diesen werden wir weiter vertiefen. Etwa bei der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung, insbesondere im medizinischen Bereich – von der Telemedizin über Assistenzsysteme bis zur Diagnostik oder der Corona-Warn-App."


Grenzverkehr offenhalten

Am Online-Treffen vom 20. November 2020 haben die Vertreterinnen und Vertreter des Landes Baden-Württemberg und der Grenzkantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich eine gemeinsame Erklärung zur Grenzsituation während der zweiten Pandemie-Welle verabschiedet. Darin sprechen sich die grenzüberschreitenden Partner dafür aus, den Grenzverkehr in der zweiten Welle der Pandemie offen zu halten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Pandemieplanung und -bekämpfung weiter zu stärken. Das gemeinsame Ziel ist es, aus den Erfahrungen der ersten Welle zu lernen und ein koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen in der Grenzregion zu fördern.

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