Warum braucht unser Kanton die strengste Regulierung von Vereinsbeizli der Schweiz? Ganz im Sinne der fortlaufenden Verbürokratisierung verschärfte das Amt für Wirtschaft die Regulierung von Vereinen. Seit 2016 müssen im Kanton Solothurn auch Vereinsbeizli das Wirtepatent haben.

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Wenn also Hornusser, Fussballer oder Schützen nach dem Training im eigenen Lokal noch ein Bier trinken oder eine Wurst essen wollen, braucht der Betreiber eines solchen Lokals ebenfalls ein Wirtepatent. Ein solches zu erlangen erfordert einen Kurs, der 3800 Franken kostet und 20 Halbtage dauert.

Vereinsbeizli stellen ein wichtiges Kulturgut dar. Gerade in unserem Kanton, der durch unterschiedliche Regionen und Gemeinden geprägt wird. In vielen Gemeinden, insbesondere auf dem Land, stellen Vereine wichtige Identifikationspunkte dar, wo man Generations- wie auch Gesellschaftsübergreifend zusammenkommt. Diese übermässige Regulierung hätte das Ende vieler Vereinsbeizli bedeutet und empfindliche Einnahmeneinbussen für die Vereine. Am Schluss hätte man die entgangenen Einnahmen auf die Mitglieder abgewälzt. Somit hätten schlussendlich unzählige Juniorinnen und Junioren für die Ausübung ihres Hobbys mehr bezahlt. Womöglich hätten sie sich das Hobby dann nicht mehr leisten können.

Gegen diese unsinnige Bürokratisierung setzte sich SVP Kantonsrat Matthias Borner (Olten) zur Wehr und reichte 2017 einen entsprechenden Auftrag ein. Dies zu ändern dauerte mehr als 3 Jahre. Der Kantonsrat hat einer Lockerung zugestimmt und die Vereinsbeizli können wieder wie bis anhin betrieben werden. Unzählige Vereine haben sich erleichtert gezeigt und die Änderung sehr begrüsst.

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