Nordwestlich der Skateranlage beim Sportzentrum Trinermatten soll auf einer Fläche von rund 175 m2 ein sog. Parkour & Outdoor-Fitness Park entstehen. Der Stadtrat Zofingen hat gestützt auf die Abklärungen und Gespräche der Bauverwaltung mit dem Verein Parkour & Outdoor-Fitness Park Zofingen - als künftiger Betreiber der Anlage - seine Zustimmung zur Einleitung des Baubewilligungsverfahrens erteilt. Der Kanton unterstützt dieses Projekt mit einem namhaften Beitrag aus dem Swisslos-Sportfonds.

Stadt Zofingen

Symbolbild von Benjamin Hell / pixelio.de

Im vergangenen Jahr befasste sich der Stadtrat Zofingen verschiedene Male mit der Frage nach einem geeigneten Standort für einen sogenannten „Parkour & Outdoor-Fitness Park“ auf dem Zofinger Gemeindegebiet. Auf Antrag des Bereichs Tiefbau und Planung der Stadtverwaltung beschloss der Stadtrat im November 2014, dass ein Standort in der Nähe der Skateranlage beim Sportzentrum Trinermatten für die Ausarbeitung eines Detailprojektes weiter zu verfolgen sei. Dieser hatte sich in verschiedenen Gesprächen mit dem Verein Parkour & Outdoor-Fitness Park Zofingen - als künftiger Betreiber dieser Anlage - als der am besten geeignetste herausgestellt. In der Folge liess der Verein drei verschiedene Varianten für den Standort Trinermatten ausarbeiten. Dabei erfüllte die Variante mit einem Standort nordwestlich der bestehenden Skaterbahn die Vorgaben am besten. Der Platzbedarf für die geplante Parkour-Anlage beträgt rund 175 m2.

Der Stadtrat hat nun seine Zustimmung zur Weiterbearbeitung dieser Variante und zur Vorbereitung des Baubewilligungsverfahrens auf dieser Basis gegeben. Zudem wird der Stadtrat mit dem einen Dienstbarkeitsvertrag (Nutzungsvereinbarung) abschliessen, welcher die Erstellung, den Betrieb und den Unterhalt der Anlage regelt.

Jahrelange Suche nach einem geeigneten Standort ist zu Ende

Mit der Zustimmung des Stadtrates zum Standort Trinermatten konnte die jahrelange Suche nach einer geeigneten und dauerhaften Sport- und Freizeitfläche für die Parkour-Anlage erfolgreich abgeschlossen werden. Damit geht auch ein lang gehegter Wunsch des Vereins nach einer eigenen Anlage endlich in Erfüllung. Der Stadtrat steht dieser noch jungen Sportart grundsätzlich wohlwollend gegenüber. Dies haben seine Entscheide in der Vergangenheit deutlich gezeigt. Es stellt sich natürlich - wie bei jeder neuen Sportart - auch hier die Frage, ob es sich dabei lediglich um einen Trend oder um eine sich etablierende Freestyle-Sportart und somit um ein Instrument der Jugendförderung handelt. Diese komplexe Frage kann jedoch erst in einigen Jahren schlüssig beantwortet werden.

Beitrag des Kantons aus dem Swisslos-Sportfonds von CHF 30‘000

Das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau hat einen Beitrag von CHF 30‘000 aus dem Swisslos-Sportfonds an die Erstellung des Parkour & Outdoor-Fitness Parks zugesichert.

Neue Trendsportart Parkour

Parkour ist eine relativ neue Trendsportart, bei welcher sich die Teilnehmenden unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten oder effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B suchen. Der Begriff „Parkour“ bezeichnet die Sportart und ist eine Umwandlung des ursprünglichen französischen Wortes parcours (z. B. Kurs oder Strecke). Weltweit hat sich der Begriff „Parkour“ durchgesetzt. Parkour kann prinzipiell überall, sowohl in natürlichem, wie auch in urbanem Umfeld praktiziert werden. Der Traceur (Spurenleger) überwindet dabei alles Mögliche, was ihm an Hindernissen in den Weg kommt. In einer urbanen Umgebung werden Pfützen, Papierkörbe, Bänke, Blumenbeete und Mülleimer ebenso wie Bauzäune, Mauern, Plakatständer, Garagen und unter Umständen auch Gebäude übersprungen und überklettert. Die Hindernisse selbst dürfen jedoch nicht verändert werden. Die Parkour bildet auf begrenztem Raum in kompakter Form die Elemente des sportlich nutzbaren Stadtmobiliars nach.

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