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Grenzregionen zur Schweiz geht es besser

In den elf europäischen Grenzregionen waren die Erwerbsquoten 2022 tiefer als in den benachbarten Schweizer Regionen, aber höher als der jeweilige nationale Durchschnitt. Die Erwerbslosenquoten gemäss ILO waren in den ausländischen Grenzregionen niedriger als im nationalen Durchschnitt und teilweise tiefer als in den angrenzenden Schweizer Regionen. Dies zeigt den positiven Einfluss des Schweizer Arbeitsmarkts, der namentlich 373 000 ausländische Grenzgängerinnen und Grenzgänger beschäftigt.


Bundesamtes für Statistik (BFS).

Symbolbild von hacks / pixelio.de


Ein Vergleich der Schweiz mit ihren fünf Nachbarländern zeigt, dass die Erwerbsbeteiligung der Personen im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) 2022 in der Schweiz am höchsten war (Erwerbsquote von 83,5%). In Deutschland (79,4%), Österreich (77,8%) und Liechtenstein (78,0%) lag die Quote über jener der Europäischen Union (EU; 74,5%), in Frankreich (73,6%) und Italien (65,5%) war sie hingegen tiefer.


Höhere Erwerbsquoten als auf nationaler Ebene

In den grossen ausländischen Grenzregionen waren die Erwerbsquoten 2022 zwar tiefer als in den benachbarten schweizerischen Regionen, aber höher als der jeweilige nationale Durchschnitt. So lag die Erwerbsquote in den Regionen Freiburg (81,7%) und Tübingen (82,3%) über der gesamtdeutschen Quote. In Österreich verzeichnete das Tirol gar die landesweit höchste Quote (80,4%), gefolgt von jener des Vorarlbergs (79,4%). In Frankreich war der Anteil Erwerbspersonen in der Region Rhône-Alpes (76,2%) am zweithöchsten, im Elsass am dritthöchsten (75,9%). Auch in der Region Franche-Comté (75,1%) übertraf er den nationalen Durchschnitt. Italien schliesslich verzeichnete in den Nachbarregionen zur Schweiz ebenfalls eine Erwerbsbeteiligung, die deutlich über dem Landesdurchschnitt lag (Erwerbsquote zwischen 71,0% im Piemont und 75,8% in der Autonomen Provinz Bozen).

Tiefere Erwerbslosenquote als im jeweiligen nationalen Durchschnitt

2022 lagen die Erwerbslosenquoten gemäss ILO in den Regionen Freiburg (2,3%) und Tübingen (2,2%) unter dem deutschen Durchschnitt (3,1%). Auch in den drei übrigen Ländern war die Situation in den an die Schweiz grenzenden Regionen günstiger: Die Erwerbslosenquote war sowohl in den französischen Regionen Franche-Comté (5,9%), Rhône-Alpes (6,6%) und Elsass (6,7%) als auch in Österreich (Vorarlberg und Tirol: je 3,2%) und in Italien (Piemont: 6,5%; Aostatal: 5,4%; Lombardei: 4,9%; Autonome Provinz Bozen: 2,3%) tiefer als der jeweilige nationale Durchschnitt (Frankreich: 7,3%; Österreich: 4,8%; Italien: 8,1%). Sie war teilweise sogar niediger als in den angrenzenden Schweizer Regionen (Tessin: 6,5%; Genferseeregion: 6,9%; Ostschweiz: 3,1%; Nordwestschweiz: 4,3%).


Bis zu 8% Grenzgängerinnen und Grenzgänger in den Nachbarregionen

In der Schweiz ist der Bedarf an Arbeitskräften hoch: 2022 hatten 373 000 ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz im Ausland eine Stelle in der Schweiz, während lediglich 29 000 Personen mit Wohnsitz in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit ausserhalb des Landes nachgingen. Nahezu ein Drittel Letzterer arbeitet in Liechtenstein. Nach Grenzregionen betrachtet ist der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der in der Schweiz arbeitet, in der Region Franche-Comté mit 8% am höchsten.


Indikatoren eines erweiterten Schweizer Arbeitsmarkts

2022 lebten insgesamt 25 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter im geografischen Gebiet bestehend aus der Schweiz, ihren elf europäischen Nachbarregionen und Liechtenstein. Die Erwerbsquote des erweiterten Schweizer Arbeitsmarkts belief sich auf 76,8% und war damit ähnlich hoch wie jene der EU (74,5%; Schweiz: 83,5%), während die Erwerbslosenquote gemäss ILO mit 4,9% näher bei jener der Schweiz lag (Schweiz: 4,3%; EU: 7,2%).

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