top of page
Suche

Drei Tipps und Ursachen bei Tinnitus

Als Tinnitus bezeichnet man Ohrgeräusche, denen keinerlei äußere Quelle zugrunde liegt. Diese Geräusche entstehen also im Ohr der oder des Betroffenen selbst. Die Art der Geräusche variiert dabei stark, häufig wird von einem Pfeifen oder Rauschen berichtet, auch ein Klingeln sowie wechselhafte Geräusche treten auf. Besonders in den Industrienationen ist dieses Phänomen sehr verbreitet.

Symbolbild von Gerd Altmann from Pixabay


Bis zu 25 Prozent aller Menschen werden gegenwärtig im Laufe ihres Lebens von Tinnitus betroffen sein. Zwar empfinden nicht geringe Anteile davon die Geräusche wiederum nicht als störend, die Übrigen allerdings sind teilweise erheblich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Welche Ursachen hat ein solcher Tinnitus - und welche Tipps gibt es für den Umgang damit? Ursachen für Tinnitus sind vielfältig Ein Tinnitus entsteht durch eine Schädigung von Nervenzellen im Ohr oder im Gehirn. Die Tinnitus Ohrgeräusche sind somit allein für den Betroffenen hörbar, weshalb sich die Geräusche auch nicht akustisch messen lassen. Sehr wohl aber zeigen bildgebende Verfahren, dass tatsächlich im Hirn eine entsprechende Aktivität stattfindet - ein Tinnitus ist also keineswegs eingebildet. Entstehen kann er durch ganz unterschiedliche Ursachen. Zuvorderst sind es eine dauerhaft zu hohe Lärmbelastung oder einzelne sehr laute Schallereignisse ("Knalltrauma"), die die entsprechenden Nerven schädigen können. Ebenso tritt ein Tinnitus oft infolge eines Hörsturzes auf. Doch auch als Folge von lärmunabhängigen Nervenerkrankungen wie Morbus Menière oder Neuritis vestibularis kann es zu einem Tinnitus kommen. Dazu kommen Tauchunfälle, die Aufnahme von ototoxischen Substanzen oder kraniomandibuläre Dysfunktionen als verbreitete Ursachen. Selbst die Verstopfung der Gehörgänge mit Ohrenschmalz sowie Kieferprobleme können zu Tinnitus führen. Generell gilt auch subjektiv empfundener Stress, gleich welcher Ursache, als begünstigend für einen Tinnitus. Eine simple Durchtrennung des Hörnervs führt zu keiner Abhilfe, da die eigentliche Entstehung der lästigen Geräusche im Gehirn vor sich geht. Bislang ist noch keine wirksame Therapie im Sinne einer Beseitigung des Tinnitus bekannt. Doch es gibt einige wirksame Tipps, die dabei helfen, besser mit einem Tinnitus leben zu lernen. 3 Tipps für Erleichterung vom Tinnitus Wie oben erwähnt, gilt Stress als besonders förderlich für die Entstehung und das Weiterbestehen eines Tinnitus. Deshalb ist der erste Tipp kein "Tipp" im eigentlichen Sinne, sondern ein Muss: unbedingt den eigenen Stress reduzieren. Das bewirkt in vielen Fällen eine rasche Reduzierung der empfundenen Lautstärke des Tinnitus. Dazu sollte man auch aktiv Entspannungsmethoden einsetzen bzw. erlernen. Für den einen ist hier autogenes Training wirksam, für die andere hilft Meditation oder progressive Muskelentspannung. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine aktive Entspannung zu erlernen. Der zweite Tipp klingt ein wenig kontraintuitiv, doch auch dieser ist tatsächlich hilfreich. Man sollte Stille meiden und sich nicht aus dem Alltag mit all seinen Geräuschen zurückziehen. Selbst, wenn man in seinen eigenen vier Wänden ist, sollte man sich keiner Stille aussetzen, da dann die Aufmerksamkeit zwangsläufig in Richtung der Ohrgeräusche wandert. Normale Lautstärken von Musik oder Gesprächen stellen dabei auch keine Gefahr einer zusätzlichen Verschärfung des Tinnitus dar. In eine ähnliche Richtung geht der dritte Tipp zum Umgang mit Tinnitus: seine Aufmerksamkeit bewusst auf anderes lenken. Wann immer der Fokus des Hirns auf anderen Dingen liegt, treten die Ohrgeräusche des Tinnitus in den Hintergrund, so manches Mal verschwinden sie sogar völlig. Auf jeden Fall also immer für Ablenkung sorgen, dann kann der Tinnitus viel seltener lästig werden. Hier noch einmal alle Tipps in kurzer Auflistung:

  • Stress reduzieren

  • Stille meiden

  • Aufmerksamkeit weglenken

0 Kommentare

Comments

Rated 0 out of 5 stars.
No ratings yet

Add a rating