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Obama-Flopp in Zürich

Er hat als Präsident der USA der Schweiz nie einen Besuch abgestattet. Nicht einmal ans WEF nach Davos kam er. Vielmehr hat er in seinen zwei Amtszeiten Steuerbehörden auf Schweizer Unternehmen losgelassen. Jetzt wollte Barak Obama abkassieren und kam für einen bestens bezahlten Auftritt ins Hallenstation. Doch der Schuss ging nach hinten los. Mehr als ein Drittel der Plätzen blieben frei. Wem das Schweizervolk egal ist, kann nicht erwarten, dass alle rennen, wenn man Jahre später doch noch aufkreuzt.


Barak Obama sprach am Samstagabend also vor halbleeren Rängen im Hallenstadion. Und die Leute, die anwesend waren, sprachen überwiegend hochdeutsch. Ausser einer hohen Medienpräsenz schien das Spektakel die Schweizerinnen und Schweizer nicht sonderlich zu interessieren.


Kein Wunder: Eine deutsche Agentur hat den Auftritt von Obama im Hallenstadion organisiert, ein deutscher Moderator hat das Gespräch geführt. Und eingetroffen in der Schweiz sind die Obamas erst ganz kurz vor dem Auftritt. Schnell rein, abkassieren und sofort wieder raus, scheint die Devise des 44. US-Präsidenten gewesen zu sein. Das passt zum Bild, welches man von Barak Obama hat, wenn man seinen Umgang mit der Schweiz anschaut. Und das goutierten die Schweizerinnen und Schweizer eben nicht.

Während DJ Bobo das Hallenstadion auch heute noch in kürzester Zeit füllt, gingen die Tickets für den Auftritt von Barak Obama nur schleppend weg. Einlass gab es ab 59 Franken, für einen Platz direkt vor der Bühne blätterten Interessierte bis zu 564 Franken hin. Für 2500 Franken konnte man sich gar mit Obama fotografieren lassen. Pure Geldmacherei also. Nur hartgesottene Fans des 44. US-Präsidenten oder der demokratischen Partei taten sich das an. Da kann ein Mann noch so sympathisch oder rhetorisch stark sein. Alles hat seine Grenzen.


Ein Amerikaner auf der Bühne, ein deutscher Moderator am Mikrofon, eine deutsche Veranstalterin hinter den Kulissen, sehr viele Deutsche unter den Zuschauern - nur die Rechnung für die Sicherheit von Barak Obama dürfen die Steuerzahlenden des Kantons Zürich bezahlen. Dankeschön. Damit wissen wir nun definitiv, welchen Stellenwert die Schweiz bei diesem US-Präsidenten hatte und immer noch hat.

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