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Autobranche angesichts hoher Preise unter Druck: Jetzt kommen die Chinesen

Die deutschen Automobilhersteller schalten angesichts anhaltender Inflation und einer sich abzeichnenden Rezession in den Krisenmodus. Laut einer neuen Analyse des ifo Instituts haben sich die Geschäftserwartungen der Branche im Oktober verdüstert. So sank der Wert im zurückliegenden Monat auf minus 35,3 Punkte, nach minus 6,3. Kein Wunder: Neue Autos sind heute schlicht zu teuer und die Lieferfristen zu lange. Das tötet die Nachfrage.


pte/red.

Was denken Sie, was kostet dieses Auto? 90`000 Euro? Falsch. In China kostet der hier abgebildete Xpeng P7 nur 229.900 Yuan nach Subventionen (rund 29`700 Euro) und hat eine NEFZ-Reichweite von 480 Kilometern. Gut möglich, dass der P7 in Europa für 40`000 Euro zu haben sein wird, je nach Förderprogrammen der verschiedenen Länder. Schon als Basismodell ist der P7 mit dem teilautonomen Fahrsystem XPILOT 2.5+ ausgestattet. Die höhere Ausstattungsvariante des P7 bietet eine Reichweite von 706 Kilometern. Foto: XPeng


Sorge um die Nachfrage

"Die Sorge um eine ausfallende Nachfrage trifft nun auch die Autohersteller und ihre Zulieferer", sagt ifo-Auto-Analyst Oliver Falck. So sind bei den Herstellern die Aufträge (minus 26,2 Punkte) und die Nachfrage (minus 38,1 Punkte) im Vergleich zum September rückläufig. In der gesamten Branche sank die Bewertung der aktuellen Lage - allerdings nur von minus 5,1 auf minus 5,7 Punkte, wie es heißt.


Die Erträge der Hersteller brachen ein. Die Beurteilung für das zweite Halbjahr 2022 fiel auf minus 59,7 Punkte, nach plus 33,8 im ersten Halbjahr. Allerdings bewerteten sie den Auftragsbestand positiv und wollen in den nächsten Monaten mehr produzieren. "Einbrechende Nachfrage und steigende Material- und Produktionskosten verschlechtern selbst bei erhöhten Verkaufspreisen die Ertragslage", erläutert Falck.


Zulieferer unter Zugzwang

Die Lage der Zulieferer hat sich weiter eingetrübt. Sie bewerteten ihre Ertragslage im zweiten Halbjahr 2022 schlechter - mit minus 31 Punkten, nach minus 26,4 im ersten Halbjahr 2022. "Bei den Zulieferern sind Auftragsbestand und Nachfrage weiterhin rückläufig", ergänzt Falck. In den nächsten Monaten wollen sie weniger produzieren. Die Geschäftserwartungen der Zulieferer fielen auf minus 37 Punkte, nach minus 30,7.

Die Chinesen kommen Kommt hinzu, dass die Chinesen anfangen, den europäischen Markt mit einer ganzen Reihe neuer und preislich sehr attraktiven Elektroautos mit hoher Reichweite zu fluten. Im 2023 kommen gleich mehrere davon nach Europa. BYD, Geely, Great Wall, JAC, MG4, Nio, XPeng, Zeekr - gewöhnen Sie sich schon mal an diese neuen Namen. Die europäischen Autobauer meinen immer noch, Elektroautos müssten teurer sein als konventionell angetriebene Fahrzeuge. Die ersten Kunden, die Elektroautos kaufen, bezahlen hohe Entwicklungskosten. Ein grosser Fehler. Wenn die Autobauer das nicht innert weniger Monate ändern, wird ihnen das selbe Schicksal passieren, wie ihren Vorfahren in den 1970er Jahren, als die Japaner den europäischen Markt mit guten und vor allem günstigen Autos eroberten.

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