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CBD in der Schweiz, was möglich ist und was nicht

Wie in Deutschland erfreuen sich auch in der Schweiz die CBD-haltigen Produkte einer zunehmenden Beliebtheit. Der Handel bietet in der Schweiz ein umfangreiches Sortiment an verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln, Lebensmitteln, Tabakersatzprodukten und Liquids für E-Zigaretten an. Auch Kosmetika mit den Destillaten und Extrakten aus der Hanfpflanze haben einen hohen Absatz. Grundsätzlich ist der Verkauf von CBD in der Schweiz nicht verboten. Trotzdem bestehen verschiedene Vorschriften.

Symbolbild von Manfred Richter / pixabay.com


Das Rauchen von CBD-Blüten ist in der Schweiz erlaubt. Die Tabakersatzprodukte dürfen allerdings nur einen THC-Gehalt haben, der unter 1 Prozent liegt. Die Hersteller, die diese Produkte in Umlauf bringen möchten, sind zur Selbstkontrolle verpflichtet. Außerdem muss der Tabakersatz beim Bundesamt für Gesundheit BAG angemeldet werden, bevor er in den Verkauf gelangt. Konsumenten, die in einem Shop im Internet CBD bestellen können daher davon ausgehen, dass das Produkt legal ist.


Der Vertrieb von Kosmetika mit CBD ist im Vergleich etwas stärker reglementiert. Der THC-Gehalt muss ebenfalls unter 1 Prozent liegen. Zusätzlich darf nur synthetisch hergestelltes CBD verwendet werden. Die Verwendung von reinem Cannabisharz sowie daraus gewonnene Wirkstoffe sind verboten. Außerdem müssen die Hersteller in einem Sicherheitsbericht die Unbedenklichkeit des Produkts bestätigen. CBD-haltige Lebensmittel werden als Novel Foods bezeichnet Für die neuartigen Lebensmittel, die CBD enthalten, wurde in Europa der Begriff Novel Foods geprägt. Es handelt sich dabei um Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 weder in der Schweiz oder in Mitgliedsstaaten der EU in einem nennenswerten Umfang verzehrt oder zum Verzehr angeboten wurden. Diese Lebensmittel müssen in der Schweiz vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zugelassen werden, bevor sie in den Verkauf kommen. Momentan sind keine Lebensmittel zugelassen, die CBD enthalten. Allerdings sind viele Anträge für Lebensmittel in der Schweiz anhängig, die auf eine Zulassung durch die Behörden warten. Es gibt in der Schweiz auch Lebensmittel, die nicht als Novel Food gelten und trotzdem Hanf enthalten. Keine Zulassung der BLV benötigen Lebensmittel mit folgenden Inhaltsstoffen:

  • Hanfsamenöl

  • Hanfsamenmehl

  • entfettete Hanfsamen

In den Lebensmittelgeschäften, Supermärkten und Fachgeschäften sind zum Beispiel Tees, Schokolade, Müsliriegel und Senf sowie Getränke wie Bier oder Limonade mit Hanf erhältlich. Die Palette an Lebensmitteln steigt ständig. In der Schweiz kann CBD legal auch als Chemikalie angeboten werden Händler, die in der Schweiz CBD verkaufen möchten, können die Produkte auch als Chemikalien deklarieren. Die Kennzeichnung auf der Verpackung ist im sogenannten Chemikalienrecht reguliert. Wie bei anderen CBD-Produkten sind die Hersteller und Händler zur Selbstkontrolle verpflichtet. Dabei muss der Hersteller auch selbst bestimmen, für welche Anwendungen das jeweilige Produkt verwendet werden kann. Prinzipiell ist es auch möglich, CBD-haltige Produkte als Arzneimittel zu vertreiben. Es muss allerdings eine Bewilligung von Swissmedic oder den kantonalen Behörden vorliegen. Auch die Wirksamkeit muss nachgewiesen werden. Nachteilig ist bei den Bestimmungen in der Schweiz, dass immer wieder Unklarheiten oder Verwechslungen entstehen können. Da die Beliebtheit und das Angebot an verschiedenen CBD-Produkten ständig steigt, ist in der Schweiz auch zukünftig mit Gesetzesanpassungen zu rechnen.

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