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Bernhard Burgener teilt seine Ansicht zur Skalierbarkeit im Unternehmen

Bernhard Burgener betont, dass Skalierbarkeit zu einem wichtigen Schlagwort für neue Unternehmen geworden ist. Skalierbarkeit wird oft als einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg eines Startups angeführt. Als solche ist sie eine Eigenschaft, die von Investoren sehr geschätzt wird.

Aber was genau bedeutet Skalierbarkeit? Ist sie etwas, das alle neuen Unternehmen haben müssen? In diesem Artikel erklärt Bernhard Burgener die Grundlagen der Skalierbarkeit und die erheblichen Vorteile, die ein skalierbares Geschäftsmodell bringen kann.


Was ist Skalierbarkeit?

Bernhard Burgener definiert Skalierbarkeit als die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Kundenbestand und seine Einnahmen in seiner gegenwärtigen Konfiguration zu vergrößern. Deshalb ist diese Eigenschaft so wichtig für Startups. Sie bedeutet, dass sie zwar klein anfangen, ihr Geschäftsmodell aber erweitern können, um einen großen Kundenstamm zu bedienen.


Und nicht nur das: Sie sollten dazu in der Lage sein, ohne viel zusätzliche Ressourcen oder Aufwand zu benötigen. Dies ist der springende Punkt, der die Skalierbarkeit für Investoren so attraktiv macht: Das Versprechen eines beträchtlichen Gewinns aus ihrer Investition, ohne dass weitere große Ausgaben erforderlich sind.


Ist jede Geschäftsidee skalierbar?

Bernhard Burgener weist darauf hin, dass Skalierbarkeit zwar höchst wünschenswert ist, aber nicht jede Geschäftsidee skalierbar ist. Ein Unternehmen kann ein stetiger Gewinnbringer sein, auch wenn es nur sehr begrenzt skalierbar ist. Ein Unternehmen, das Produkte herstellt, ist nur in begrenztem Umfang skalierbar, bis weitere Investitionen in Räumlichkeiten und Material erforderlich sind. Auch Restaurants fallen unter diese Rubrik.


Ein weiteres Beispiel für eine sehr begrenzte Skalierbarkeit wäre ein Beratungsunternehmen oder eine Firma, die personalisierte Dienstleistungen anbietet. Burgener rät, dass in diesen Fällen die für das Unternehmen erforderlichen Mittel über einen Bankkredit beschafft werden könnten. Dies wäre einfacher als der Versuch, einen Investor zu gewinnen, der mit einer relativ kleinen Investition ein großes Wachstum erwartet.


Wann ist ein Geschäftsmodell skalierbar?

Ein skalierbares Geschäftsmodell ist eines, das nur sehr geringe zusätzliche Investitionen erfordert, um eine große Anzahl von Produkten zu verkaufen. Aus diesem Grund sind Geschäftsideen, die digitale Produkte beinhalten, besonders gut skalierbar. Eine herunterladbare App kann zum Beispiel 100 oder 100.000 Mal über einen App-Store verkauft werden. Für den Hersteller ist nur wenig zusätzlicher Aufwand erforderlich.


Auch bezahlte Streaming-Dienste wie Netflix sind ein gutes Beispiel. Während der Pandemie übertrafen die Streaming-Dienste weltweit eine Milliarde Abonnements. Laut Bernhard Burgener sollte eine Geschäftsidee, die skalierbar ist, die folgenden Merkmale aufweisen.

  • Geringes Anlagevermögen Ein Startup sollte relativ wenig Anlagevermögen benötigen, um seine Produkte herstellen und verkaufen zu können. Aus der Sicht eines Investors hat dies den Vorteil, dass die erforderlichen Anfangsinvestitionen geringer sind. Es zeigt auch, dass das Unternehmen nicht auf den Erwerb umfangreicher Assets angewiesen ist, um seine Einnahmen zu steigern.

  • Relativ geringer Anteil an Fixkosten Bernhard Burgener rät jedem Unternehmen, die Fixkosten sorgfältig zu prüfen, um festzustellen, ob sie gesenkt oder gestrichen werden können. Für Startups ist dies besonders wichtig: Sie sollten alle Prozesse identifizieren, die mit Blick auf die Skalierbarkeit automatisiert werden können. Ein KI-Kundenservice kann zum Beispiel viel Zeit und Geld sparen: Laut Forbes können KI-Chatbots bis zu 80 % der grundlegenden Kundenanfragen lösen und so eine Kostenersparnis von 30 % ermöglichen.

  • Hoher Anteil an variablen Kosten Skalierbare Geschäftsmodelle haben in der Regel einen hohen Anteil an variablen Kosten im Vergleich zu Fixkosten. Variable Kosten sind Kosten, die im Verhältnis zum Umsatzvolumen steigen oder sinken. Für jedes digitale Produkt kann zum Beispiel eine Kommission an die Stelle fällig werden, über die es verkauft wurde. Zu den variablen Kosten gehören auch die Gebühren, die an Zahlungsdienstleister wie PayPal für jeden Verkauf zu zahlen sind.

  • Fokus auf Vertrieb und Marketing Laut Bernhard Burgener sollte ein skalierbares Geschäftsmodell die Konzentration auf den Vertrieb und das Marketing des Produkts ermöglichen. Im Idealfall muss ein Produkt nur einmal "hergestellt" werden, bevor Tausende von Kunden es nutzen können. Beispiele hierfür wären eine App oder ein Online-Kurs. Sobald das digitale Produkt fertiggestellt ist, muss nur noch wenig daran gearbeitet werden, bis es aktualisiert werden muss. So können sich die Unternehmen auf die Vermarktung des Produkts konzentrieren. Heutzutage nutzen viele Startups automatisiertes Marketing, das den gesamten Marketingprozess einschließlich des Zahlungseingangs vom Kunden automatisieren kann. Dadurch werden die Personalkosten und der Arbeitsaufwand erheblich gesenkt. Burgener weist jedoch darauf hin, dass Sie Ihre Kampagnen dennoch regelmäßig sorgfältig auswerten und bei Bedarf anpassen sollten.

  • Expansion in andere Märkte Skalierbare Geschäftsmodelle sollten die Möglichkeit bieten, mit geringem Kosten- und Arbeitsaufwand in weitere Märkte zu expandieren. Ein digitales Produkt, z. B. ein Online-Kurs, könnte einfach in mehrere Sprachen übersetzt werden, um neue Märkte zu erschließen.

Skalierbarkeit und Franchise

Die einfachsten und skalierbarsten Geschäftsmodelle sind diejenigen, die mit digitalen Produkten arbeiten. Bernhard Burgener weist jedoch darauf hin, dass einige der bekanntesten und profitabelsten Modelle mit physischen Produkten und Dienstleistungen verbunden sind: Skalierbare Franchises können extrem profitabel sein.


Uber ist ein erfolgreiches Beispiel dafür. Als Startup hatte Uber die Mission, "Transportmittel so einfach zugänglich zu machen wie fließendes Wasser". Doch das Unternehmen wollte dies tun, ohne in eine eigene Fahrzeugflotte zu investieren. Die Geschäftsidee war ein Dienst, der Fahrgäste und Fahrer unter dem Namen Uber und über die Uber-Plattform zusammenbringt.


Einige meinen, Uber sei nicht wirklich ein Franchise-Unternehmen, denn um Uber-Fahrer zu werden, brauche man nur ein Auto. Bernhard Burgener verweist jedoch darauf, dass Uber die Kriterien eines erfolgreichen, skalierbaren Franchise-Unternehmens erfüllt:

  • Ein erfolgreiches Geschäftsmodell und ein Markenname, den sie anderen (Franchisenehmern) erlauben, gegen eine Gebühr zu nutzen.

  • Geringer Bedarf an Anlagevermögen.

  • Ein skalierbares Geschäftsmodell, das die Aufnahme weiterer Franchisenehmer ermöglicht, ohne dass der Franchisegeber in weitere Anlagen investieren muss.

  • Wachsende Erträge in Form von Gebühren von diesen Franchisenehmern.

Uber zeigt auch einige der anderen Vorteile auf, die zum Erfolg skalierbarer Franchisesysteme beitragen. Dazu gehören ein gemeinsames digitales Buchungssystem und Werbung für den Markennamen, die allen zugutekommt. Letzteres dient nicht nur dazu, mehr Kunden, sondern auch mehr Franchisenehmer anzuziehen.


Die Wichtigkeit der Skalierbarkeit für Investoren

In der derzeitigen Wirtschaftslage gehen die Investoren sehr vorsichtig mit ihrem Geld um. Aus diesem Grund ist die Skalierbarkeit extrem wichtig geworden: Sie ermöglicht es den Investoren, einen relativ kleinen Betrag zu investieren und dafür eine verhältnismäßig hohe zukünftige Rendite zu erwarten. Dies ist möglich, weil skalierbare Unternehmen relativ wenig Anlagevermögen benötigen.


Aus diesem Grund ist Skalierbarkeit oft einfacher bei digitalen Produkten, die einfach einmal hergestellt und immer wieder verkauft werden können. Bernhard Burgener weist darauf hin, dass auch Franchise-Unternehmen, die auf einer erfolgreichen Geschäftsidee basieren, in hohem Maße skalierbar sein können.


Foto von Juan Pablo Valdez / unsplash.com

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