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Werner De Schepper wegen seiner "Führungspersönlichkeit" bei Ringier rausgeflogen

Der frühere Chefredaktor von Blick und Co-Chef der Schweizer Illustrierten muss wegen Differenzen gehen. Die "unterschiedlichen Auffassungen" seien aktuell und würden die Führungspersönlichkeit von Werner De Schepper betreffen, hiess es in einer knappen Mitteilung des Medienhauses Ringier vom Freitag. Was für "unterschiedliche Auffassungen" das sind, liess Ringier offen. Gemäss Weltwoche soll ein sexueller Übergriff hinter dem Rauswurf stecken.

Foto: TeleBaern


Zuletzt war der 57-jährige De Schepper Co-Chefredaktor der Zeitschrift «Interview by Ringier».


Vorwürfe wegen sexuellen Belästigungen blieben ohne Konsequenzen

2017 veröffentlichte der Tages-Anzeiger einen Artikel über mutmassliche sexuelle Belästigungen De Scheppers am Arbeitsplatz. Der Artikel basierte auf Aussagen mehrerer Mitarbeiterinnen, die anonym blieben. Die Medienstelle von Ringier Axel Springer Schweiz gab damals an, sie habe keine Kenntnis von solchen Vorfällen. De Schepper äusserte sich öffentlich nicht dazu. Strafrechtliche Konsequenzen hatten die Vorwürfe nicht. Gemäss einem Artikel der Weltwoche soll dem Ringier-Rauswurf erneut ein sexueller Übergriff De Scheppers vorausgegangen sein. Wenn das stimmt, hat dieser Mann wirklich ein gröberes Problem.


Der tiefe Fall des Werner De Schepper

Begonnen hatte De Schepper seine Laufbahn bei den Solothurner Nachrichten. De Schepper war von 2003 bis 2007 Chefredaktor des Blick. Dann ging es im freien Fall nach unten. Nach Stationen bei der Aargauer Zeitung, Tele M1 und TeleBärn wurde der belgisch-schweizerische Doppelbürger 2015 Co-Chefredaktor der Schweizer Illustrierten.

Lebensgefährte der ehemaligen "höchsten Schweizerin"

Im Mai 2022 begleitete Werner De Schepper seine damalige Lebensgefährtin, Nationalratspräsidentin Irène Kälin, an die Vereidigung der neuen Schweizergardisten in Rom. Er sass in der ersten Reihe der offiziellen Schweizer Gästedelegation, neben sich seine Partnerin und das gemeinsame Söhnchen Elija. Fast vergass man, dass auch Bundespräsident Ignazio Cassis, dessen Frau Paola und Ständeratspräsident Thomas Hefti anwesend waren, schrieb damals die Weltwoche. "Ich bin mit dem Zug auf eigene Rechnung nach Rom gefahren – für die Rückreise wurden wir von Bundespräsident Cassis eingeladen, mit ihm zurückzufliegen", wurde De Schepper zitiert.


Jetzt ist Werner De Schepper wieder geflogen. Dieses mal bei Ringier.

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