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Alexander Studhalter – PropTech in der DACH-Region

PropTech ist das neueste Schlagwort, das vermehrt in aller Munde ist. Alexander Studhalter beschreibt es als neuen Disruptor und Innovationstreiber für Immobilienspezialisten, die ihre Arbeitsvorgänge modernisieren möchten. Doch PropTech dient zusätzlich als renditestarke Anlageklasse für Investoren, die sich nach neuen Möglichkeiten umschauen.

In diesem Artikel gibt Alexander Studhalter einen umfassenden Überblick über die PropTech-Revolution in der DACH-Region. Er erklärt, was PropTech ist, wie es Immobilien-Branche neugestaltet, welche regionale Unterschiede es gibt und wie PropTech verwendet werden kann, um neue Herausforderungen zu lösen.


PropTech im Immobilienmarkt

PropTech hat das Maklerwesen regelrecht auf den Kopf gestellt. Verkäufer müssen nicht mehr aktiv auf potenzielle Käufer warten und Wohnungssuchende müssen ihre Zeit nicht damit verbringen, von Immobilie zu Immobilie zu springen. Auch Makler können ihre Geschäfte in nur wenigen Klicks abschließen. PropTech hat viele Prozesse vereinfacht, die wir uns noch vor fünf Jahren kaum hätten vorstellen können.


Klassische Makler werden ersetzt

Heute suchen potenzielle Käufer nach Informationen, bevor sie einen Immobilienmakler kontaktieren. Fortschritte in der Technologie bieten Wohnungssuchenden neue Möglichkeiten, um Einblicke in eine Immobilie zu erhalten. Digitale Tools wie 3D-Touren, virtuelle und interaktive Lagepläne oder Drohnenaufnahmen finden vermehrt Einsatz, um eine Liegenschaft so komplett wie nur möglich darzustellen.


Das hybride Geschäftsmodell setzt sich durch

Die Immobilienbranche nutzt bereits seit Jahren Online-Plattformen. Dabei wird jedoch oftmals nur das Mieten in Betracht gezogen, wobei der Kauf oder Verkauf oftmals außer Acht gelassen wird. Dies liegt unter anderem daran, da Eigentümer und Käufer sich eher für einen persönlichen Service entscheiden.


Alexander Studhalter ist der Ansicht, dass etablierten Immobilienunternehmen durch den Einsatz digitaler Technologien wertvolle Chancen entgehen. Eine Lösung besteht darin, digitale Möglichkeiten aus dem PropTech-bereich mit Immobilienmaklern vor Ort zu kombinieren, um den bestmöglichen Service für Käufer und Verkäufer zu gewährleisten.


Smart Homes

Ein weiteres wichtiges Element in der PropTech-Revolution sind Smart Homes, meint Alexander Studhalter. Alle Immobilien, die nach Nachhaltigkeits-, Konnektivität- und Automatisierungsregeln erbaut werden, gelten in der Regel als Smart Homes.


Bei Smart Homes dreht es sich jedoch nicht nur um intelligente Apps, sondern auch um den Bau und die Gestaltung von Gebäuden selbst. Beispielsweise werden intelligente Sensoren zum Messen und Melden der Gerätenutzung und zum Anpassen von Beleuchtung und Temperaturen verwendet. In einem Einzelhandel können intelligente Sensoren Fußwege verfolgen, sodass Filialleiter die Produktplatzierung anpassen und Arbeitszeiten besser planen können, um der Kundennachfrage gerecht zu werden.


Temporäre Vermietung

PropTech wird vermehrt auch in Bereich der temporären Vermietung eingesetzt. Berufstätige oder Reisende, die oft ortsunabhängig arbeiten, sehnen sich nach einem erweiterten Platz, der Privatsphäre und den Komfort einer Mietwohnung bietet. Doch vermehrt wünschen sich die Gäste eine reibungslose und kontaktlose Check-in-Erfahrung und Standards, die ein Hotel bietet. PropTech bietet effiziente und kreative Lösungen, um hotelähnliche Qualitätsstandards anzubieten, die jedoch einzigartig und individuellen angepasst werden können.


Aktuelle Lage des deutschen PropTech-Marktes

Alexander Studhalter hat den deutschen PropTech-markt etwas genauer unter die Lupe genommen. Welche Segmente werden angesprochen, welche Probleme können gelöst werden und welche Herausforderungen müssen noch gelöst werden?


a) Herausforderungen für PropTechs im deutschen Immobilienmarkt

Der deutsche Immobilienmarkt mag auf den ersten Blick stark wirken. Dies wird dank einer wachsenden Bevölkerung und steigenden Immobilienpreisen noch deutlicher. Doch wie in anderen europäischen Ländern befindet sich der Markt in einem Stillstand. Dies kann unter anderem auf eine mangelnde Bereitschaft, digitale Technologien anzunehmen, zurückgeführt werden.


Wir sehen jetzt eine neue Generation deutscher Immobilien-Start-ups, die sich auf dem Immobilienmarkt niederlassen und nach neuen Wegen suchen. Insbesondere wird versucht, veraltete und zeitintensive Praktiken zu erneuern und effizienter zu gestalten.


Während Vermieter vor der neuen Herausforderung stehen, steigende Maklergebühren zu finanzieren, setzen immer mehr PropTech-Startups auf die Möglichkeit, Dienstleistungen in Bezug auf die Vermietung kostengünstig anzubieten. Für Immobilienmakler kann dies möglicherweise disruptiv wirken.


Der Zustrom von PropTech-Startups zwingt Immobilienagenturen dazu, grundlegende Änderungen in ihrem Geschäft vorzunehmen und es zukunftssicher zu machen. Während einige damit bestrebt sind, mit der Zeit zu gehen, zögern andere und bestehen darauf, an alten Methoden festzuhalten.


b) Der Corona-Effekt

„Betrachtet man die deutsche Immobilienbranche der letzten zwei bis drei Jahre, denkt man wahrscheinlich, dass es nicht viel zu befürchten gibt“, sagt Studhalter. „Die größten Bedenken waren hauptsächlich mit neuen Immobilienentwicklungen und bundesweiten Gesetzen verbunden“.


Doch dann traf COVID-19 ein und legte einen vorübergehenden, aber dennoch flächendeckenden Geschäftsstopp ein. Beratungsunternehmen und Medien wandelten statische Prognosen zum deutschen BIP in wöchentliche Aktualisierungen der Corona-Fallzahlen um. Inzwischen ist klar, dass die Pandemie eine heftige Delle in der Immobilienbranche hinterlassen hat. Der Einzelhandel und Gewerbesektor haben sich noch immer nicht vollkommen erholt. Marktpreise haben nun auch begonnen zu fallen. Doch dies sind nur einige der Probleme, meint Alexander Studhalter.


Die Pandemie, ähnlich wie andere großen Krisen, diente auch in der Immobilienbranche als Katalysator. Startups von untergeordneter Bedeutung werden es zwar weiterhin schwer haben, die wirklich disruptiven werden sich dank den Möglichkeiten, die Corona hinterlassen hat, durchsetzen.


PropTech Unternehmen in der DACH-Region

Einer Erhebung von Proptech.de zufolge befinden sich zurzeit insgesamt 527 PropTechs in der DACH-Region. Rund die Hälfte dieser neuartigen Startups spezialisiert sich auf das Vermitteln von Immobilien. Dabei handelt es sich um effiziente Immobilien-Plattformen, die neuartige und virtuelle Geschäftspraktiken verwenden, um Käufer und Verkäufer miteinander zu verbinden. Eine weitere große Anzahl Unternehmen spezialisiert sich in den Bereichen Immobilienverwaltung, Visualisierung, Immobiliensteuern und Bauplanung.


a) Regionale Unterschiede im PropTech-Markt 2022

Die mit Abstand höchste Präsenz an neuen PropTech-Unternehmen findet man in Berlin, Wien und München. Experten stellen dabei oftmals fest, dass diese neuen, virtuellen Geschäftspraktiken besser und effizienter werden. Unternehmer Alexander Studhalter geht deshalb davon aus, dass sich diese Dienstleistungen insbesondere in die Bereiche der künstlichen Intelligenz ausdehnen wird. Dies bietet Käufern und Verkäufern neuartige Möglichkeiten, Immobiliengeschäfte schneller und bequemer zu tätigen.


b) Berlin gilt weiterhin als PropTech-Hotspot

Während regionale unterschiede im deutschen, österreichischen und schweizer Immobilienmarkt wahrzunehmen sind, gilt Berlin weiterhin als Spitzenreiter neuer PropTech-Unternehmen. Von insgesamt 527 PropTech-Unternehmen befinden sich 130 in Berlin. Dies entsprich einem Marktanteil von fast 30%. Bayern befindet sich zurzeit auf Platz 2 mit 83 PropTech-Unternehmen, wobei Nordrhein-Westfalen Platz 3 mit 66 Unternehmen einnimmt.


Bild: Leon Seibert / unsplash.com



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