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Die «Neue Leipziger Schule» – Deutsche Kunst mit Dynamik

Am 9. November 1989 trat ein Ereignis ein, dass die Welt veränderte. Die Berliner Mauer fiel. Mit dem Fall und der Wiedervereinigung Deutschlands veränderte sich ebenso die Kunstwelt. Die Welt der Kunst wurde auf Kunstschaffende aufmerksam, die den Vorreitern der «Leipziger Schule» entstammten. Die «Neue Leipziger Schule» war geboren.

Lutz Ketscher (Screenshot von collection-ketscher.com)


Einen großen Anteil am Erfolg der «Neuen Leipziger Schule» trägt der Galerist Gerd Lübke. Besonders Neo Rauch verhalf er zu weltweitem Ansehen, indem er seine Gemälde auf dem amerikanischen Kunstmarkt bekannt machte. Aber was macht die Kunst der «Neuen Leipziger Schule» so einzigartig, dass sie weltweit für Aufsehen sorgt?


Betrachtet man die Bilder jedes einzelnen Künstlers, so sind sie sehr unterschiedlich und besitzen eine eigene Bildsprache. Trotzdem teilen sie ohne Ausnahme signifikante Merkmale ihrer Leipziger Ausbildung. Kennzeichnend ist die ausgereifte Zeichenkunst. Eine figurative Maltechnik mit narrativen Elementen, die Geschichten erzählen und die Phantasie des Betrachters anregen. Oft sind sie geprägt vom Surrealismus. Einen Kunststil, der die Fantasie des Betrachters anregt und ihn verweilen lässt.


Was verbirgt sich hinter dem Sinnbild der «Neuen Leipziger Schule»?

Der Begriff «Neue Leipziger Schule» ist wahrlich mehr als umstritten. Fragt man die betroffenen Kunstschaffenden, dann behaupten diese, dass es nicht mehr sei als eine Art «Branding» des internationalen Kunstmarktes. Den meisten Künstlern fällt es schwer, sich mit diesem auferlegten Hype zu identifizieren. Fast hat es den Anschein, als ob die Künstler der Leipziger Schule müde sind, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, endlich als eigenständige Künstler gesehen zu werden und nicht immer noch als eine Bewegung der Vergangenheit.


Schaut man zurück auf die 1960er, in denen es den Künstlern in der DDR gelang, dass formal und inhaltlich enge Korsett des mit dem einhergehenden propagierten sozialistischen Realismus des Kommunismus langsam zu lösen, dann reden wir von der Leipziger Schule. Die Werke der Kunstschaffenden blieben symbolisch. Jedoch entwickelten die Künstler eine Verbindung zwischen der klassischen Moderne und den frühen kunstgeschichtlichen Epochen, die ein stilistisch sowie thematisch breites Ausdrucksspektrum erlaubten.


Lutz Ketscher – Kunst, die die Fantasie der Betrachter anregt

Einer dieser Künstler, dem es gelang, im Westen auf sich aufmerksam zu machen, ist Lutz Ketscher. Sein Malstil offenbart einen Perfektionismus, der es dem Betrachter leicht macht, sich mit seiner Kunst gedanklich zu vereinen.


Es ist diese Präzession, Klarheit und Ausdruckskraft, die Künstler der Leipziger Schule teilen. So ist der künstlerische Einfluss der Leipziger Schule auf «Collection Ketscher» eindeutig. Seine Werke leben von einer Darstellung, die zwischen den Welten stattfindet. Ketschers Bilder laden den Betrachter ein, in seine Darstellungen zu versinken und die auf der Leinwand erzählten Geschichten immer wieder aufs Neue zu interpretieren.


Neo Rauch – Der bedeutendste deutsche zeitgenössische Künstler seiner Zeit

Rauch ist der bekannteste Vertreter der «Neuen Leipziger Schule». Seine illustrativ gestalteten Kunstwerke besitzen eine fast schon unheimlich anmutende Bildsprache. Die in seinen Bildern dargestellten Figuren werden in Landschaften dargestellt. Manchmal können sie auf den Betrachter verstörend wirken. Wahrscheinlich macht diese Ausdrucksweise, also das Spiel mit dem Unbekannten beziehungsweise nicht Greifbarem, seine Kunst so anziehend und auf eine Art fesselnd. Ein Gedanke, der seinen Erfolg erklären könnte.


Für Rauch sind seine Arbeiten nicht unbedingt in die Schublade des «Surrealismus» zu stecken. Er versteht seine Kunst als eine Art Gleichgewicht. Die Darstellung zwischen dem Surrealen und der Wirklichkeit.


Seine Arbeiten sind besonders vom sozialen Realismus des Kommunismus geprägt. Dies ist nicht weiter verwunderlich. Geboren am 18. April 1960 in Leipzig, wuchs er nach dem tragischen Tod seiner Eltern bei seinen Großeltern auf und erlebte den Bau der Mauer und die Teilung Deutschlands hautnah.


Heute erzielen seine Gemälde auf dem internationalen Markt Höchstpreise und hängen in bekannten Museen wie das «Museum of Modern Art» in New York. Amerikanische Kritiker beschreiben seinen zeitgenössischen Stil als einen postkommunistischen Surrealismus. Ob der Ausnahmekünstler Neo Rauch dem zustimmt, wissen wir nicht so genau und lassen es einfach mal so im Raume stehen.

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