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Hoher Blutdruck mit unbekannter Ursache? Jetzt ist das Geheimnis gelüftet

Seit rund 60 Jahren suchen Mediziner in aller Welt nach dem Sitz körpereigener Sensoren und Aktuatoren, die den Blutdruck messen und regeln. Forscher der University of Virginia School of Medicine http://med.virginia.edu haben das Blutdruckbarometer jetzt lokalisiert. Sie haben diese in spezialisierten Nierenzellen, sogenannten Reninzellen, aufgespürt. Dort hatte sie die Forschung lange vermutet. Doch erst jetzt gelang der Beweis.

Symbolbild von Image by Gerald Oswald from Pixabay


Diese zellulären Sensoren erkennen subtile Veränderungen des Blutdrucks und passen den Hormonspiegel an, um ihn auf gesundheitlich ungefährlichem Niveau zu halten. Maria Luisa S. Sequeira-Lopez und ihre Kollegen haben zudem herausgefunden, wie sie funktionieren und wie sie helfen, Bluthochdruck (Hypertonie) oder zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) zu verhindern.


Die Forscher hoffen, dass die Erkenntnisse zu neuen Behandlungen für Bluthochdruck führen werden.

Die Barorezeptoren spielen in den Reninzellen eine Doppelrolle. Sie sind gleichzeitig Sensoren, die den Blutdruck messen, und Regler, die die Freisetzung des Renin-Hormons steuern, das den Druck regelt, indem die Blutgefäße verengt oder geweitet werden. Sequeira-Lopez und ihr Team haben neue Ansätze verfolgt, um das Rätsel zu lösen. Mit einer Kombination innovativer Labormodelle haben sie festgestellt, dass der Barorezeptor Druckänderungen außerhalb der Zelle erkennt und diese mechanischen Signale an den Zellkern überträgt, der wiederum Signale aussendet, die das Gehirn verstehen kann.


Renin-Regulierung entscheidend

Erkennen die Barorezeptoren zu viel Druck außerhalb der Reninzelle, wird die Produktion von Renin eingeschränkt, während bei zu niedrigem Blutdruck die Produktion von mehr Renin veranlasst wird. Dieser Mechanismus ist wichtig für den Körper, um den richtigen Blutdruck aufrechtzuerhalten. "Ich freue mich auf die kommende Arbeit, um die Signal- und Kontrollmechanismen dieses Barorezeptors zu entschlüsseln, sodass wir die Infos nutzen können, um Therapien für Bluthochdruck zu entwickeln", so Sequeira-Lopez abschließend.

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