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Zurück auf Feld 1: Volksauftrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Klus

Die Umfahrung Klus wurde vom Bundesgericht gestoppt. Es braucht jetzt umgehend eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Klus unter Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmenden. Um dies zu erreichen, lanciert die Bürgerinitiative «Läbigi Klus» einen kantonalen Volksauftrag.

Klus bei Balsthal (Bild zVg.)


Gegner sowie Befürworter des Umfahrungsprojekts haben nie bestritten, dass es zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Klus verschiedene Optimierungen braucht. «Mit einem Volksauftrag wollen die Gegner der gescheiterten Umfahrung den Regierungsrat beauftragen, ein Massnahmenpaket zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Klus bei Balsthal zu erarbeiten und dieses umzusetzen», sagt Fabian Müller, Präsident der Bürgerinitiative «Läbigi Klus». Dieses Paket soll folgende Stossrichtungen enthalten:


Bauliche Anpassungen beim Veloweg durch die Klus

In der Klus ist noch immer kein durchgehender Veloweg vorhanden. Es schrecke ab, auf das (Elektro-)Velo umzusteigen. Insbesondere für Familien seien die Passagen sehr gefährlich. Es brauche einen durchgehenden, gut ausgebauten Veloweg von der Thalbrücke bis nach Oensingen und entsprechende bauliche Optimierungen. Zu Prüfen seien auch innovative Lösungen wie einen zumindest teilweise mit Solarzellen überdeckten Veloweg – klimafreundliche Energie sowie sichere und geschützte Velostrecken in einem, schreibt die Bürgerinitiative «Läbigi Klus».


Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Thal und in Richtung Oensingen

Auch die Befürworter der Umfahrung Klus sprachen davon, dass ein Umstieg auf den öffentlichen Verkehr erwünscht sei. Doch bereits jetzt brauchen Thaler Pendlerinnen und Pendler mit dem öffentlichen Verkehr deutlich länger als die Autofahrenden, wenn sie durch die Klus reisen – und dies trotz stockendem Kolonnenverkehr in den Abendstunden. Dieses Ungleichgewicht müsse korrigiert werden, wenn die Pendlerinnen und Pendler vermehrt auf den öffentlichen Verkehr umsteigen sollen. Es brauche also raschere, effizientere Verbindungen. Mit einem massgeblichen Ausbau des öffentlichen Verkehrs und mehr Komfort würden Anreize für den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn geschaffen. Dadurch werde die Strasse durch die Klus entlastet.


Prüfung des Knotenpunkts Thalbrücke

Die Barriere der Oensingen-Balsthal-Bahn in der Thalbrücke ist ein wesentlicher Faktor, der die Durchflusskapazität der Solothurnerstrasse in der Klus beeinträchtigt. Es ist aufzuzeigen mit welchen anderen effizienten, ökologischen und kostengünstigen Mobilitätsformen die Verbindung Balsthal-Oensingen mit dem öffentlichen Verkehr sichergestellt werden könne.

Temporeduktion in der Klus

Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm und Abgasen sowie zur Verflüssigung des Verkehrs in der Klus sei eine Temporeduktion vom Kreisel Wengimatt bis zum Kreisel Thalbrücke umzusetzen, fordert «Läbigi Klus».


«Es braucht neue Denkansätze, welche auch die aktuelle Klimakatastrophe einbeziehen», sagt Fabian Müller, Präsident von «Läbigi Klus». Neue Lösungen müssten zwingend klimafreundlich sein. Es sei eine Idee aus dem letzten Jahrhundert, dass ein einzelnes, überdimensioniertes Monster-Bauprojekt alle Probleme lösen könne. In Wirklichkeit verschieben solche Bauten die Probleme lediglich und die Umsetzung lasse ohnehin mindestens 10 bis 20 Jahre auf sich warten.


«Wir erwarten, dass nun möglichst umgehend mit gezielten und rasch umsetzbaren Verbesserungen die Situation in der Klus entschärft wird», fordert Fabian Müller. «Die Thalerinnen und Thaler erwarten Lösungen, die nicht wieder Jahre und Jahrzehnte dauern.»


Balsthal muss wohl wieder hinten anstehen

In der solothurnischen Politik ist man sich jedoch einig. Balsthal hatte eine Projekt, einen verabschiedeten Kredit, das Volks-Ja und grünes Licht für eine Umfahrungsstrasse, bis sie von den Gegnern mit allen Mitteln abgeschossen wurde. Die Konsequenz ist, dass Balsthal in der solothurnischen Verkehrspolitik wohl wieder hinten anstehen muss. Denn es gibt auch andere Regionen, die schon lange auf Entlastungsmassnahmen oder Ausbauten warten.

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