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Geimpfte sollen auf Intensivstationen Vorrang haben

Sich impfen zu lassen hat viel mit Solidarität zu tun. Sich nicht impfen zu lassen mit Egoismus. Werden Ungeimpfte todkrank und müssen auf die Intensivstation, erwarten sie dann aber Solidarität. Das geht nicht. Geimpfte und Kinder unter 12 Jahren (für die es keine Impfung gibt) sollen in den nächsten Wochen und Monaten Vorrang auf den Intensivstationen haben. Ungeimpfte sollen hinten anstehen. Es ist ein Akt der Solidarität gegenüber geimpften Corona-Kranken und ethisch vertretbar.

Über 80 Prozent der Intensivplätze in den Schweizer Spitälern sind bereits ausgelastet. Und die Heizperiode, welche die Menschen wieder in die Innenräume treibt, hat noch gar nicht begonnen. Gut die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer haben sich nicht impfen lassen. Und von denen, die mit einem mRNA-Impfstoff geimpft sind, können rund 5-10 Prozent trotzdem an der Delta-Variante erkranken. Das sind die Fakten.


Die Ungeimpften denken nur an sich ("Wenn alle anderen sich impfen lassen, muss ich ja nicht mehr."), verlängern so die Pandemie und sorgen für neue Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in der Schweiz sowie das Risiko für erneute Virus-Mutationen. Sie halten sich für besonders schlau, robust und wohl für unsterblich. Doch dem Corona-Virus ist das scheissegal. Es hat schon Marathon-Läufer umgebracht und wird auch vor jungen, vermeintlich gesunden Schweizerinnen und Schweizern nicht Halt machen.


Die Ungeimpften denken nur an sich und tragen nichts zum Wohlergehen der Allgemeinheit bei. Egoismus pur. Liegen sie dann aber auf den Intensivstationen, betteln sie um die Impfung und erwarten Solidarität. Diese Haltung ist doppelt abscheulich und verachtungswürdig. Ich verstehe das Pflegepersonal und die Ärzte, wenn sie bei Ungeimpften die Fassung verlieren und geimpfte Kranke bewusst oder unbewusst vorrangig behandeln.


Sollten die Kapazitäten der Spitäler in den nächsten Wochen und Monaten an den Anschlag kommen und es Triage-Situationen geben, erwarte ich eine klare Bevorzugung der Geimpften. Das ist ein Akt der Solidarität mit jenen, denen das Allgemeinwohl nicht egal ist. Und es ist ethisch mindestens so vertretbar, wie die Impfung zu verweigern.

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