Seit Sonntagabend kennt der Goldpreis nur eine allgemeine Richtung. Sinkflug. Der Goldpreis ist wieder unter die Marke von 1500 US-Dollar gefallen. Damit entfernte sich der Goldpreis wieder etwas vom höchsten Stand seit dem Frühjahr 2013, der in der vergangenen Woche bei 1535 Dollar erreicht worden war. Nur eine Atempause? Kann sein, muss aber nicht. 

red.
 
Gold ist unserer Einschätzung nach massiv überkauft und überbewertet. Je mehr Händler ihr Geld in Gold investiert haben, desto nervöser reagiert der Markt auf jede noch so kleine Meldung.
 
Unter dem Strich aber gibt es nur zwei wirklich relevante Grössen, die den Goldpreis auch historisch langfristig verändern. Die eine ist der Dollarkurs (Gold wird auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt). Steigt der Dollarkurs, wird Gold teurer und die Nachfrage sinkt. Fällt der Dollarkurs, passiert das Gegenteil.
 
Die zweite Grösse sind geopolitische Faktoren, also Krisen oder kriegerische Auseinandersetzungen zwischen marktrelevanten Staaten. Gibts irgendwo Krieg, mit den entsprechenden Ängsten verbunden, steigt die Nachfrage nach Gold und dessen Preis. 
 
Beide relevanten Grössen rechtfertigen derzeit einen derart hohen Goldpreis in keiner Art und Weise. Einen Krieg unter marktrelevanten Staaten ist nicht in Sicht. Und der Dollarkurs wird in der Ära von Präsident Trump aus politischen Gründen immer tief gehalten. Das macht US-Produkte auf dem internationalen Markt günstiger und kurbelt die Nachfrage an. Mit dem Gold hat das nichts zu tun. 
 
Insofern sind Zinsankündigungen und irgendwelche Zollstreitigkeiten völlig irrelevant. Sie verunsichern höchstens Kleinanleger, die beim Gold mitmischen wollen. Das führt dann eben zu dem, was wir heute haben. Einen völlig überbewerteten Goldpreis. Insofern ist es in den kommenden Tagen und Wochen keine Überraschung, wenn es zu Korrekturen nach unten käme, evtl. auch mit happigen Korrekturen nach unten. Schon eine längere Seitwärtsbewegung des Goldpreises würden bei den eher kurzfristig agierenden Kleinhändlern zu Abverkäufen führen. 
 
Beim Gold gibt es derzeit mehr Gründe zur Vorsicht, als zur Euphorie. 
 
 
 

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