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Autokauf in Corona-Zeiten / Autokauf 2021

Die Mobilitätsbranche im Allgemeinen und die Automobilindustrie im Besonderen waren sicherlich mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Doch das Bild bessert sich und die Autohäuser haben wieder deutlich mehr zu tun als zu Beginn der Pandemie. Die allgemeine Mobilität nimmt stetig zu. Und tatsächlich liegt die Absicht der Verbraucher, ein Auto zu kaufen, nach einer Kinsey-Studie wieder nahe dem Niveau vor der Zeit von Lockdowns, Homeoffice und Kontaktbeschränkungen. Neu- und Gebrauchtwagen sind wieder fast so gefragt wie im Jahr 2019. Und: Käufer sollten auch in Corona-Zeiten nicht davon ausgehen, von der angeknacksten Autoindustrie Schnäppchen erwarten zu können.


Die Autopreise bleiben gewohnt hoch – und zwar sowohl im Neuwagen- als auch im Gebrauchtwagensegment. Günstig weg können Autokäufer jedoch bei der Finanzierung kommen. Denn glücklicherweise sind die Kreditzinsen im Unterschied zu den Autopreisen weiterhin niedrig. Doch gibt es von Kreditinstitut zu Kreditinstitut große Unterschiede. Und Autokäufern wird geraten: Vergleichen Sie verschiedene Angebote für die Autofinanzierung.

Auch die Corona-Pandemie hat den steigenden Autopreisen keinen Abbruch getan. Dafür können Autokäufer denkbar günstige Kredite ergattern – ein Kreditvergleich lohnt sich. (Symbolbild von Tumisu / Pixabay.com CC0 Public Domain)


Darum steigen die Preise für Neu- und Gebrauchtwagen trotz Corona

Es ist kaum noch etwas Neues: Seit Jahren steigen die Preise vor allem im Neuwagenbereich. Dass daran jedoch nicht einmal die Corona-Pandemie mit den Einschränkungen in der Mobilität etwas geändert hat, überrascht dennoch viele Verbraucher. Tatsächlich gingen die Preise für Gebrauchtwagen im vergangenen Jahr zunächst zurück. Doch zogen auch hier die Anschaffungskosten schnell wieder an.


Dies mag zum einen daran liegen, dass sich an den Verkaufszahlen verhältnismäßig wenig änderte. Millionen Autofahrer kauften 2020 einen neuen Wagen. Es gab zwar weniger Käufer als im Jahr 2019, dafür waren die Verbraucher bereit, im Durchschnitt mehr Geld auszugeben als die im Vorjahr. Ganz konkret bezahlten Autokäufer für einen Neuwagen acht Prozent mehr. In einen Gebrauchtwagen wurde durchschnittlich sogar 20 Prozent mehr Geld investiert.


Die Mehraufwendung beim Autokauf lässt sich nicht damit erklären, dass die Menschen mehr Geld zur Verfügung hatten. Denn die Reallöhne steigen bereits seit Jahren weniger schnell als die Anschaffungskosten für ein Auto. Hinzu kommt, dass in der Zeit der Pandemie viele Menschen weniger Arbeit und damit weniger Geld zur Verfügung hatten. Dennoch konnten die Autohersteller und Autohändler ihre Fahrzeuge für die hohen Preise an die Kunden verkaufen.


Hohe Standards, hohe Preise

Wie kommt es nun also zu den hohen Anschaffungskosten für Neu- und für Gebrauchtwagen? Eigentlich ist die Antwort relativ einfach: Was in der Vergangenheit nur in den Luxusmodellen zu finden war, gehört mittlerweile zur Grundausstattung vieler Neuwagen. Zu nennen sind hier beispielsweise die Klimaanlage oder das integrierte Navi. All die neue Technik und nicht zu vergessen auch neue Sicherheitsstandards lassen die Preise für Neuwagen in die Höhe schnellen. Und natürlich sind Verbraucher gerade in Hinblick auf die Sicherheitsstandards bereit, mehr Geld in ein Fahrzeug zu investieren. Hinzu kommt, dass immer mehr E-Autos als Neuwagen die Straßen erobern. Diese sind im Durchschnitt teurer in der Herstellung als Verbrenner. Für den Kunden relativiert sich der höhere Preis für ein E-Autos zwar in vielen Fällen durch eine Kaufprämie vom Staat, doch zum Schnäppchen werden die elektrischen Fahrzeuge dadurch auch nicht.


Hohe Preise bei Neuwagen ziehen höhere Preise bei Gebrauchtwagen nach sich

Die höheren Preise bei den Neuwagen bedingen schließlich auch die höheren Anschaffungskosten bei Gebrauchtwagen. Denn wenn die Neuwagenpreise steigen, wächst die Nachfrage an Gebrauchtfahrzeugen. Aus diesem Grund können die Händler auch hier die Preise anziehen.

Mittlerweile kann man sagen, dass für viele Menschen nach dem Immobilienkauf die Anschaffung eines Fahrzeugs die teuerste Anschaffung ist, die sie im Verlauf ihres Lebens tätigen. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Nachfrage an einer Autofinanzierung über einen Kredit immer höher wird. Denn nicht jeder hat die Summen, die es für einen Neu- oder Gebrauchtwagen auszugeben gilt, leicht verfügbar auf dem Konto parat. Und wenn das alte Auto den Geist aufgibt und sofort ein neues gefragt ist, bleibt auch kaum Zeit, den entsprechenden Betrag zunächst anzusparen.


Grundsätzlich ist eine Autofinanzierung über einen Autokredit auch selten ein großes Problem – vor allem, da die Zinsen aktuell noch immer auf einem denkbar niedrigen Niveau sind. Allerdings sollten sich Verbraucher vor der Kreditaufnahme gründlich informieren und Kredite vergleichen. Denn wer gleich auf den erstbesten Kredit zurückgreift gibt womöglich mehrere tausend Euro zu viel aus.

Viele Autokäufer nehmen das Finanzierungsangebot direkt vom Autohändler an. Dies kann sich als teurer Fehler erweisen. (Symbolbild von Kredite / Pixabay.com CC0 Public Domain)


Vergleichen ist das A und O

So verlockend es auch sein mag, den Kredit zur Autofinanzierung direkt in einem Abwasch beim Autohändler abzuschließen und den gewünschten Wagen sofort mit nach Hause zu nehmen: Dieses Vorgehen kann sich als teurer Fehler erweisen.


Denn was viele Verbraucher nicht wissen ist, dass der Autohändler auch am Kredit verdient und damit nicht unbedingt die Absicht hat, den Käufern das günstigste Angebot zu unterbreiten. Die Partnerbanken der Autohändler sind in der Regel die Partnerbanken der Hersteller. Sie räumen den Autohändlern einen gewissen Spielraum beim Ansetzen der Zinsen ein. Dabei erhält der Autohändler nicht nur eine Provision für die Vermittlung eines Kredits, sondern auch eine Provision abhängig von der Zinshöhe. Den Händlern ist also tendenziell daran gelegen, dass Käufer einen Kredit zu einem nicht allzu günstigen Zinssatz bei ihm abschließen.


Darüber hinaus arbeiten Autohändler in der Regel nur mit einem einzigen oder einigen wenigen Finanzierungspartnern zusammen. Die Möglichkeiten für unterschiedliche Angebote direkt vom Händler ist demnach begrenzt.


Es lohnt sich für Autokäufer, sich selbständig um ein günstiges Kreditangebot zu kümmern. Dies belegen auch eindeutige Zahlen.


Zinsen für Autokredite können sich um bis zu 80 % unterscheiden

Die Zinsen für Autokredite können sich um bis zu 80 Prozent unterscheiden. Wenn der durchschnittliche Preis für den Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs bei 25.711 Euro liegt, wie dies das Automagazin mobile.de feststellte, dann kommt es bei einer Finanzierung des Betrags über einen Zeitraum von sechs Jahren zu einem Zinsunterschied von bis zu 9.400 Euro. Beim Kauf eines Neuwagens können die Zinsersparnisse entsprechend höher ausfallen und liegen im Schnitt bei etwa 13.000 Euro.


Von so viel Geld könnte man sich glatt einen Zweitwagen leisten. Da ist die Zeit, die für den Kreditvergleich genutzt wird, bestens investiert. Zudem geht ein solcher Vergleich dank Vergleichsportalen im Internet inzwischen denkbar schnell und einfach. Mit wenigen Klicks können sich Verbraucher einen aussagekräftigen ersten Überblick über mögliche Angebote und Zinsunterschiede bei zahlreichen Kreditinstituten verschaffen. Darüber hinaus können Varianten der Finanzierung durchgespielt werden, ohne dass ein Berater aufgesucht oder gar eine konkrete Kreditanfrage gestellt werden muss. Im Anschluss kann gezielt Kontakt zu Infrage kommenden Banken aufgenommen werden. Es gibt auch Vergleichsportale über die direkt ein Kreditabschluss zustande gebracht werden kann. Die notwendigen Unterlagen können direkt über das Portal eingereicht werden und die notwendige Identifikation kann ebenfalls online per Video-Ident oder offline bei einer Postfiliale erfolgen.


Voraussetzungen für die Autofinanzierung

Die Vertragsbanken der Autohändler und andere Banken und Kreditinstitute müssen sich an bestimmte gesetzliche Vorgabe für die Vergabe von Krediten halten. Es muss sichergestellt sein, dass ein potenzieller Kreditnehmer finanziell in der Lage ist die Kreditsumme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zurückzuzahlen. Daher müssen in der Regel folgende Voraussetzungen erfüllt sein, um eine Finanzierung über eine Bank zu erhalten:

· Der Kreditnehmer muss volljährig sein

· Der Kreditnehmer hat seinen Wohnsitz im Inland

· Der Kreditnehmer hat ein Konto im Inland

· Der Kreditnehmer verfügt über ein regelmäßiges, nachweisbares Einkommen

· Der Kreditnehmer verfügt nachweisbar über eine ausreichende Bonität

Übrigens steigen die Chancen auf einen günstigen Kredit auch und vor allem mit der Bonität des Kreditnehmers. Denn ein höheres Risiko bei der Finanzierung lassen sich Banken und Kreditinstitute über höhere Zinsen bezahlen.


Die gängigsten Möglichkeiten zur Autofinanzierung

Es gibt übrigens mehrere Möglichkeiten zur Autofinanzierung bzw. unterschiedliche Kreditformen, die zur Autofinanzierung genutzt werden können. Dazu gehören

· Die Ballonfinanzierung

· Die Drei-Wege-Finanzierung

· Der klassische Autokredit

Der klassische Autokredit ist die beliebteste Form der Autofinanzierung. Hier wird ein zweckgebundener Kredit aufgenommen. Das bedeutet, dass die Kreditsumme dem Preis des Fahrzeugs entspricht. Durch diese Zweckgebundenheit können die Banken besonders günstige Konditionen bieten, denn das Auto bildet eine gewisse Sicherheit. Schließlich kann es verkauft werden, wenn der Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten gerät.


Auto-Leasing

Eine Sonderform der Autofinanzierung ist das Leasing. Leasing wird vor allem für Firmenfahrzeuge bzw. Nutzfahrzeuge in Anspruch genommen. Ein Leasingvertrag funktioniert ähnlich wie ein Mietverhältnis. Allerdings ist der Leasingzeitraum begrenzt. Für einen bestimmten Zeitraum zahlt der Kunde monatlich eine Leasinggebühr an den Autohändler und kann im Gegenzug das Fahrzeug nutzen. Nach Ablauf des Leasingvertrags kann der Fahrer das Fahrzeug beim Händler zurückgeben und ein neues Fahrzeug leasen oder er kann das Fahrzeug auslösen, sprich kaufen.


Autokredit und Schufa

Für manche Autokäufer kann ein negativer Schufa-Eintrag zum Problem werden. Manch ein Anbieter vergibt auch Kredite ohne Schufa-Auskunft bzw. mit negativen Schufa-Einträgen. Doch die Kreditkonditionen werden unter solchen Bedingungen extrem schlecht. Im besten Fall sollte versucht werden, die Bonität zu verbessern, bevor ein Kredit aufgenommen wird. Schließlich tun sich Käufer auch selbst keinen Gefallen, wenn die mit der Kreditaufnahme riskieren, in die Schuldenfalle zu geraten.

Hin und wieder kommt es auch zu ungerechtfertigten Schufa-Einträgen. Kam es fälschlicherweise zu einem Schufa-Eintrag, können Verbraucher entsprechende Schritte einleiten, um diesen löschen zu lassen.

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